Startseite
  • Suche
  • Leichte Sprache
Hauptnavigation ein-/ausklappen
  • Themen
  • Akteurinnen
  • Blog
  • Angebote
  • Über Uns
Hauptnavigation ein-/ausklappen

Akteurinnen der Frauenbewegung

Ohne Frauen keine Frauenbewegungen. Doch welche Frauen gründeten Organisationen, initiierten Frauengruppen, organisierten Proteste und schrieben Artikel für Frauenzeitschriften? Hier werden Frauen sichtbar, die sich zu unterschiedlichen Zeiten und auf vielfältige Weise in den Frauenbewegungen engagierten. Zugleich werden auch Organisationen und Zusammenschlüsse als Akteurinnen vorgestellt.

Es werden Pionierinnen gewürdigt, die vielen Frauen den Weg zur Emanzipation geebnet haben. Ebenso richtet sich der Blick auch auf weniger bekannte Alltagskämpferinnen, Aktivistinnen und Außenseiterinnen. Indem ihre Herkunft, Handlungsmotive sowie ihre damit verbundenen persönlichen Errungenschaften und Niederlagen gezeigt werden, werden sie als facettenreiche und widersprüchliche historische Subjekte präsent.
DDF-Projekt 2024 "Freiräume. Feministisch-ökologische Mobilitäts- und Stadtplanung" / Seite 1

Meike Spitzner

Die Mobilitätsforscherin Meike Spitzner setzte sich viele Jahrzehnte unermüdlich für eine geschlechtergerechte Verkehrsplanung ein. Als Projektleiterin und Netzwerkerin wurde sie zu einer führenden Expertin für feministische Ansätze in der Mobilitätsforschung in Deutschland.
Sitz des Archivs der deutschen Frauenbewegung seit 1996 / Seite 1

Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF)

Im Jahr 2024 wurde das Archiv der deutschen Frauenbewegung 40 Jahre alt. Wie aber ist die Idee in die Welt gekommen, sich mit der historischen Frauenbewegung zu beschäftigen, diese zu sammeln, zu erforschen, darüber zu publizieren und Wissen zu verbreiten? So ging es nach 1984 weiter:
Mary Booth 2.png

Mary Booth

Mary Booth, native american‘, Abolitionistin und Autorin, war mehr als die Lebensgefährtin von Mathilde Franziska Anneke. Als Kämpferin gegen die Sklaverei verfasste sie gemeinsam mit Anneke zahlreiche Texte. Ihr Leben und literarisches wie politisches Erbe gilt es wiederzuentdecken.

Ingeborg Geißler

In Frauen*archiven finden sich biografische Spuren von Frauen*, deren Wirken und Relevanz nicht wahrgenommen sowie ganze Arbeitsbereiche entwertet werden. Die Bearbeitung des Nachlasses der Dresdner Künstlerin Ingeborg Geißler bietet einen Anfang, ihr Leben, Werk und damit auch das Feld des Kunstgewerbes zu würdigen.
Porträt von Marianne Weber

Marianne Weber

„Es sei mir gestattet, nicht als Parteiangehörige, sondern als Frau einige Worte zu Ihnen zu sprechen“, so begann am 15. Januar 1919 die erste Rede einer Abgeordneten vor einem deutschen Parlament, dem Badischen Landtag: durch Marianne Weber, bekannte bürgerliche Frauenrechtlerin und Publizistin.
Portraitfoto von Monika Jaeckel

Monika Jaeckel

Monika Jaeckels Leben war durch vielfältiges politisches Engagement geprägt: Als Forscherin bemühte sie sich darum, familienpolitische Themen in den Fokus der Politik zu rücken, als bewegte Frau war sie Teil des ,Revolutionären Kampfes‘ und Sängerin der Band Flying Lesbians. Ihr Nachlass gibt vor allem Einblick in die frühe Mütterzentrumsbewegung.
7–12 von 178 < 1 2 3 4 5 >
Achtung, durch das Anzeigen aller Akteurinnen kann es zu längeren Ladezeiten kommen.
Alle Akteurinnen ausblenden, für die zur Zeit noch keine aufbereiteten Informationen im DDF-Portal vorliegen.
Anita Augspurg

1923

Anita Augspurg beantragte gemeinsam mit Lida Gustava Heymann persönlich beim bayerischen Innenminister die Ausweisung des Österreichers Adolf Hitler wegen Volksverhetzung.
Anita Augspurg
Was verstehen wir unter dem Rechte der Frau? Nichts anderes als das Recht des Menschen überhaupt!
Rosa Luxemburg

1914

Wegen Aufruf zur Kriegsdienstverweigerung wird gegen sie Anklage wegen ,Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze und gegen Anordnungen der Obrigkeit‘ erhoben. Sie wird zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Rosa Luxemburg
Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
Quelle
Rosa Luxemburg – Gesammelte Werke Band 4, S. 359, Anmerkung 3 Dietz Verlag Berlin (Ost), 1983.
Hedwig Dohm

1873

Bereits in ihren ersten feministischen Texten fordert sie das Stimmrecht für Frauen.
Hedwig Dohm
Es giebt keine Freiheit der Männer, wenn es nicht eine Freiheit der Frauen giebt. Wenn eine Frau ihren Willen nicht zur Geltung bringen darf, warum soll es der Mann dürfen.
Quelle
Der Frauen Natur und Recht. Zur Frauenfrage. Zwei Abhandlungen über Eigenschaften und Stimmrecht der Frauen. Wedekind & Schweiger, 1876. S. 172.
Marie E.P. König

1970er

Inspiriert die feministische Matriarchatsforschung, in dem sie die Darstellung auf prähistorischen Kunstwerken als Symbole des Wiedergeburtsglaubens im Zusammenhang mit der weiblichen Schöpfungskraft und dem Mondzyklus deutete.
Portrait Marie König
Es ist nichts schwieriger, als einen Irrtum zu korrigieren, wenn dieser einmal auf den Lehrstühlen und in den Schulbüchern Fuß gefasst hat.
Quelle
E.P.König: Frau Neandertaler hatte Kultur. In: Emma, August 1982, S. 54
Bertha Pappenheim

1880er

Unter dem Namen Anna O. steht Bertha Pappenheim für eine der wichtigsten Krankengeschichten des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud.
Ich glaube nicht, dass Leute, die viele Bücher haben und gelesen haben, gescheiter sind als die Anderen, ich glaube nicht, dass sie besser sind, als die anderen.
Quelle
Konz, Britta: Bertha Pappenheim (1859-1936). Ein Leben für die jüdische Tradition und weibliche Emanzipation, Frankfurt a. M. 2005, S. 164.
Helene Stöcker

1893

In ihrem Aufsatz ‚Die moderne Frau’ erklärt sie die finanzielle Unabhängigkeit der Frau als Vorbedingung für ihre Freiheit und eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Männern und Frauen.
Klarer zeigt sich doch vielleicht nirgends die ganze Brutalität menschlicher Zustände als auf dem sexuellen Gebiet.
Quelle
Helene Stöcker: Die Liebe und die Frauen, 1906
May Ayim

1980er

In Analogie zu ‚Afro-American‘ entwickelte sie im Austausch mit anderen Schwarzen deutschen Frauen die Selbstbenennung ‚Afrodeutsch‘.
May Ayim
rassismus bleibt/bleiches gesicht einer krankheit/die uns heimlich und öffentlich auffrißt
Quelle
May Ayim, Soul Sister, 1992 In: May Ayim (1995): Blues in Schwarz Weiss, S. 57
Minna Cauer

1895

Gründung der Zeitschrift ,Die Frauenbewegung‘ als Sprachrohr des radikalen Flügels der bürgerlichen Frauenbewegung
Die Frauenbewegung hat es mit großen Zielen zu tun. Kleine und kleinliche Interessenpolitik treibt unsere Männerwelt heutzutage genug.
Louise Otto-Peters

1848

Forderung an die sächsische Regierung, bei der Organisation der Arbeit die Frauen nicht zu vergessen u. anschließend persönliche Gespräche mit den Ministern
Louise Otto-Peters
Die Geschichte aller Zeiten hat es gelehrt und die heutige ganz besonders, daß Diejenigen, welche selbst an ihre Rechte zu denken vergessen, auch vergessen wurden.
Dr. Elisabeth Selbert

1949

Sie ist an der Ausarbeitung eines neuen Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Ihrem Einsatz ist die Aufnahme der Formulierung „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (Art. 3 Abs. 2) zu verdanken.
Elisabeth Selbert
Ich hatte nicht geglaubt, daß 1948/49 noch über die Gleichberechtigung überhaupt diskutiert werden müßte und ganz erheblicher Widerstand zu überwinden war!
Quelle
Auszüge aus Tonbandprotokollen mit Elisabeth Selbert, in: Barbara Böttger: das Recht auf Gleichheit und Differenz. Elisabeth Selber tun der Kampf der Frauen um Art. 3 II Grundgesetz, Münster 1990, S. 166.
Emma Ihrer

1892 - 1896

Herausgeberin der Zeitschrift ‚Die Gleichheit‘
Portrait von Emma Ihrer, den Kopf seitlich nach links geneigt
Auch das weibliche Proletariat will und wird zeigen, daß es keiner Protektionen der bürgerlichen Gesellschaft bedarf zu seiner Befreiung, sondern nur der auch ihm zukommenden gleichen Menschenrechte.
Quelle
Ihrer, Emma: Die Organisation der Arbeiterinnen, Berlin 1893, S. 8.
Luise Zietz

1908

Wahl in den Parteivorstand der SPD als erste Frau, die in Deutschland in einen Parteivorstand gewählt wurde.
Portraitaufnahme von Luise Zietz
Alle, die ihr schafft und euch mühet im Dienste anderer, seid einig!
Quelle
Zietz, Luise: Warum sind wir arm?, Berlin 1914, S. 3.
Jeanette Schwerin

03. November 1894

Hält als erste weibliche Referentin den Vortrag „Englands Frauen im öffentlichen Leben“ im Berliner Handwerkerverein.
Portrait Jeanette Schwerin
Damen mag das schaden, Frauen ist es gesund, dann sie erstarken in der Atmosphäre gemeinnütziger Tätigkeit, die für Frauen zu den selbstverständlichen Dingen des Lebens gehört.
Quelle
Schwerin, Jeanette: Dame oder Frau?, in: Die Frauenbewegung, 2. Jg., Jun 1896, Heft11, S. 108.
Lina Morgenstern

1896

Organisatorin des Internationalen Kongresses für Frauenwerke und Frauenbestrebungen in Berlin (mit Minna Cauer und anderen)
Lina Morgenstern
… wir Frauen verlangen nicht Gnade, sondern Gerechtigkeit. Wo Ungerechtigkeit gegen die eine Hälfte des Geschlechtes herrscht, giebt es überhaupt keine Gerechtigkeit.
Quelle
Morgenstern, Lina: Ein offenes Wort über das medizinische Studium der Frauen an Herrn Prof. Dr. W. Waldeyer. Berlin, 1888, S. 21
Ina Merkel

1989 - 1990

Vertreterin des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR am Zentralen Runden Tisch
Portrait von Ina Merkel mit verschränkten Armen
Der Umbruch der DDR-Gesellschaft wurde von den Massen auf der Straße eingeleitet. [...] Aber bei der Ausarbeitung zukünftiger Gesellschaftsstrategien [...] bleiben Frauen schon wieder außen vor.
Quelle
Merkel, Ina: Ohne Frauen ist kein Staat zu machen. Einige Frauen-Fragen an ein alternatives Gesellschaftskonzept oder: Manifest für eine autonome Frauenbewegung. Dezember 1989 (Hektographie); RHG/UFV/01.
Marinka Körzendörfer

20. April 1985

Marinka Körzendörfer und zehn weitere Mitglieder der Gruppe "Lesben in der Kirche" werden von der Polizei an der Teilnahme an einer Feier anlässlich des 40. Jahrestags der Befreiung in der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück gehindert. Sie werden festgehalten und verhört.
Porträtaufnahme von Marinka Körzendörfer während eines Interviews im FFBIZ
Uns blieb nichts anderes übrig, als uns als Oppsition zu begreifen.
Quelle
Körzendörfer, Marinka, in: Arbeitskreis "Lesben in der Kirche" in: Karstädt, Christina / Zitzewitz, Anette von (Hg.): ...viel zuviel verschwiegen - Eine historische Dokumentation von Lebensgeschichten lesbischer Frauen in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1996, S. 155-186, hier: S. 164.
Anna Elisabet Weirauch

1919

Eine der ersten Autor*innen im deutschsprachigen Raum, die Frauenliebe in der Trilogie ‚Der Skorpion‘ positiv thematisiert hat.
Anna Elisabet Weirauch
Und wie aus Freundinnen Geliebte werden, das hat die so sehr begabte Verfasserin mit unendlicher Feinheit und großer Klarheit zugleich geschildert.
Quelle
Fischer, Karl: Anna Elisabet Weirauch, „Der Skorpion“, in: Berliner Tageblatt und Handelszeitung, 48. Jg., 27.8.1919.
Ingeborg Küster

1951

Mitgründerin der Westdeutschen Frauenfriedensbewegung
Portrait von Ingeborg Küster, die ein aufgeschlagenes Fotoalbum in den Händen hält
Menschenrechte und Menschenwürde werden täglich im Namen von Freiheit und Demokratie mit Füßen getreten. Ich mache da nicht mit. Ich werde ungehorsam und wenn es sein muss unangenehm.
Quelle
AddF, NL-P-27 ; 5-5, Transkript von Kassette 3, 00:20:02-5, März 1952, S. 21.
Lotte Hahm

1929

Lotte Hahm eröffnet eine Versammlung, die die Gründung einer Transvestitengruppe beschließt
Lotte Hahm, in Liebende Frauen 2(1927)49
Die Frauenorganisation muß, wenn sie wirklich ernst genommen werden und im Kampf etwas leisten will, auf ähnlicher Grundlage wie der BfM [Bund für Menschenrecht]aufgebaut werden.
Quelle
zitiert nach Katharina Vogel, „Zum Selbstverständnis lesbischer Frauen in der Weimarer Republik: Eine Analyse der Zeitschrift Die Freundin 1924-1933,” 1992, S. 116 [1984], [BfM: Bund für Menschenrecht]
Alice Salomon

1899

Eröffnung des ersten Jahreskurses der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, Beginn der systematischen Ausbildung für die soziale Arbeit in Deutschland
Alice Salomon
Ich konnte nicht länger daran zweifeln, daß all die Reformen, die wir erreicht hatten, zunichte gemacht würden, wenn nicht Frauen als Leiterinnen in die verschiedenen Zweige des öffentlichen Dienstes berufen würden.
Quelle
Salomon, Alice: Charakter ist Schicksal. Lebenserinnerungen., Weinheim/Basel 1983, S. 214.

Teilen auf

  • Inhalt auf X (Twitter) teilen
  • Inhalt auf Facebook teilen
  • Logo IDA Dachverband
  • Gefördert von: Logo Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    • Red Dot Design Award 2019
    • iF Design Award 2019
Startseite
© 2026 Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein interaktives Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland.
  • Kontakt & Impressum
  • Presse
  • Datenschutzerklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Barrierefreiheit

Folgen Sie uns

  • X
  • Facebook
  • Instagram
  • RSS-Feed