Über Käthe Schirmacher
Ein äußerst umfangreicher Nachlass, zahlreiche Publikationen und Auseinandersetzungen mit Person und Werk bilden eine reichhaltige Grundlage für eine Annäherung an Käthe Schirmacher.1 Dabei gilt zu beachten, dass sie ein „Leben in Erwartung einer Biographie“2 führte und darüber waltete, welche Dokumente Teil ihres Nachlasses werden sollten, wo dieser aufbewahrt werden und wer ihre erste Biografie verfassen sollte.3
Bildungsbestrebungen und neue Beziehungsmodelle
Käthe Schirmacher stammte aus einer Danziger Kaufmannsfamilie, die jedoch im Gefolge von handelspolitischen Entwicklungen verarmte. Früh bot sich ihr jenes Dilemma, das ein zentrales Movens der Frauenbewegung war: Wer das eigene Ideal nicht in der Versorgungsehe sah, musste einen Beruf erlernen, ohne dass es die entsprechenden (Aus-) Bildungswege für Frauen gab. Ihre Bildungsambitionen – zunächst auf den Besuch eines Lehrerinnenseminars gerichtet – setzte Schirmacher gegen vielfältige Widerstände um. Ihr Leben war von steter Bildungs- und Arbeitsmigration geprägt. Sie ging zum Studium nach Paris. Unterstützt wurde sie in dieser Zeit vor allem durch Otto Münsterberg, ihren Schwager jüdischer Herkunft. 1887 bestand sie die ‚agrégation‘, das Oberlehrer_innenexamen. An ihren Stationen Paris und Liverpool sowie später Zürich wohnte sie mit wechselnden Frauen zusammen, die sich um sie, beziehungsweise den gemeinsamen Haushalt, kümmerten und später auch als Sekretärinnen fungierten. Diese Beziehungen können mit dem zeitgenössischen Konzept der Gesellschafterin verknüpft werden, zugleich lassen Rollenaufteilung, Gefühle und Abhängigkeiten eheähnliche Beziehungen erkennen und es bestand ein deutliches Machtgefälle – nicht zuletzt aufgrund früherer Lehrerin-Schülerinnen-Verhältnisse.4 1893 begann sie ein Studium der Romanistik an der Universität Zürich und promovierte dort 1895 ‚magna cum laude‘.
Arenen der Frauenbewegung
Käthe Schirmacher, die wiederholt mit ihrem Plan einer Universitätskarriere scheiterte, verfasste Ende der 1880er-Jahre erste Beiträge zur Frauenfrage und trat in persönlichen Kontakt mit Hedwig Dohm, Hedwig Kettler, Minna Cauer, Auguste Schmidt, Josefine Friederici und Helene Lange.5 Um 1890 wurde sie Mitglied im Frauenverein Reform. Zunehmend machte sie sich in der Frauenbewegung und in der medialen Öffentlichkeit einen Namen – als Journalistin, Schriftstellerin, Wissenschaftlerin, Rednerin und Frauenbewegungsaktivistin. Durch ihre Präsenz in den damit verbundenen Räumen veränderte sie sowohl die Räume selbst als auch Frauen zugeschriebene Rollenbilder. Ihre ‚Arenen‘ – zugleich Bühne und Kampfplatz – fand sie in Debatten zu Streitfragen der Frauenbewegung.6 Der Begriff der Arena betont die Theatralität politischer Praxis und fokussiert auf textuelle wie außertextuelle Strategien der Herstellung von Relevanz.7 Ihre ersten Kämpfe focht sie in der Arena der Frauenbildung. Sie machte ihre Studienabschlüsse zum öffentlichen Ereignis und die Frauenbewegung sah mit Schirmachers Erfolg ein Exempel für das Bildungspotenzial von Frauen statuiert.8 Ergebnisse von Schirmachers sozialwissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Frauenarbeit erschienen in renommierten französischen und deutschen Fachzeitschriften. Neben Frauenbildungsmöglichkeiten forderte sie auch Gesetze zum Schutz der Arbeiterinnen, eine Entlohnung der Hausarbeit und deren Anerkennung als Beruf.9
Schirmacher setzte sich für eine radikale Ausrichtung der Frauenbewegung ein, hielt aber Kontakte zu gemäßigten Vertreterinnen aufrecht und nutzte Vortrags- und Publikationsforen beider Flügel, um ihr Einkommen zu sichern. Eine weitere Arena war ihr Kampf gegen die Prostitution und das Engagement für den Abolitionismus. In dieser Bewegung war sie Vermittlerin zwischen den französischsprachigen Zentren der International Abolitionist Federation in Paris und Genf und den deutschsprachigen Ländern.10 An Schirmachers Positionierungen zum Frauenwahlrecht und zum Wahlrecht im Allgemeinen, die sie widersprüchlich und in Abhängigkeit von ihrem Gegenüber immer wieder neu formulierte, entzündeten sich mehrfach Debatten unter den Frauenstimmrechtlerinnen in Deutschland und auf transnationaler Ebene. 1903 wurde sie aufgrund ihrer Kritik am allgemeinen Wahlrecht aus dem Vorstand des Deutschen Verbandes für Frauenstimmrecht ausgeschlossen.11
Ab 1906, insbesondere aber mit ihrem Werk Die Suffragettes (1912), verteidigte sie die militante Taktik der britischen Suffragetten und stand damit in Opposition zum gemäßigten Flügel der Frauenbewegung in Deutschland, der diese Methoden ablehnte. Länderübergreifende Praktiken waren für alle Handlungsräume Schirmachers zentral. Einerseits profitierte sie von ihrer Stellung als transnationale Vermittlerin, Übersetzerin und Berichterstatterin, andererseits begab sie sich dadurch zu einer Zeit, als eine eindeutige nationale Zuordnung innerhalb der Frauenbewegung gefragt war, in eine heikle Position.12 Insbesondere in ihrem Einsatz für das Frauenwahlrecht und in ihren deutschnationalen Bestrebungen fand Schirmacher in Klara Schleker, die sie 1903 kennengelernt hatte und mit der sie nach ihrer Rückkehr aus Paris 1910 ein Haus in Marlow in Mecklenburg teilte, eine tatkräftige Mitarbeiterin, Lebensgefährtin und intime Partnerin.13
Hinwendung zum Deutschnationalismus
Ein zentrales Moment in Schirmachers Auto/Biografie – der Begriff betont die Interdependenzen zwischen beiden Textgattungen14 – ist ihre immer deutlicher wahrnehmbare Hinwendung zum Deutschnationalismus und Antisemitismus ab 1910. In ihrer 1921 veröffentlichten Autobiografie Flammen umschrieb Schirmacher ihren Weg von der liberalen Frauenbewegung zum völkischen Nationalismus mit dem Motiv einer „Wetter- oder Sonnenwende“15. Damit stellte sie ihre Positionierung weniger als eine Konversionsgeschichte denn als eine Reaktion auf einen gesellschaftlich-politischen Wandel dar.16 Am Engagement Schirmachers und ihres Umfeldes lässt sich zeigen, dass es Verbindungen zwischen liberaler Frauenbewegung und radikalem Nationalismus gab, dass die Idee einer Unvereinbarkeit beider Bewegungen erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entstand und nicht zuletzt dem Blick zurück sowie einem westlichen Standpunkt geschuldet ist.
Schirmachers zunehmend kontroverse Positionen wurden in ihren breit gefächerten Handlungsräumen zu unterschiedlichen Zeitpunkten wahrgenommen.17 Reaktionen auf ihre polenfeindlichen Publikationen in der Zeitschrift L’Européen und deren Nachfolgeblatt Le Courrier Européen erhielt sie – etwa von der polnischen Gemeinde in Paris – ab 190518, auf ihre deutschnationalen Positionen vonseiten Lida Gustava Heymanns als einer der Vertreterinnen des radikalen Flügels der Frauenbewegung nachweislich ab 1906/190719 und auf ihre antisemitischen Positionen etwa von einer Lehrerin aus Danzig, der Heimatstadt Schirmachers, 1918. Besagte Lehrerin brachte ihre Empörung über einen antisemitischen Vortrag Schirmachers im Wahlkampf für die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) zum Ausdruck und machte dabei explizit, wie verletzend ihre Worte für jüdische Mitbürger gewesen seien und für Schirmachers bereits verstorbenen Schwager jüdischer Herkunft Otto Münsterberg gewesen wären.20 Auch ihre Nichte Anna Marx distanzierte sich aufgrund ihres Antisemitismus von ihr.21 Bei der Auseinandersetzung zwischen Heymann und Schirmacher ist bemerkenswert, dass dennoch eine Koalition möglich war: Einig waren sie sich in der Verteidigung der britischen Suffragetten.22 Erst der Beginn des Ersten Weltkriegs führte zu einem dauerhaften Bruch zwischen jenen, die sich für Pazifismus und internationale Zusammenarbeit einsetzten, und jenen, die wie Schirmacher Propaganda für Krieg und Deutschnationalismus betrieben.
Im Ersten Weltkrieg engagierte sich Schirmacher in einer Reihe völkischer Organisationen und hielt für diese Vorträge, zum Teil an der Front. 1918 wurde sie nach einem antisemitischen Wahlkampf Abgeordnete der Weimarer Nationalversammlung der DNVP. Bis zu ihrem Tod 1930 publizierte sie zu Ostmarkenthemen – ,Ostmark‘ ist ein von nationalistischen Kreisen geprägter Begriff zur Legitimierung einer Politik der sogenannten Germanisierung polnischsprachiger Gebiete im Deutschen Reich – sowie Frauenfragen und setzte sich für eine völkische Frauenbewegung ein.
Rezeptionsgeschichte
Schirmacher wurde zunächst vor allem von völkischen Frauen bzw. Nationalsozialistinnen rezipiert.23 Die Zweite Frauenbewegung bezog sich um 1975 im Zuge der Hausarbeitsdebatte auf Schirmacher und ihre Forderung nach Lohn für Hausarbeit.24 Seit dieser Zeit setzten sich Forscher_innen mit ihrer Biografie, ihrem radikalen Nationalismus und ihren diversen Beiträgen zur Frauenbewegungsgeschichte auseinander.25 1980 begann die Auseinandersetzung mit Schirmachers Leben und Werk vonseiten der Frauen- und Lesbenbewegung, die dazu führte, dass sie und Klara Schleker retrospektiv im Gestus einer nachträglichen Identitätszuschreibung als einziges bestimmt lesbisches Paar der Frauenbewegung imaginiert wurden.26 In jüngster Zeit gibt es wieder vermehrt Forschungsprojekte, die sich Käthe Schirmacher unter verschiedensten Blickwinkeln widmen.27
Netzwerk von Käthe Schirmacher
Zitate von Käthe Schirmacher
Biografie von Käthe Schirmacher
Fußnoten
- 1 Universitätsbibliothek Rostock, Nachlass Käthe Schirmacher (Verfilmung: H. G. Fischer-Verlag); Gehmacher, Johanna / Heinrich, Elisa / Oesch, Corinna (Hg.): Die vielen Biographien der Käthe Schirmacher – eine virtuelle Konferenz, Zugriff am 28.2.2023, unter: http://schirmacherproject.univie.ac.at/die-vielen-biographien-der-kaethe-schirmacher/; Gehmacher, Johanna / Heinrich, Elisa / Oesch, Corinna: Käthe Schirmacher. Agitation und autobiografische Praxis zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischer Politik, Wien/Köln/Weimar 2018 (https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.7767/9783205208280).
- 2 Pletsch, Carl: On the Autobiographical Life of Nietzsche, in: Moraitis, George (Hg.), Psychoanalytic Studies of Biography, Madison, Conn. et al. 1987, S. 405¬–434, hier S. 415.
- 3 Krüger, Hanna: Die unbequeme Frau. Käthe Schirmacher im Kampf für die Freiheit der Frau und die Freiheit der Nation, 1865–1930, Berlin 1936; Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischer Politik, Wien/Köln/Weimar 2018, S. 14 und 514–518 (Gehmacher / Heinrich).
- 4 Ebenda, S. 207–216 (Heinrich).
- 5 Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 90–93 (Gehmacher).
- 6 Ebenda, S. 284 (Oesch).
- 7 Ebenda, S. 32 (Gehmacher).
- 8 Ebenda, S. 87 f. (Gehmacher); Gehmacher, Johanna: Im/possible Careers. Gendered Perspectives on Scholarly Personae around 1900, in: The European Journal of Life Writing, 11. Jg., 2022, S. 70–102, hier S. 81.
- 9 Ebenda, S.291–308 (Oesch).
- 10 Ebenda, S. 333 (Oesch).
- 11 Ebenda, S. 354 (Oesch).
- 12 Ebenda, S. 410–412 (Oesch); Gehmacher, Johanna, In/Visible Transfers: Translation as a Crucial Practice in Transnational Women's Movements around 1900, in: German Historical Institute London Bulletin, 41. Jg., 2019, H. 2, S. 3–44 (https://perspectivia.net/receive/pnet_mods_00004911).
- 13 Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 227–229 (Heinrich); Heinrich, Elisa: Intim und respektabel. Homosexualität und Freundinnenschaft in der deutschen Frauenbewegung um 1900, Göttingen 2022, S 125–142.
- 14 Stanley, Liz: The Autobiographical I. The Theory and Practice of Feminist Autobiography, Manchester et al. 1992.
- 15 Schirmacher, Käthe: Flammen. Erinnerungen aus meinem Leben, Leipzig 1921, S. 37.
- 16 Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 478–487 (Gehmacher).
- 17 Ebenda, S.187 (Heinrich).
- 18 Ebenda, S. 388 f. (Oesch).
- 19 UB Rostock, Nl Sch 992/030, Käthe Schirmacher an Lida Gustava Heymann, 22.8.1906; Nl Sch 992/017-019, Lida Gustava Heymann an Käthe Schirmacher, Mai bis Juni 1907; Nl Sch 3/020, Lida Gustava Heymann an Käthe Schirmacher, 9.6.1907. Vgl. Gehmacher et al., Agitation, S. 392 (Oesch).
- 20 Nl Sch 597/011, Elisabeth Bentau an Käthe Schirmacher, 17.12.1918. Vgl. Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 186 (Heinrich).
- 21 Nl Sch 63/006, Anna Marx an Käthe Schirmacher, 8.2.1919. Vgl. Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 187 (Heinrich).
- 22 Ebenda, S. 372–377 (Oesch).
- 23 Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 14 f. (Gehmacher / Heinrich).
- 24 Bock, Gisela / Duden, Barbara: Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit. Zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus, in: Tröger, Annemarie (Hg.): Frauen und Wissenschaft. Beiträge zur Berliner Sommeruniversität für Frauen, Juli 1976, Berlin 1977, S. 118–199.
- 25 Ebenda, S. 18 f. (Gehmacher / Heinrich); Gehmacher, Johanna, „Macht/Lust – Übersetzung und fragmentierte Traditionsbildung als Strategien zur Mobilisierung eines radikalen Feminismus“, in: Schaser, Angelika / Schraut, Sylvia / Steymans-Kurz, Petra (Hg.): Erinnern, vergessen, umdeuten? Europäische Frauenbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt/New York 2019, S. 95–123.
- 26 Gehmacher et al. (Hg.): Agitation und autobiografische Praxis, S. 17 (Gehmacher / Heinrich); ebenda, S. 195–200 (Heinrich).
- 27 Etwa: Engagement und Professionalisierung. Käthe Schirmacher (1865–1930) – Selbstentwürfe zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischem Nationalismus (Projektleiterin: Johanna Gemacher), Intim und respektabel. Homosexualität und Freundinnenschaft in der deutschen Frauenbewegung um 1900 (Dissertationsprojekt von Elisa Heinrich), Frauen schreiben Frauenbewegungsaktivistinnen, ~ 1870–1930 (Projektleiterin: Corinna Oesch), Translating Feminism. Biographical Practices and Cultures of Transnational Mediation before the First World War (Johanna Gehmacher).
Ausgewählte Publikationen
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Heinrich, Elisa: Unter Frauen leben. Intimität und Respektabilität in Frauenbewegungen um 1900, in: Hüchtker, Dietlind/Kraft, Claudia/Steffen, Katrin (Hg.), Begehren macht Akteur*innen. Praktiken der Subjektivierung im 20. Jahrhundert, Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte 29. Jg., 2020, im Erscheinen.
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Oesch, Corinna: Frauen schreiben an Frauenbewegungsaktivistinnen, ~ 1870-1930. Briefliche Beziehungen zwischen Öffentlichkeit, Celebritykult und unterstützenden Praktiken, in: Bednarczuk, Monika/ Górny, Justyna (Hg.), Schreiben über Frauenbeziehungen. Konstellationen, Räume, Texte, Leipzig 2022, S. 51‒73, im Erscheinen.
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Heinrich, Elisa: Intim und respektabel. Homosexualität und Freundinnenschaft in der deutschen Frauenbewegung um 1900, Göttingen 2022.
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Gehmacher, Johanna: Eine Begegnung in Krakau, in: Augustynowicz, Christoph/Hüchtker, Dietlind/Kuzmany, Börries (Hg.): Perlen geschichtswissenschaftlicher Reflexion. Östliches Europa, sozialgeschichtliche Interventionen, imperiale Vergleiche, Göttingen 2022, S. 25‒30.
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Gehmacher, Johanna: „Frauenarbeit“ 1903 oder: Feminismus im Modus der Anschaulichkeit, in: González Athenas, Muriel/Schnicke, Falko (Hg.), Popularisierungen von Geschlechterwissen seit der Vormoderne, Berlin/Boston 2020, S. 215‒238.
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Puschner, Uwe: „Das Rätsel Weib“. Zur radikalen Feministin und Nationalistin Käthe Schirmacher, in: Zeitschrift für Ideengeschichte, 14. Jg., 2020, H. 4, S. 135‒138.
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Gehmacher, Johanna: „Macht/Lust – Übersetzung und fragmentierte Traditionsbildung als Strategien zur Mobilisierung eines radikalen Feminismus“, in: Schaser, Angelika/Schraut, Sylvia/ Steymans-Kurz, Petra (Hg.), Erinnern, vergessen, umdeuten? Europäische Frauenbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt/New York, 2019, S. 95‒123.
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Oesch, Corinna: Kooperation, Konkurrenz und Separation. Von transnationalen Beziehungen und Nationalitätenkonflikten in der bürgerlich-liberalen Frauenstimmrechtsbewegung in Österreich vor dem Ersten Weltkrieg, in: Blaustrumpf ahoi! (Hg.), „Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich. Geschlechterdemokratie als gesellschaftspolitische Herausforderung, Wien 2019, S. 83‒93.
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Bednarczuk, Monika: The Self, Community, and Writing. Käthe Schirmacher and Stefania Laudyn-Chrzanowska between Feminism and Nationalism, in: Prace polonistycbrezne, 72. Jg., 2017, S. 139‒161.
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Gehmacher, Johanna: Reisekostenabrechnung. Praktiken und Ökonomien des Unterwegsseins in Frauenbewegungen um 1900, in: Feministische Studien 35. Jg., 2017, H. 1, S. 76‒92.
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Oesch, Corinna: Zwischen Wissenschaft und Journalismus. Weibliche Lebensentwürfe und frauenpolitisches Engagement um 1900 am Beispiel von Käthe Schirmacher und Anna Schapire, in: Dogramaci, Burcu/Sandner, Günther (Hg.), Rosa und Anna Schapire. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900, Berlin 2017, S. 102‒118.
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Gehmacher, Johanna: A Case for Female Individuality. Käthe Schirmacher – Self-Invention and Biography, in: Damousi, Joy/Lang, Birgit/Sutton, Katie (Hg.): Case Studies and the Dissemination of Knowledge, New York 2015, S. 66‒79.
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Gippert, Wolfgang: „Ein kerndeutsches, nationalbewußtes, starkes Frauengeschlecht“ - Käthe Schirmachers Entwurf einer völkisch-nationalen Mädchen- und Frauenbildung, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kassel 2008, H. 53/54, S. 52–59.
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Heinsohn, Kirsten: Denkstil und kollektiver Selbstentwurf im konservativ-völkischen Frauenmilieu der Weimarer Republik, in: Hering, Rainer/Nicolayson, Rainer (Hg.), Lebendige Sozialgeschichte. Gedenkschrift für Peter Borowsky, Wiesbaden 2003, S. 189‒205.
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Scheck, Raffael: Women in the Non-Nazi Right During the Weimar Republic: The German Nationalist's People's Party (DNVP), in: Bacchetta, Paolo/Power, Margaret (Hg.), Right-wing Women: From Conservatives to Extremists around the World, New York et al. 2002, S. 141‒153.
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Siebert, Ulla: „Von anderen, von mir und vom Reisen“ - Selbst- und Fremdkonstruktionen reisender Frauen um 1900 am Beispiel von Käthe Schirmacher und Emma Vely, in: WIDEE (Hg.), Nahe Fremde - Fremde Nähe. Frauen forschen zu Ethnos, Kultur, Geschlecht, Wien 1993, S. 177‒216.
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Walzer, Anke: Käthe Schirmacher. Eine deutsche Frauenrechtlerin auf dem Weg vom Liberalismus zum konservativen Nationalismus, Pfaffenweiler 1991, S. 55–77.
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Einsele, Gabi: Ein Porträt von Käthe Schirmacher: „...die Ellipse mit ihren zwei Brennpunkten, Mann und Frau“, in: Emanzipation. Feministische Zeitschrift für kritische Frauen 16. Jg., 1990, H. 7, S. 10‒12.