Folge 10. Das heutige Grundgesetz garantiert die Gleichberechtigung als Lehre aus dem Nationalsozialismus. Dies ist vielen Akteur*innen und auch Frauenverbänden zu verdanken, die sich für demokratische Rechte engagierten – wie Dr. Elisabeth Selbert, die gegen enorme Widerstände den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das Grundgesetz eingebracht hat.
Die Bundestagswahl 2025 markiert eine politische Zäsur: Der Frauenanteil im Parlament ist stark gesunken. Das DDF unterstreicht daher die Relevanz feministischer Netzwerke, gesicherter Informationen und historischer Kontinuitäten im Einsatz für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft.
Geschlechtsspezifische Gewalt in der DDR und Ostdeutschland thematisiert das diesjährige DDF-Projekt von MONAliesA – Feministische Bibliothek und Archiv: Wie wurde in der DDR mit partnerschaftlicher Gewalt an Frauen umgegangen? Und was hat das mit der Gründung des ersten autonomen Frauenhauses in Leipzig 1990 zu tun?
Der META-Katalog ist um eine wichtige Funktion erweitert worden: Die direkte Suche in einer Vielzahl gedruckter Werke erleichtert nun die Arbeit mit den Digitalisaten und eröffnet neue Forschungen. Stefanie Pöschl, Senior-Entwicklerin im DDF, stellt die neue Möglichkeit der Texterkennung vor.
Wie wirken sich gesetzliche Regelungen auf Sexarbeitende aus, welche Entwicklungen sind in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachten und welche aktivistischen Formen nutzen Sexarbeitende, um sich für ihre Rechte einzusetzen? Diesen Fragen widmet sich das diesjährige DDF-Projekt von Madonna, Archiv und Dokumentationszentrum SEXARBEIT in Bochum.
2023 verstarb mit Irene Stoehr eine Pionierin der historischen Frauen- und Geschlechterforschung. Ihr Nachlass liegt dem FFBIZ vor und wird 2024 in einem Projekt des Digitalen Deutschen Frauenarchivs bearbeitet.