Startseite
Suche ein-/ausklappen
Suche ein-/ausklappen

Service Menü

  • Leichte Sprache
Hauptnavigation ein-/ausklappen
  • Themen
  • Akteurinnen
  • Blog
  • Angebote
  • Über Uns
Hauptnavigation ein-/ausklappen

Frauenbewegt im Leipziger Umbruch – das Erbe der Transformation

verfasst von
  • Laura Peter
  • Kathrin Will
veröffentlicht 27. Oktober 2023
Nach 1989 müssen Frauen in Ostdeutschland mit einschneidenden Veränderungen leben. Das Louise-Otto-Peters-Archiv führt in seinem aktuellen DDF-Projekt Gespräche mit Akteur*innen, die sich seitdem für Frauengeschichte engagieren.
Schlagworte
  • DDR
  • Transformation
  • Vereinigung BRD-DDR
  • Feminismus
  • Frauenbewegung
  • Berufstätigkeit
  • Ehrenamt

In den 1990er-Jahren sind akademisch gebildete Frauen in den sogenannten neuen Bundesländern in einer besonderen Situation: Nach der häufigen Vollbeschäftigung in der DDR, mit umfangreicher Ausbildung und hinreichendem Auskommen sehen sich viele Frauen mit Arbeitslosigkeit, vorzeitigem Ruhestand oder Umschulungen konfrontiert.

Auch die Rechtslage ändert sich für Frauen frappierend und oft nicht zum Besseren, so zum Beispiel in Bezug auf das Abtreibungsrecht. Gleichzeitig eröffnet sich ein Horizont neuer Möglichkeiten, sich ohne Repressionsdruck oder staatliche Vorgaben den eigenen Interessen widmen zu können. Auch deshalb wird dieser historische Zeitabschnitt Transformationszeit genannt.

Collage Oral Herstory Projekt „(Ost)Frauen nach der Wende“
Foto: Laura Peter
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Foto: Laura Peter
  • CC BY-SA 4.0
Collage Oral Herstory Projekt „(Ost-)Frauen nach der Wende“

Persönlicher Aufbruch und gesellschaftliches Engagement

Auch die Personen, die die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (LOPG) bilden würden, und ihr Umfeld sind unmittelbar von diesen Veränderungen betroffen. Es scheint bemerkenswert, dass vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund Frauen beginnen, sich ehrenamtlich zu engagieren sowie Kraft und Zeit in die Frauengeschichte zu investieren, oder genauer: sehr viel dafür tun, dass Frauen der historischen Vergessenheit entrissen werden. Wie kam es also zu dieser Zeit zu einem solchen Engagement für die Frauenbewegungsgeschichte? Um dies zu ergründen, führen Laura Peter und Kathrin Will vom Louise-Otto-Peters-Archiv (LOPA) im aktuellen DDF-Projekt Gespräche mit Zeitzeug*innen.

Aus den insgesamt elf Interviews entsteht im Laufe des Jahres 2023 ein Essay-Beitrag für das DDF. Dieser beschäftigt sich mit den Akteur*innen und ihren Beweggründen: Wie und wo engagieren sich diese Frauen nach der sogenannten Wende, erfinden sich neu und schaffen Verbindungen zu anderen Aktiven in Leipzig und darüber hinaus, zum Beispiel in die alten Bundesländer?

Wirken von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft und -Archiv

Im Nachlass der Vereinsinitiatorin Johanna Ludwig, der 2022 in einem DDF-Projekt erschlossen werden konnte, befinden sich etliche Fotos aus der Anfangszeit der LOPG. Sie spiegeln die zahlreichen Aktivitäten der Mitglieder wieder, um die Bekanntheit von Louise Otto-Peters und ihrer Mitstreiterinnen zu fördern. So werden Tagungen wie die Louise-Otto-Peters-Tage gestaltet, sich für den Erhalt historischer Gebäude wie dem Henriette-Goldschmidt-Haus eingesetzt oder Vernetzungstreffen in und um Leipzig organisiert. Ein Teil der Bilder kann im Rahmen des diesjährigen Projektes digitalisiert und somit für die Nachwelt erhalten werden. Die Gespräche mit den Zeitzeug*innen werden als Tondokumente aufgezeichnet und anschließend transkribiert. 

Die LOPG wird 1993 in Leipzig gegründet – mit dem Ziel, Leben und Werk der demokratischen Schriftstellerin, Journalistin und Frauenpolitikerin Louise Otto-Peters (1819–1895) weiter zu erforschen, bekanntzumachen und zu würdigen. Um der Namenspatronin einen physischen Erinnerungsraum an ihrem Hauptwirkungsort Leipzig zu schaffen, wird 1997 das LOPA gegründet – eine zentrale Dokumentations- und Sammelstelle für sämtliche Bücher und Schriften, Artikel, Gedichte, Erinnerungen und sonstige Notate von Louise Otto-Peters sowie von ihren Mitstreitenden und über sie. 

Das DDF-Projekt des LOPA ist am 1. Januar 2023 gestartet und hat eine Laufzeit von 12 Monaten. Es werden Materialien erfasst, digitalisiert und Rechte geklärt. Außerdem finden Interviews mit anschließendem Transkribieren statt. Zusätzlich entstehen Essays über die Transformationszeit und die dreißigjährige Geschichte der LOP – für noch mehr Frauenbewegungsgeschichte im DDF.

Ausgewählte Beiträge vom LOPA im DDF:

  • Aktuerinnenessay über Henriette Goldschmidt 
  • Akteurinnenessay über Louise Otto-Peters

Weiterführende Informationen:

  • Leipziger Frauen online Portal 
     
Stand: 27. Oktober 2023
Lizenz (Text)
CC BY-SA 4.0
Verfasst von
Laura Peter

Laura Peter, Historikerin, Leitung des Projekts "(Ost)Frauen nach der Wende" 2023.

Kathrin Will

Kathrin Will, Pädagogin/M.A. Bildung – Kultur – Anthropologie, Mitarbeiterin im Projekt "(Ost)Frauen nach der Wende" 2023.

Empfohlene Zitierweise
Laura Peter/Kathrin Will (2024): Frauenbewegt im Leipziger Umbruch – das Erbe der Transformation , in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/frauenbewegt-im-leipziger-umbruch-das-erbe-der-transformation
Zuletzt besucht am: 17.01.2026
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Laura Peter
  • Kathrin Will
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
  • CC BY-SA 4.0
Immer informiert mit dem DDF-Newsletter!
Jetzt abonnieren

Teilen auf

  • Inhalt auf X (Twitter) teilen
  • Inhalt auf Facebook teilen

Verwandte Themen

Zeitungsartikel und Unterlagen diverser Vereine aus dem F*SA Dresden zu sehen in einer Vitrine in der Ausstellung im Stadtarchiv Dresden

30 Jahre Archivierung und Erforschung der Dresdner Frauen*geschichte

Verfasst von
  • Sarah Thomas
Dass Frauen auch Anfang der 1990er-Jahre in der Geschichtsforschung nur am Rande vorkommen, wollen acht Dresdnerinnen ändern. Gemeinsam gründen sie 1995 den Verein zur Erforschung der Dresdner Frauengeschichte (VEDFG) und das Projekt FrauenStadtArchiv Dresden (FSA). Diesem Auftakt der eigenen Sammlungsgeschichte widmet sich ein DDF-Projekt des heutigen F*SA.
Materialien aus dem Nachlass von Monika Jaeckel im Spinnboden

Ein musikalisch bewegtes Leben – der Nachlass von Monika Jaeckel

Verfasst von
  • Rean Katja Lanius
In den 1970er-Jahren prägen zahlreiche Musikprojekte den Klang der westdeutschen Frauenbewegung. Mittendrin Monika Jaeckel – Musikerin, Soziologin, langjährige feministische Aktivistin. In einem DDF-Projekt erschließt der Berliner Spinnboden Lesbenarchiv und -bibliothek ihren privaten und musikalischen Nachlass.
(queer-) feministische Zeitschriften und Zines aus dem Rhein-Main-Gebiet; angeordnet auf einem Tisch, zwei Hände halten eine Zeitschrift

Frankfurter Frauenblatt und Autonomia – (queer-) feministische Zeitschriften und Zines aus dem Rhein-Main-Gebiet von den 1970er-Jahren bis heute

Verfasst von
  • Franca Feil
Das LUQS besitzt eine große Sammlung queerer und feministischer Zeitschriften und Zines, darunter viele regionale Publikationen aus dem Rhein-Main-Gebiet wie das populäre Frankfurter Frauenblatt und die Mathilde. Dieser regionale Teilbestand steht im Mittelpunkt des diesjährigen DDF-Projekts.
Presseausweis

Jubiläum – das Internationale Jahr der Frau 1975

1975 erklärten die Vereinten Nationen das Internationale Jahr der Frau – ein zentrales Ereignis, das weltweit wichtige Impulse für Frauenbewegungen und -politiken setzte, auch in BRD und DDR. Eine Tagung am 13. November in Kassel erinnerte an dieses heute wenig bekannte Jahr – mehr dazu im Interview mit Kerstin Wolff und Julia Paulus, zwei der Organisator*innen.
Stellenangebot

Stellenausschreibung: Referent*in für Finanzen und Personalwesen

Wir suchen für die DDF-Geschäftsstelle in Berlin schnellstmöglich eine*n Referent*in für Finanzen und Personalwesen in Vollzeit, vergütet in Anlehnung an TVöD E 11.
Eine Collage in rot, zwei Personen sitzen beratend oben links umgeben von Blüten. Untern rechts kniet ein nackter Frauenkörper.

Leben von Gewicht – der feministische Kampf gegen Essstörungen

Verfasst von
  • FrauenMediaTurm (FMT)
Den eigenen Körper zu akzeptieren, statt gegen ihn zu leben: Das erscheint nicht erst gegenwärtig vielen Menschen so gut wie unmöglich. Schon Ende der 1970er-Jahre kritisierte die Neue Frauenbewegung Schlankheitsterror und Schönheitswahn aus feministischer Perspektive, wie das aktuelle DDF-Projekt vom FrauenMediaTurm zeigt.
  • Logo IDA Dachverband
  • Gefördert von: Logo Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    • Red Dot Design Award 2019
    • iF Design Award 2019
Startseite
© 2025 Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein interaktives Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland.

Fußbereich

  • Kontakt & Impressum
  • Presse
  • Datenschutzerklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Barrierefreiheit

Folgen Sie uns

  • X
  • Facebook
  • Instagram
  • RSS-Feed