Startseite
  • Suche
  • Leichte Sprache
Hauptnavigation ein-/ausklappen
  • Themen
  • Akteurinnen
  • Blog
  • Angebote
  • Über Uns
Hauptnavigation ein-/ausklappen

Am 11. Mai in die feministischen Archive

veröffentlicht 10. Mai 2022
Am 11. Mai feiert der i.d.a.-Dachverband feministische Erinnerungskultur. Online wie analog können Interessierte Arbeit und Akteur*innen feministischer Archive kennenlernen – beim Tag der offenen Tür, Führungen oder auch dem DDF-Insta-Live-Talk.

Schlagworte

  • Frauenbewegung
  • Frauengeschichte
  • Frauenforschung
  • Erinnerungskultur
Tag der Frauenarchive
Digitales Deutsches Frauenarchiv
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
  • CC BY-SA 4.0

„Ich schreibe mich ins Nichts / es wird mich ewig aufbewahren“, hielt die Lyrikerin Rose Ausländer (1901–1988) in einem ihrer Gedichte fest. An ihrem Geburtstag, dem 11. Mai, wird auch in diesem Jahr wieder der Tag der Frauenarchive begangen und rückt das Aufbewahren von Zeitdokumenten, das Erinnern an feministische Bewegungsgeschichte ins Zentrum – ganz im Sinne Rose Ausländers.

Feministische Archive riefen den Tag Ende der 1980er Jahre ins Leben, später wurde er von i.d.a., dem Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen, institutionalisiert. Bis heute gibt er Anlass, die Arbeit und Bedeutung feministischer Erinnerungseinrichtungen, wie sie sich im i.d.a.-Dachverband oder dem österreichischen Schwesternverband frida seit nunmehr 30 Jahren organisieren, zu würdigen: Sie sind das Gedächtnis feministischer Bewegungen.

Geschichte selbst bewahren

Zu oft wird die historische Leistung von Frauen* von der noch immer männlich dominierten Geschichtsschreibung unterschätzt, wenn nicht sogar aktiv ausgeblendet. Das Sammeln, Bewahren und Informieren zu feministischer Bewegungsgeschichte ist damit auch eine wichtige politische Arbeit und selbst Teil der Bewegung. Für gegenwärtige Bewegungen bleibt die Suche nach Vorbildern, Vordenker*- und -kämpfer*innen wichtig. Und erst die sorgfältige Pflege ihrer Geschichte macht sie für eine vielfältige Forschung, Wissenschaft, Medien- und Bildungsarbeit zugänglich.

Plakat belladonna Frauenarchivetage
Frauen Archiv- und Bibliothekstag / Seite 1
Frauen-Archive und -Bibliotheken / Seite 1
Öffentlichkeitskampagne Frauenarchiv Bozen / Seite 1
Unsere Geschichte müssen wir selbst bewahren! / Seite 1
Frauen lesen über Frauen / Seite 1

Der Tag der Frauenarchive macht diese Aufgabe und Arbeit der Erinnerungseinrichtungen öffentlich und informiert über Inhalte und Materialen feministischer Bewegungen. Viele i.d.a.-Einrichtungen öffnen an diesem Tag online wie analog ihre Türen: Sie zeigen vielfältige Objekte, laden zum Kennenlernen der Einrichtungen und ihrer historischen wie aktuellen Akteur*innen ein und bieten ein breites Angebot vom Erstkontakt bis zum Fachaustausch.

2022 – digital und analog direkt in die Archive

So öffnet zum Beispiel belladonna in Bremen ab 16 Uhr das Archiv und lädt ein zu Führung, Musik und Austausch. Die Sängerin Stefanie Golisch zeigt das musikalische Bühnenstück Der lange Weg der Emanzipation.

Auch die Luise-Otto-Peters-Gesellschaft (LOPG) in Leipzig veranstaltet einen Tag der offenen Tür: Zwischen 11 und 17 Uhr werden ausgewählte Objekte vorgestellt und erstmals Einblick in den Nachlass von Johanna Ludwig, Initiatorin der LOPG, gegeben.

Das Frauenbildungszentrum DENKtRÄUME in Hamburg bietet um 19 Uhr unter dem Motto Raus aus dem Staub! ein Werkstattgespräch und einen ersten Blick in die virtuelle Ausstellung 40 plus eins Jahre 1. Hamburger Frauenwoche. An der Veranstaltung kann sowohl in Präsenz als auch online teilgenommen werden.

Zu 30 Jahren frida lädt der Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich analog und online zur Jubiläumsfeier nach Wien. Neben Workshops und Vorträgen zur geschlechtergerechten Sacherschließung wird die neue VÖB-Publikation vorgestellt.

Und auch das Digitale Deutsche Frauenarchiv lädt zum Kennenlernen der feministischen Erinnerungseinrichtungen ein: Um 13 Uhr startet der Live-Talk auf Instagram und führt dabei direkt in sieben ganz unterschiedliche feministische Archive. Seid gespannt und direkt live dabei! Der Talk wird live über den DDF-Instagram-Kanal gestreamt und ist hier im Anschluss auch nachträglich abzurufen.

Diese Auswahl von Angeboten zum Tag der Frauenarchive am 11. Mai 2022 wird fortwährend aktualisiert.

Stand: 10. Mai 2022
Immer informiert mit dem DDF-Newsletter!
Jetzt abonnieren

Teilen auf

  • Inhalt auf X (Twitter) teilen
  • Inhalt auf Facebook teilen

Verwandte Themen

BücherFrau 2026

Das DDF wird ausgezeichnet

2026 geht die Auszeichnung BücherFrau des Jahres an das Digitale Deutsche Frauenarchiv. Gewürdigt wird unsere Arbeit als digitale Infrastruktur feministischer Erinnerungsarbeit und ihr Beitrag zu Recherche und einer vielfältigen Publikationskultur.
Licht ins Dunkel

Licht ins Dunkel – Fotografie und Frauenbewegungen: Inszenierung, Aktivismus, Überlieferung

Welche Rolle spielt Fotografie in feministischen Bewegungen und welche Bilder bleiben unsichtbar? Ausgehend von Franki Raffles diskutieren Expert*innen beim Roundtable „Licht ins Dunkel: Fotografie und Frauenbewegungen“ über Fotografie als Aktivismus, Selbstrepräsentation und politische Strategie. Die Veranstaltung findet am Montag, 08.06., von 18:30–20:00 Uhr im Museum der Arbeit Hamburg statt und wird via Zoom übertragen.
11. Mai Tag der Frauenarchive Teaserbild

Zum 11. Mai feministische Archive entdecken

Am 11. Mai jährt sich zum 39. Mal der Tag der Frauenarchive: Das haben die i.d.a.-Einrichtungen zum Anlass genommen, in ihre Bestände zu schauen und dabei spannende Objekte gefunden, die bis heute hochaktuell sind. Zahlreiche Aktionen laden zudem dazu ein, feministische Archive vor Ort kennenzulernen.
Sabine Balke Estremadoyro

Sabine Balke Estremadoyro – ihr Wirken bleibt

Sabine Balke Estremadoyro (1960–2026) hat feministische Erinnerungsarbeit über Jahrzehnte geprägt. Als langjährige Leiterin des Berliner Spinnbodens, Mitinitiatorin des META-Katalogs und Geschäftsführerin des Digitalen Deutschen Frauenarchivs schuf sie Strukturen, die feministisches Wissen langfristig zugänglich machen. Im März 2026 ist sie nach schwerer Krankheit verstorben. Der Nachruf versammelt Erinnerungen von Wegbegleiter*innen, Kolleg*innen und Verbündeten.
teaser_anti-akw-bewegung_ffbiz_rechte_vorbehalten.jpg

Als Tschernobyl Mütter politisierte

Verfasst von
Dr. Jessica Bock
Am 26. April jährt sich zum 40. Mal die Katastrophe des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl. Der verheerendste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie verlieh der feministischen Anti-AKW-Bewegung einen neuen Aufschwung, der vor allem Mütter mobilisierte.
Sabine Balke Estremadoyro

Wir trauern um Sabine Balke Estremadoyro

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Geschäftsführerin Sabine Balke Estremadoyro. Sie ist im März nach schwerer Krankheit verstorben.
  • Logo IDA Dachverband
  • Gefördert von: Logo Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    • Red Dot Design Award 2019
    • iF Design Award 2019
Startseite
© 2026 Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein interaktives Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland.
  • Kontakt & Impressum
  • Presse
  • Datenschutzerklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Barrierefreiheit

Folgen Sie uns

  • X
  • Facebook
  • Instagram
  • RSS-Feed