Schulungsbrief für die Volkspflegerinnen im öffentlichen Dienst 1943
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Mitläuferinnen, Nutznießerinnen und Täterinnen – die Beteiligung von Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus

verfasst von: Prof. Dr. Sabine Toppe
veröffentlicht 21. November 2022
Viele Fürsorgerinnen wurden im Nationalsozialismus ausgegrenzt, vertrieben, ermordet, andere waren Mitläuferinnen, Nutznießerinnen des Systems, Akteurinnen, Täterinnen. Sie haben die Aussonderung und Vernichtung von Menschen verantwortet und in leitenden Positionen, wie als Ausbilderinnen, mit organisiert.

Der Beruf der Fürsorgerin

Der Beruf der Fürsorgerin oder Sozialarbeiterin ist ein relativ junger, von der bürgerlichen Frauenbewegung geprägter Frauenberuf. Den Beginn der Ausbildung einer auf wissenschaftlicher Basis fundierten Sozialen Arbeit für Frauen markierten die 1893 in Berlin gegründeten Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit1 mit Vorträgen und Jahreskursen, denen die Sozialen Frauenschulen folgten. 1908 entstand die erste interkonfessionelle Soziale Frauenschule in Berlin unter der Leitung von Alice Salomon. Hier ging es um die Aneignung von Wissen wie auch um die Einübung von Einstellung und Haltung: „Es gilt, Schülerinnen auf eine Arbeit vorzubereiten, die nicht nur die Leistung, sondern auch die Gesinnung schätzt; für die der Zustand der Seele nichts Gleichgültiges, oder Nebensächliches ist. Sie darf deshalb nicht nur die Methoden der Pädagogik, die Technik sozialer Arbeit lehren; sie soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern eine Pflanzstätte sozialer Gesinnung werden.“2 Die Ziele der Sozialen Frauenschule in Berlin – nachfolgend wurden weitere Soziale Frauenschulen unter anderem in Hamburg und München gegründet3 – standen in einem krassen Widerspruch zur NS-Ideologie.

Schülerinnen vor der Sozialen Frauenschule in Berlin-Schöneberg
Alice Salomon als Lehrerin an der Sozialen Frauenschule in Berlin-Schöneberg um 1915

Von der Fürsorgerin zur NS-Volkspflegerin

Die Soziale Arbeit war vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein duales System mit einer öffentlichen, kommunal wie gesetzlich geregelten und einer freien, privaten Wohlfahrtspflege. Der Nationalsozialismus brachte wohlfahrtsstaatlichen Abbau, drastische Kürzungen sozialer Leistungen, Wegfall individueller Rechtsansprüche und Abbau demokratischer Partizipationsmöglichkeiten. Eugenisches und rassenhygienisches Denken verfestigte sich in allen Gruppierungen der Gesellschaft und prägte die nationalsozialistische Politik des Staates. Für deren Umsetzung waren Fürsorgerinnen – die dann NS-Volkspflegerinnen hießen – in den Sozial- und Gesundheitsinstitutionen unverzichtbar, um „die rassenpolitischen Klassifikationsschemata und Steuerungsimperative mit dem diffusen (und daher generell ausdeutungsbedürftigen) Alltagsleben in seinen je spezifischen individuellen Ausprägungen zu vermitteln. Wer, wenn nicht der fürsorgerische Außendienst, war in der Lage (und autorisiert), die für die Umsetzung der rassistischen Gesundheits- und Bevölkerungspolitik erforderlichen Informationen zu generieren bzw. zu beschaffen?“4

Schülerin der Sozialen Frauenschule Berlin beim Praktikum in der Wohlfahrtsstelle des Landesjugendamtes im Polizeipräsidium Berlin

In den letzten Jahren der Weimarer Republik hatte sich in der kommunalen Sozialverwaltung die Familienfürsorge als einheitliche Bezirksfürsorge etabliert und war zum Hauptarbeitsfeld der Fürsorgerin im Außendienst geworden. Fürsorgerinnen wurden zu Ermittlerinnen familiärer, wirtschaftlicher, erzieherischer und gesundheitlicher Notstände und zur Vermittlerin sozialstaatlicher Versorgungsleistungen. Nach 1933 setzten viele von ihnen die Politik der nationalsozialistischen Ausgrenzung in bürokratisches Handeln um und wandten diese gegenüber ihrer Klientel an. Fürsorgerinnen garantierten so auf unterster Verwaltungsebene ein reibungsloses Funktionieren der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie.

Außer den Frauen, die in untergeordneten Positionen tätig waren, gab es einige, die die nationalsozialistische Sozial- und Gesundheitspolitik konzeptionell mitgestalteten, in Ausbildung wie in Berufspraxis. So hat die Hamburger Senatsrätin Dr. Käthe Petersen als Leiterin des Pflegeamtes und der Gefährdetenfürsorge die Prostituierten in Hamburg gezielt juristisch verfolgt.5 Die Zentrumspolitikerin und Fürsorgerin Helene Wessel, die an der von Alice Salomon gegründeten Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit studierte, setzte sich in der NS- und Nachkriegszeit für die zeitlich unbegrenzte Verwahrung von ,asozialen’ Frauen ein.

Überzeugungen und Kompromissbereitschaft in der bürgerlichen Frauenbewegung

Viele Fürsorgerinnen, die ihren Beruf im Nationalsozialismus ausübten, hatten ihre Ausbildung noch in der Weimarer Republik erhalten. Sie kamen aus der Frauen- oder Jugendbewegung und verfolgten in ihrer Berufstätigkeit Ziele, die sie dort kennengelernt und sich zu eigen gemacht hatten: Eintreten für die Gleichberechtigung von Frauen und Engagement für sozial Benachteiligte. Viele von ihnen hatten unter der Leitung führender Vertreterinnen der deutschen bürgerlichen Frauenbewegung wie Alice Salomon, Marie Baum, Gertrud Bäumer oder Margarete Treuge studiert.

Gertrud Bäumer (1873-1954), Gründerin der Sozialen Frauenschule in Hamburg
Margarete Treuge neben Lilli Dröscher vor der Sozialen Frauenschule in Berlin

Die an den Sozialen Frauenschulen vermittelten humanistischen Ausbildungsziele für die Soziale Arbeit standen im offensichtlichen Widerspruch zu der politisch gesellschaftlichen Funktion, die die Fürsorgerinnen in ihrer späteren Berufstätigkeit zu erfüllen hatten, ein Widerspruch, der – wie das folgende Zitat zeigt – gelinde gesagt nicht immer kritisch reflektiert wurde. 1929 formulierte Gertrud Bäumer: „Wir haben nicht das geringste Interesse daran, eine Volksvermehrung zu begünstigen, wie sie sich aus reiner Triebhaftigkeit in Familien ohne Erbwert und ohne Erziehungskraft vollzieht, wir haben aber alles Interesse an der richtigen qualitativen Steigerung.“6 1933 schrieb sie, „für das uns gestellte Problem ist es im letzten Grunde völlig gleichgültig, wie der Staat beschaffen ist, in dem heute die Frage der Einbeziehung der Frauen besteht: ob es ein parlamentarischer, ein demokratischer, ein faschistischer Staat ist“7 .

Alice Salomon, die 1933 alle öffentlichen Ämter in Deutschland verlor, beschrieb rückblickend die Vorgänge an den Sozialen Frauenschulen: „Trotz des Elends und Verderbens, das über die Juden und Halbjuden gekommen ist, habe ich sie immer in einem Punkt für glücklich gehalten. Sie mussten nicht die erbärmliche Entscheidung treffen, ob sie Nazilehren akzeptieren oder nicht. Die anderen mussten diese Entscheidung treffen. Die Alternativen lauteten: ‚Meine Stellung, mein Einkommen, meine Familie und ihre Sicherheit, mein Eid auf Adolf Hitler – oder tägliches Risiko und Gefahr für die Familie und für mich.‘ Das war alles andere als leicht.“8 Glücklich meint hier, in zynischer Perspektive, nicht mehr unter NS-Bedingungen tätig sein zu müssen.

Von der Wohlfahrtsschule zur Volkspflegeschule: Die Soziale Frauenschule in Berlin-Schöneberg

Die Soziale Frauenschule in Schöneberg mussten 1933 die Leiterin Dr. Alice Salomon und weitere Dozentinnen und Dozenten, wenn sie jüdischer Herkunft waren, sozialdemokratische, kommunistische oder weitere kritische Überzeugungen vertraten, verlassen, ebenso verschwanden jüdische Schülerinnen und Verwaltungskräfte, Lehrinhalte wurden verändert.

„Ich war von 1933 bis 1935 Schülerin der Alice-Salomon-Schule und wir haben eine furchtbar schwere Zeit gehabt, das heißt das erste Jahr war glücklich. Die Alice-Salomon-Schule hatte selbstverständlich viele jüdische Dozenten […] und der Unterricht war spannend. […] Den nächsten Tag saßen wir vor anderen Dozenten. Das war für uns Schülerinnen schrecklich, und abgesehen von dem sehr schweren Wechsel […] haben wir ja auch mit einmal andere Gesetze lernen müssen.“9

Neue nebenamtliche Dozenten wurden eingestellt, und im April/Mai 1933 traten die Schülerinnen der in „staatlich anerkannte Schule für Volkspflege“ umbenannten Sozialen Frauenschule dem NS-Studentenbund bei. Ab dem Sommersemester 1934 wurde das Fach ‚Adolf Hitler und die Geschichte der N.S.D.A.P.‘ eingeführt, und der offizielle Name der Schule lautete: Soziale Frauenschule des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, staatlich anerkannte Schule für Volkspflege. „Die grundlegende Aufgabe der nationalsozialistischen Frauenschulen für Volkspflege ist daher, die Schülerinnen fest zu verwurzeln im Nationalsozialismus und sie aus nationalsozialistischer Geisteshaltung zu einheitlicher und eindeutiger Lösung der volkspflegerischen Aufgaben zu führen.“10 Ab dem Wintersemester 1934/35 wurde der Nachweis der ‚arischen Abstammung‘ für die Aufnahme an den Volkspflegeschulen obligatorisch.

Das Beispiel Charlotte Dietrich

Charlotte Dietrich war eine Wegbereiterin der Sozialen Frauenschulen, Vertreterin der nationalen Frauenbewegung und umstrittene Pionierin der Sozialen Arbeit, nicht zuletzt wegen ihrer nicht widerständigen, sondern kooperierenden sozialen und akademischen Praxis im Nationalsozialismus. Im Jahre 1925 berief Alice Salomon Charlotte Dietrich als zweite Leiterin an die Soziale Frauenschule in Berlin-Schöneberg, der sie beide bis 1927 vorstanden. Von 1927 bis Juni 1945 leitete Charlotte Dietrich nach dem gesundheitlich bedingten Rückzugs Alice Salomons die Soziale Frauenschule allein.

Charlotte Dietrich und Alice Salomon auf einer Studienfahrt am Rhein

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bot Charlotte Dietrich ihren Rücktritt von der Leitung der Sozialen Frauenschule in Berlin-Schöneberg an, der aber nicht angenommen wurde. Im November 1935 erklärte sie den Austritt der Sozialen Frauenschule Berlin aus dem 1929 unter maßgeblicher Beteiligung Alice Salomons gegründeten Internationalen Komitee sozialer Schulen, dessen Vorsitzende sie trotz zahlreicher Verdrängungsversuche blieb. Im Mai 1937 trat Charlotte Dietrich der NSDAP bei. „Ich habe mich 1937 nach schweren inneren Kämpfen entschlossen, der NSDAP beizutreten, da die Schule als einzige interkonfessionelle Soziale Frauenschule in Berlin ständig bedroht wurde durch die Bestrebungen der Reichsleitung der NSV, sie in die Hand zu bekommen.“11  

Charlotte Dietrich führte die Soziale Frauenschule im Sinne der NS-Ideologie weiter, sie „hat die nationalsozialistische Machtergreifung als einen ‚Neubeginn‘, eine Restauration der Anfänge, unterstützt. Dabei hat sie mit dem neuen NS-Vorsitzenden des Vereins, Eduard Spiewok, zusammengearbeitet. Dieser hat ihr […] die kommissarische Oberleitung des PFH Haus I (Pestalozzi-Fröbel-Haus) übertragen und im Februar 1935 persönlich gedankt ‚für die im Interesse des Vereins im letzten Jahr geleistete Arbeit‘“12 . Die Unterrichtsinhalte für Wohlfahrtspflegerinnen änderten sich, Charlotte Dietrich sprach sich für die Kürzung des Rechtsunterrichts, die stärkere Betonung der praktischen Ausbildung und der Familienfürsorge beziehungsweise der Vorsorge überhaupt aus und schlug vor, „die bisher unter ,Psychologie‘ und ,Pädagogik‘ fallenden Gebiete […] unter den Begriffen ‚Menschenkunde‘ und ‚Menschenführung‘ zusammenzufassen, um damit stärker zum Ausdruck zu bringen, daß […] der Versuch gemacht wird, von soziologischer Seite her die Ganzheit der Menschen zu erfassen“.13  

Stundenübersicht zweijähriger Lehrgang für Volkspflegerinnen von 1939
Charlotte Dietrich: Schulungsbrief für die Volkspflegerinnen im öffentlichen Dienst 1943

1943 hielt sie vor Sozialarbeiterinnen des öffentlichen Dienstes einen Vortrag, der wegen seines programmatischen Charakters als „Schulungsbrief für Volkspflegerinnen“14 veröffentlicht wurde. Charlotte Dietrich setzte sich hier für die neue Berufsbezeichnung ‚Volkspflegerin‘ statt Fürsorgerin, Wohlfahrtspflegerin oder Sozialbeamtin ein: „Als nach dem Umbruch der Begriff Fürsorgerin […] ersetzt wurde durch den Begriff Volkspflegerin, da war das nicht nur ein Wechsel des Namens, sondern ein Akt programmatischer Bedeutung […]. Fürsorge setzt voraus, daß 1. ein Grund zum Sorgen, also eine Notlage vorhanden ist, 2. daß die Hilfsmaßnahmen von einem anderen ausgehen und nicht von den ihr Bedürfenden selbst. Volkspflege betont dagegen, daß auch der gesunde Volkskörper Ausgangspunkt von Maßnahmen sein kann. Der Begriff ‚Volkspflege‘ betont die Überordnung der Gemeinschaft über den Einzelnen. Nicht Glück und Wohlbefinden des Einzelnen sind Ziel der Maßnahmen, sondern Stärke und Kraft des ganzen Volkes, der Gemeinschaft.“15  

Nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur musste Charlotte Dietrich als politisch belastet im Juni 1945 die Leitung der Sozialen Frauenschule abgeben.

Fürsorgerinnen/NS-Volkspflegerinnen im Nationalsozialismus – eine thematische Herausforderung bis heute

Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus – die insbesondere in Leitungspositionen der NSDAP beitraten – hatten eine große Relevanz für die Umsetzung und Durchsetzung sozialrassistischer Kategorien innerhalb des Wohlfahrtssystems im Nationalsozialismus. Sie entließen jüdische und sogenannte ‚politisch unzuverlässige‘ Kolleginnen und integrierten nationalsozialistische Inhalte in Ausbildungsgänge. Zahlreiche Fachveröffentlichungen, Aussagen, Gutachten und Akten belegen, dass sich Fürsorgerinnen sehr bewusst darüber waren, was sie taten bzw. welche Folgen für die Klientel daraus erwachsen konnten.

Vielfach wurden ihre Beiträge nach 1945 vertuscht und bagatellisiert, doch an ihrer Tätigkeit wird deutlich, dass Überwachung und Aussonderung keine ‚Ausrutscher‘ waren, sondern fester Bestandteil der beruflichen Tätigkeit dieser Frauen. „Die Funktion der Fürsorgerinnen im Faschismus gewann ihre neue Qualität nicht so sehr dadurch, daß sich etwa ihre täglichen Handlungsvollzüge radikal geändert hätten, sondern durch den politischen und ökonomischen Zusammenhang, in den sie gestellt wurden. Ihnen kam es zu, die hilfebedürftigen Personen einzuteilen in jene, die für die Volksgemeinschaft ‚wertvoll‘ waren, und jene, die aus unterschiedlichen Gründen als ‚minderwertig‘ einzustufen und in ihrem Lebensraum und ihrer Selbstbestimmung einzuschränken waren.“16 Zu problematisieren ist auch heute noch das Spannungsfeld von einem diffusen unpolitischen Selbstverständnis und „der Indienstnahme von Fürsorgerinnen durch das nationalsozialistische Fürsorgesystem“17 .

 

Stand: 21. November 2022
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Verfasst von
Prof. Dr. Sabine Toppe

Sozialpädagogin/Erziehungswissenschaftlerin, Promotion zum obrigkeitsstaatlichen Mutterschaftsdiskurs im 18. Jahrhundert, Professorin für Geschichte der Sozialen Arbeit an der ASH Berlin. Forschungsschwerpunkte: Frauenbewegung und Soziale Arbeit, Geschichte von Familie und Kindheit, Historische Geschlechterdiskurse.

Empfohlene Zitierweise
Prof. Dr. Sabine Toppe (2022): Mitläuferinnen, Nutznießerinnen und Täterinnen – die Beteiligung von Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/mitlaeuferinnen-nutzniesserinnen-und-taeterinnen
Zuletzt besucht am: 26.11.2022
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Prof. Dr. Sabine Toppe
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
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Fußnoten

  • 1Salomon, Alice: Zwanzig Jahre Soziale Hilfsarbeit. Anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der ‚Mädchen und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit‘ in Berlin, Karlsruhe 1913.
  • 2Salomon, Alice: Zur Eröffnung der sozialen Frauenschule, in: Die Frau, 16. Jg., Nov. 1908, H. 2, S. 103‒107, hier S. 107.
  • 3Reinicke, Peter: Die Ausbildungsstätten der sozialen Arbeit in Deutschland 1899–1945, Freiburg 2012, S. 23 ff.
  • 4Schnurr, Stefan: Sozialpädagogen im Nationalsozialismus, Weinheim/München 1997, S. 39.
  • 5Rothmaier, Christiane: Die Sozialpolitikerin Käthe Petersen zwischen Auslese und Ausmerze, in: Ebbinghaus, Angelika (Hg.): Opfer und Täterinnen. Frauenbiografien des Nationalsozialismus, Nörtlingen 1987, S. 75‒90.
  • 6Bäumer, Gertrud: Grundsätzliches und Tatsächliches zur Bevölkerungsfrage, in: Die Frau, 37. Jg., 1929, H. 8, S. 457.
  • 7Bäumer, Gertrud: Lage und Aufgabe der Frauenbewegung in der deutschen Umwälzung, in: Die Frau, 41. Jg., 1933, H. 7, S. 385.
  • 8Zit. nach: Mitrovic, Emilija: Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus: Hilfe zur Aussonderung, in: Ebbinghaus, Angelika (Hg.): Opfer und Täterinnen. Frauenbiographien des Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 1996, S. 25‒58, hier S. 53.
  • 9Haag, Lilo: Berufsbiographische Erinnerungen von Fürsorgerinnen an die Zeit des Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 2000, S. 44.
  • 10Übergangsbestimmungen für die Gestaltung des Unterrichts (1934).
  • 11Dietrich, Charlotte: Lebenslauf vom 20.02.1947, Archiv des Evangelischen Diakonievereins Berlin.
  • 12Feustel, Adriane: Die Soziale Frauenschule (1908-1945), in: Feustel, Adriane / Koch, Gerd (Hg.): 100 Jahre Soziales Lehren und Lernen. Von der Sozialen Frauenschule zur Alice Salomon Hochschule Berlin, Berlin 2008, S. 29‒103, hier S. 85.
  • 13Protokoll der Konferenz der Sozialen Frauenschulen vom 02.10.1933, S. 2.
  • 14Dietrich, Charlotte: Die Volkspflegerin als Volkserzieherin. Schulungsbrief für die Volkspflegerinnen im öffentlichen Dienst, Berlin 1943.
  • 15Dies.: Schulungsbrief, S. 1 f.
  • 16Mitrovic, Emilija: Mütterlichkeit und Repression - Zur Funktion der Fürsorge im Faschismus, in: Cogoy, Renate / Kluge, Irene / Meckler, Brigitte (Hg.): Erinnerung einer Profession. Erziehungsberatung, Jugendhilfe und Nationalsozialismus, Münster 1989, S. 144‒151, hier S. 145.
  • 17Lehnert, Esther: Die Beteiligung von Fürsorgerinnen an der Bildung und Umsetzung der Kategorie „minderwertig“ im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 2003, S. 10.
Ausgewählte Publikationen
Bäumer, Gertrud: Grundsätzliches und Tatsächliches zur Bevölkerungsfrage, in: Die Frau, 37. Jg., 1929, H. 8, S. 457.
Bäumer, Gertrud: Lage und Aufgabe der Frauenbewegung in der deutschen Umwälzung, in: Die Frau, 41. Jg., 1933, H. 7, S. 385.
Dietrich, Charlotte: Die Volkspflegerin als Volkserzieherin. Schulungsbrief für die Volkspflegerinnen im öffentlichen Dienst, Berlin 1943.
Feustel, Adriane: Die Soziale Frauenschule (1908-1945), in: Feustel, Adriane / Koch, Gerd (Hg.): 100 Jahre Soziales Lehren und Lernen. Von der Sozialen Frauenschule zur Alice Salomon Hochschule Berlin, Berlin 2008, S. 29‒103.
Feustel, Adriane: Vernichtung des Sozialen. Verfolgung, Vertreibung, Flucht und Emigration im Feld der Sozialen Arbeit, in: Amthor, Ralph-Christian (Hg.): Soziale Arbeit im Widerstand! Fragen, Erkenntnisse und Reflexionen zum Nationalsozialismus, Weinheim und Basel 2017, S. 75‒94.
Haag, Lilo: Berufsbiographische Erinnerungen von Fürsorgerinnen an die Zeit des Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 2000.
Kompisch, Kathrin: Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus. Köln/ Weimar/ Wien 2008.
Mitrovic, Emilija: Mütterlichkeit und Repression - Zur Funktion der Fürsorge im Faschismus, in: Cogoy, Renate/ Kluge, Irene/ Meckler, Brigitte (Hg.): Erinnerung einer Profession. Erziehungsberatung, Jugendhilfe und Nationalsozialismus, Münster 1989, S. 144‒151.
Lehnert, Esther: Die Beteiligung von Fürsorgerinnen an der Bildung und Umsetzung der Kategorie „minderwertig“ im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 2003.
Mitrovic, Emilija: Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus: Hilfe zur Aussonderung. In: Ebbinghaus, Angelika (Hg.): Opfer und Täterinnen. Frauenbiographien des Nationalsozialismus, Frankfurt a.M 1996, S. 25‒58.
Reinicke, Peter: Die Ausbildungsstätten der sozialen Arbeit in Deutschland 1899–1945, Freiburg 2012.
Rothmaier, Christiane: Die Sozialpolitikerin Käthe Petersen zwischen Auslese und Ausmerze, in: Ebbinghaus, Angelika (Hg.): Opfer und Täterinnen. Frauenbiografien des Nationalsozialismus, Nörtlingen 1987, S. 75‒90.
Salomon, Alice: Zur Eröffnung der sozialen Frauenschule, in: Die Frau, 16. Jg., Nov. 1908, H. 2, S. 103‒107.
Salomon, Alice: Die deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit im Gesamtaufbau der deutschen Berufs- und Hochschulbildung, in: Deutsche Lehrerinnenzeitung. Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins, 46. Jg., 20. Mai 1929, H. 15, S. 177‒181.
Salomon, Alice: Fünfundzwanzig Jahre Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, in: Blätter für Soziale Arbeit, 10. Jg., Nov./Dez. 1918, H. 11/12, S. 41‒44.
Salomon, Alice: Zwanzig Jahre Soziale Hilfsarbeit. Anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der „Mädchen und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“ in Berlin im Auftrage des Vorstands verfaßt, Karlsruhe 1913.
Schnurr, Stefan: Sozialpädagogen im Nationalsozialismus, Weinheim/ München 1997.

Wagner, Leonie: Soziale Arbeit im Kontext der bürgerlichen Frauenbewegung, in: Graßhoff, Gunther et al. (Hg.): Soziale Arbeit. Eine elementare Einführung, Wiesbaden 2018, S. 259‒272.