Startseite
  • Suche
  • Leichte Sprache
Hauptnavigation ein-/ausklappen
  • Themen
  • Akteurinnen
  • Blog
  • Angebote
  • Über Uns
Hauptnavigation ein-/ausklappen
Teaserbild Frauengenerationen 1940-60
Quelle: Genderbibliothek am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin

Frauen im Sozialismus: Generation 1940–1960

verfasst von
  • Dr. Heike Schimkat
veröffentlicht 26. Februar 2020
Für die Zeitzeuginnen der jüngsten Generation im OWEN-Projekt Frauengedächtnis wurde der Umbruch 1989/90 immer stärker zum lebensgeschichtlichen Reflexionspunkt, um über ihre Erfahrungen im Sozialismus zu berichten. Was ihnen aus der DDR selbstverständlich war, versuchten sie, in das andere System einzubringen.
Fußnoten Ausgewählte Publikationen Verwandte Themen

Themen

  • Politik, Recht & Gesellschaft
  • Arbeit & Ökonomie

Die Interviews mit Frauen der Generation 1940 bis 1960 vermitteln ein komplexes Spektrum von Lebenserfahrungen seit dem Umbruch 1989/90. Die meisten der 43 Interviews dieser Generation wurden zwischen 2000 bis 2002 geführt. Als Frauen in der DDR wuchsen sie mit einer Gleichberechtigungspolitik auf, die ihnen, obwohl „janusköpfig“1Nickel, Hildegard Maria / Kopplin, Martin: Ostfrauen-Mythos und Wirklichkeit. Wissenschaftliche Kommentierung der Daten des ALLBUS im Rahmen des Projekts &bdquo;Ostfrauen&ldquo; des Rundfunk Berlin-Brandenburg und des Mitteldeutschen Rundfunks mit Hoferichter &amp; Jacobs Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH, Berlin 2019, S. 5, Zugriff am 26.2.2020&nbsp;unter<br> <a href="https://www.rbb-online.de/doku/o-r/ostfrauen/pdf2.file.html" target="_blank" title="PDF-Dokument in einem neuen Tab anzeigen">https://www.rbb-online.de/doku/o-r/ostfrauen/pdf2.file.html</a&gt;., ihre finanzielle Selbstständigkeit und rechtliche Unabhängigkeit ermöglichte. Das Besondere dieser Generation ist, dass sie ein Leben in zwei gegensätzlichen Systemen2Vgl. H&auml;ndler, Ellen / Mitsching-Viertel, Uta: Unerh&ouml;rte Ostfrauen: Lebensspuren in zwei Systemen, Stuttgart 2019. kennengelernt hat. Die Frauen waren 30 bis 50 Jahre alt, als sie beruflich oftmals neu durchstarteten, hatten Kinder, die noch zu DDR-Zeiten geboren worden waren und zur Schule gingen, und weitere, die im vereinten Deutschland geboren wurden. Arbeitslosigkeit, Beschäftigung in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), häufig wechselnde Stellen, manchmal unterqualifiziert und in neuen Bereichen oder selbstständig, Fort- und Weiterbildungen gehörten zu ihren Berufserfahrungen. Insofern sie Leitungspositionen inne hatten, waren sie aktiv in Abwicklung, Umstrukturierung und Neugestaltung von Betrieben in Land und Stadt, in Wissenschaft, Bildung, Verwaltung, Zeitungs-, Film- und Fernsehbranche involviert. Einige erlebten den Prozess stärker als davon Betroffene, andere als diesen Gestaltende.

Berufslenkung und Berufserfahrung in der DDR

Zu Beginn der Interviews schilderten viele der Biografinnen ihre Schul- und Studienzeit, ihren Berufswunsch und die Berufslenkung im staatlich geplanten Bildungssystem. Es wurde vom Schulalltag, auch von Appellen, berichtet, vom Verhalten der Lehrkräfte und der Eltern. Die familiäre Herkunft und Unterstützung spielte bei manchen für den Berufswunsch eine Rolle. Einige lernten in kirchlichen Ausbildungsstätten. Oft wurde thematisiert, inwieweit ein Studium möglich war oder nicht, abhängig davon, ob sie ein Arbeiter- und Bauernkind war. Diejenigen, die studierten, erinnerten sich an Freundschaften aus der Studienzeit, an die Wohnverhältnisse im Studentenwohnheim oder an das Auslandsstudium.
Viele reflektierten, wie sie durch die Berufslenkung zwar nicht den gewünschten Beruf ergreifen konnten, aber rückblickend den stattdessen ausgeübten Beruf für ihre Persönlichkeit doch als passend empfanden. Eine Biografin belegte einen logopädischen Studiengang statt Germanistik, eine andere wurde statt Lehrerin Futterökonomin in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG), eine Dritte folgte dem Rat ihrer Lehrerin, nicht Kinderkrankenschwester zu werden, sondern nach dem Abitur zu studieren. Kritik an den Wahlmöglichkeiten und den engen Grenzen des Ausbildungssystems3Vgl. Nickel, Hildegard M.: "Mitgestalterinnen des Sozialismus" - Frauenarbeit in der DDR, in: Helwig, Gisela / Nickel, Hildegard Maria (Hg.): Frauen in Deutschland 1945-1992, Bonn 1993, S. 239. wurde seltener formuliert, und wenn, dann bezog sie sich zum Beispiel auf die Studienberatung auf dem Land: Männer wurden dort als Offiziere geworben und Frauen kaum beraten. Die Biografinnen waren tätig im Handel oder im Krankenhaus, in der Schule oder mit und ohne Diplom in der Landwirtschaft. Sie arbeiteten als Künstlerinnen, Theologin, Chemikerin sowie im Männerberuf als Schlosserin in einer Brikettfabrik als ‚Frau in der Kohle‘. Einige stiegen in leitende Positionen auf als Kantinen- und Verkaufsstellenleiterin, Direktorin der Clubgaststätte, Sportfunktionärin, Schulleiterin, Bürgermeisterin. Wenn sie als junge Frauen in Führungspositionen gelangten, hatten sie einen schweren Stand auch gegenüber älteren Frauen, die sie auflaufen ließen; manche setzten sich in männerdominierten Bereichen durch, wie in der Armee. Andere Frauen berichteten von Chefs, die sie unterstützten oder mit denen sie sich arrangierten.
Dass die Berufswahl „in eine nach Geschlecht polarisierte Berufs-, Wirtschafts- und Einkommensstruktur“4Vgl. Nickel: Mitgestalterinnen, S. 236. mündete, sodass, trotz des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“5Nickel / Kopplin: Ostfrauen, S. 5; Nickel: Mitgestalterinnen, S. 243., das Einkommen der Frauen geringer war, wurde kaum thematisiert. Inwieweit die Interviews weitere Einblicke in Geschlechterungleichheit geben können, bleibt zu erforschen, ebenso die Frage, wie viel gelebte Autonomie und Selbstbestimmung aus alternativen Lebensentwürfen einiger Biografinnen spricht. Denn einige waren in künstlerischen Bereichen tätig und haben, zum Beispiel als Schauspielerin, die „Bilder von Geschlechterverhältnissen […] mit-gemacht“.6Ulrich, Renate: Mein Kapital bin ich selber. Gespr&auml;che mit Theaterfrauen in Berlin-O 1990/1991, Berlin 1991, S. 79. 

Qualifizierte Berufstätigkeit und Familie

Die sozialpolitischen Maßnahmen von 1972 bis 1989 förderten weiter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.7Mocker, Elke / R&uuml;ther, Beate / Sauer, Birgit: Frauen- und Familienpolitik: Wie frauenfreundlich war die DDR?, in: Deutschland Archiv, 23. Jg., 1990, H. 11, S. 1700&#8210;1705. Viele berufstätige Frauen engagierten sich außerdem gesellschaftlich, beispielsweise im Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD), in Elternvertretungen sowie in Arbeitertheatern, im Kabarett und im Chor. Neben Erinnerungen an die Vereinbarkeit von diversen Aufgaben des Alltags reflektierten einige Frauen auch darüber, wie sie das alles geschafft hatten. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hatten es ihnen ermöglicht. Dazu erzählte eine Gewerkschaftsfunktionärin, dass sie als berufstätige Frau alles gepackt habe, weil das Kinderkriegen in der DDR vom Staat unterstützt wurde. Zu nennen ist hier eine eigene Wohnung als elementare Voraussetzung für das Familienleben8Gysi, Jutta et.al: Zukunft von Ehe und Familie, Berlin 1990, S. 18., wobei zunächst Verheiratete bevorzugt wurden. Mit den neuen sozialpolitischen Leistungen ab 1986 nahmen auch nichteheliche Lebensgemeinschaften zu9Ebenda, S. 13..

Staatliche Maßnahmen zur Förderung der Frau und der Familie / Seite 4
Medienbetrachter öffnen
Weitere Informationen
Staatliche Maßnahmen zur Förderung der Frau und der Familie

Eine Biografin wohnte mit adoptiertem Kind und ihrer Lebensgefährtin zusammen. Erstaunlicherweise waren in der Lebensplanung vieler junger Frauen Ehe und Familie nicht primär. Viele entschieden sich während Ausbildung und Studium, eine Familie zu gründen, einzelne heirateten auch ausländische Partner, was Probleme mit staatlichen Strukturen nach sich zog.
Die meisten Frauen bekamen ihr erstes Kind noch vor ihrem 25. Lebensjahr. Die Berufsausbildung, das Einsteigen in den Arbeitsprozess, Haushalts- und Familiengründung geschahen nicht nacheinander, sondern wurden gleichzeitig gelebt.10Gysi, Jutta: Frauen in Partnerschaft und Familie. Sozialistisches Leitbild oder patriarchales Relikt?, in: Schwarz, Gislinde / Zenner, Christine (Hg.): Wir wollen mehr als ein "Vaterland", Reinbek bei Hamburg 1990, S. 99. Die jungen Frauen leisteten trotz ganztägiger Berufsarbeit viel Hausarbeit11Gysi et.al: Zukunft, S. 22; Nickel / Kopplin: Ostfrauen, S. 4., einige beschrieben lange Arbeitstage, an die sich der Familienalltag mit Kindern, Einkauf und Hausarbeit anschloss. ‚Ich schmiss den Haushalt‘, schilderte eine Biografin, die, wie manch qualifizierte Frau, verantwortlich für das tagtägliche Funktionieren des Familienlebens und die zeitaufwendigen Routinen blieb.12Gysi et.al: Zukunft, S. 21; Nickel: Mitgestalterinnen, S. 245 f. Erst im Konfliktfall wurden Vereinbarkeitsprobleme als Mangel an familiärer Gleichberechtigung empfunden13Gysi: Frauen in Partnerschaft und Familie, S. 95., was häufig zu Scheidungen14Gysi et al: Zukunft, S. 10. führte.
Es gab Partner, die ihre berufstätige Frau bei Dienstreisen und der Kinderbetreuung unterstützten, Väter, die ihre Kinder in die Betreuungseinrichtung brachten und sie von dort abholten, die Hausaufgaben mit ihnen machten, es gab aber auch abwesende Familienväter oder solche, die schlicht die Auffassung vertraten, ein krankes Kind zu betreuen, sei Frauensache. Die Interviews zeigen ein breites Spektrum an Modellen familiärer Arbeitsteilung, die von traditionell bis partnerschaftlich gelebt wurden.

Geschlechterverhältnisse und Generationenbeziehungen

Der Wandel von Geschlechterverhältnissen zeigt sich unter anderem in den Generationenbeziehungen. Die Biografinnen erlebten, dass ihre berufstätigen Mütter sich qualifizierten, eine politische Vorbildfunktion einnahmen oder dass die geschiedene Mutter mit ihren Kindern allein gut zurechtkam. Die Mutter-Tochter-Interviews verdeutlichen, dass unterschiedliche Frauengenerationen durch staatliche Frauenpolitik andere Voraussetzungen für Ausbildung, berufliche Qualifizierung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gleichberechtigte Partnerschaften hatten. Auch die Möglichkeit, gleichgeschlechtliche Beziehungen in Familie und Gesellschaft zu leben, änderte sich von Generation zu Generation. Einzelne berichteten vom Coming-out von Familienangehörigen oder ihrem eigenen.
Manche erinnerten sich an den Mauerbau am 13. August 1961, die LPG-Gründung (1960er-) oder den Prager Frühling 1968. Sie schilderten, wie in Familien darüber diskutiert wurde und wie das soziale Umfeld reagierte: ‚Da sind viele Panzer hier durchgefahren.‘ Oder ein Nachbar, der an der Tür klingelte, sagte: ‚Endlich rücken sie ein.‘ Gemeinsam war vor allem den Älteren die Angst vor einem neuen Krieg, auch abhängig davon, was ihre Familien 1933 bis 1945 erlebt hatten. Sie wertschätzten es, im Frieden aufgewachsen zu sein. Perestroika, Solidarność, das Sputnik-Verbot, die Ausbürgerung Wolf Biermanns – all dies erlebten sie als Erwachsene. Einige fühlten sich solidarisch mit ihren in den 1980er-Jahren ausgereisten Kindern, aber ebenso verantwortlich für Demokratie im Umbruch.

Sozialismus im biografischen Gepäck

Ihre biografische Erzählung teilte sich in ein ‚Davor‘ und ein ‚Danach‘. Viele ihrer Geschichten bezogen ihr Spannungsmoment aus dem Systemvergleich. So hieß es: ‚…den Kapitalismus haben sie uns perfekt beigebracht‘ oder ‚den Westen haben wir schnell gelernt‘. Kritisiert wurde vor allem das kapitalistische System heute und bedauert wurde, dass sich die Ideen der BürgerInnen-Bewegung nicht durchsetzen konnten. Denn manche wirkten in Friedenskreisen mit oder sympathisierten mit deren Ideen. Zum Sozialismus wurde gesagt: ‚…viele wunderbare Ansätze, eben sozial gerechter zu sein‘ – kurzum: eine gute Idee, die schlecht umgesetzt war oder als Utopie bezeichnet wurde; dabei gingen sie mit der politischen Führungselite hart – aber zuweilen auch humorvoll – ins Gericht.

Viele bilanzierten ein Sowohl-als-auch: dass sie eigentlich zufrieden seien seit dem Umbruch, Spaß bei der Arbeit oder Glück in beiden Systemen gefunden hatten. Dies ist die Generation, die uns im aktuellen Mediendiskurs als selbstbewusste „Ostfrauen“15Beispielsweise in der dreiteiligen Dokumentation &bdquo;Ostfrauen - Wege zum Gl&uuml;ck, Wege zur Macht, Weg vom Herd&ldquo; des Rundfunks Berlin-Brandenburg und des Mitteldeutschen Rundfunks mit der Hoferichter &amp; Jacobs Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH; Nickel, Hildegard / Kopplin, Martin: Ostfrauen-Mythos und Wirklichkeit. Wissenschaftliche Kommentierung der Daten des ALLBUS, Berlin 2019. begegnet. Dort interessiert, welche Spuren sie in der heutigen Gesellschaft hinterlassen, aber auch, inwiefern ihre Identität durch ihr Leben im Sozialismus geprägt ist.16Friedrich-Ebert-Stiftung: 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution &ndash; Zeit f&uuml;r ein feministisches Update? Diskussion Berlin 11. M&auml;rz 2019; u.a. mit Tanja Brandes; Brandes, Tanja / Decker, Markus: Ostfrauen ver&auml;ndern die Republik, Berlin 2019. 

Veröffentlicht: 26. Februar 2020

Verfasst von:

Dr. Heike Schimkat

Sozial-/Kulturanthropologin (PhD University of Toronto), promovierte zu Transformationserfahrungen von Frauen in den neuen Bundesländern am Beispiel des (DFD-)Frauentreffs Sundine, Forschungsschwerpunkte: Ethnografie, Biografie, Diversity (Gender, Age)
Leitung des DDF-Projekts in der ZtG-Genderbibliothek/HU Berlin

Empfohlene Zitierweise

Dr. Heike Schimkat (2020): Frauen im Sozialismus: Generation 1940–1960, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/frauen-im-sozialismus-generation-1940-1960
Zuletzt besucht am: 15.09.2026

Fußnoten

  1. 1 Nickel, Hildegard Maria / Kopplin, Martin: Ostfrauen-Mythos und Wirklichkeit. Wissenschaftliche Kommentierung der Daten des ALLBUS im Rahmen des Projekts „Ostfrauen“ des Rundfunk Berlin-Brandenburg und des Mitteldeutschen Rundfunks mit Hoferichter & Jacobs Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH, Berlin 2019, S. 5, Zugriff am 26.2.2020 unter
    https://www.rbb-online.de/doku/o-r/ostfrauen/pdf2.file.html.
  2. 2 Vgl. Händler, Ellen / Mitsching-Viertel, Uta: Unerhörte Ostfrauen: Lebensspuren in zwei Systemen, Stuttgart 2019.
  3. 3 Vgl. Nickel, Hildegard M.: "Mitgestalterinnen des Sozialismus" - Frauenarbeit in der DDR, in: Helwig, Gisela / Nickel, Hildegard Maria (Hg.): Frauen in Deutschland 1945-1992, Bonn 1993, S. 239.
  4. 4 Vgl. Nickel: Mitgestalterinnen, S. 236.
  5. 5 Nickel / Kopplin: Ostfrauen, S. 5; Nickel: Mitgestalterinnen, S. 243.
  6. 6 Ulrich, Renate: Mein Kapital bin ich selber. Gespräche mit Theaterfrauen in Berlin-O 1990/1991, Berlin 1991, S. 79.
  7. 7 Mocker, Elke / Rüther, Beate / Sauer, Birgit: Frauen- und Familienpolitik: Wie frauenfreundlich war die DDR?, in: Deutschland Archiv, 23. Jg., 1990, H. 11, S. 1700‒1705.
  8. 8 Gysi, Jutta et.al: Zukunft von Ehe und Familie, Berlin 1990, S. 18.
  9. 9 Ebenda, S. 13.
  10. 10 Gysi, Jutta: Frauen in Partnerschaft und Familie. Sozialistisches Leitbild oder patriarchales Relikt?, in: Schwarz, Gislinde / Zenner, Christine (Hg.): Wir wollen mehr als ein "Vaterland", Reinbek bei Hamburg 1990, S. 99.
  11. 11 Gysi et.al: Zukunft, S. 22; Nickel / Kopplin: Ostfrauen, S. 4.
  12. 12 Gysi et.al: Zukunft, S. 21; Nickel: Mitgestalterinnen, S. 245 f.
  13. 13 Gysi: Frauen in Partnerschaft und Familie, S. 95.
  14. 14 Gysi et al: Zukunft, S. 10.
  15. 15 Beispielsweise in der dreiteiligen Dokumentation „Ostfrauen - Wege zum Glück, Wege zur Macht, Weg vom Herd“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg und des Mitteldeutschen Rundfunks mit der Hoferichter & Jacobs Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH; Nickel, Hildegard / Kopplin, Martin: Ostfrauen-Mythos und Wirklichkeit. Wissenschaftliche Kommentierung der Daten des ALLBUS, Berlin 2019.
  16. 16 Friedrich-Ebert-Stiftung: 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution – Zeit für ein feministisches Update? Diskussion Berlin 11. März 2019; u.a. mit Tanja Brandes; Brandes, Tanja / Decker, Markus: Ostfrauen verändern die Republik, Berlin 2019.

Ausgewählte Publikationen

  • Dölling Irene / Adelheit Kuhlmey-Oehlert / Gabriela Seibt (Hg.): Unsere Haut. Tagebücher von Frauen aus dem Herbst 1990, Berlin 1992.
  • Gysi, Jutta (Hg.): Familienleben in der DDR. Zum Alltag von Familien mit Kindern, Berlin 1989.
  • Hildebrandt, Karin: Frauenpolitik in der DDR von 1945 bis zur Auflösung 1989. Frauenpolitische Maßnahmen, Gesetze und historische Ereignisse, in: metis, 2. Jg., 1993, H. 2, S. 34-38.
  • Nickel, Hildegard Maria: Paternalistische Gleichberechtigungspolitik und weibliche Emanzipation. Geschlechterpolitik in der DDR, in: Lorenz, Astrid / Reutter, Werner (Hg.): Ordnung und Wandel als Herausforderung für Staat und Gesellschaft. Festschrift für Gert-Joachim Glaeßner, Opladen 2009, S.167-183.
  • Nickel, Hildegard Maria: Die „Frauenfrage" in Ost und West –Arbeitsmarkt und Geschlechterpolitik. Der Lebenszyklus von Frauen findet wenig Beachtung, in: Lorenz, Astrid (Hg.): Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften. Bilanz und Perspektiven 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, Opladen 2011; S. 208-224.
  • Schröter, Ursula: Abbruch eines Aufbruchs. Zur Frauenpolitik in der DDR, in: Das Argument 308/ 2014; S. 376-386.
  • Schröter, Ursula: Das Wunder drüben waren die Frauen, in: Das Argument 295/2011, S.885-896.

Schlagworte

  • Alltag
  • Vereinbarkeit
  • Arbeit
  • Familie
  • Frauenorganisation
  • Frauenpolitik
  • Krieg
  • Sozialismus
  • Transformation

Teilen auf

  • Inhalt auf X (Twitter) teilen
  • Inhalt auf Facebook teilen

Verwandte Themen

Zeitschrift Mathilde Cover-Mix

Die Frauenzeitschrift MATHILDE

Verfasst von
Bettina Bergstedt
Die MATHILDE, das nicht-kommerzielle Frauenmagazin aus Darmstadt, war eine ehrenamtlich produzierte Print-Zeitschrift von Frauen für Frauen. Seit 1992 erschien sie mit sechs Ausgaben pro Jahr – über 30 Jahre lang. Obwohl sie sich zunehmend professionalisierte, wurde sie Ende 2024 eingestellt.
Titelblatt der Erstausgabe frau anders 1989

Die Zeitschrift frau anders

Verfasst von
Paula Kreutzmann
Die von 1989 bis 1993 erschienene Lesbenzeitschrift frau anders galt als Sprachrohr lesbischer Bewegungen in der DDR und Ostdeutschland. Heute ist sie eine der wichtigsten Quellen, um die ostdeutsche Lesbenbewegung der Wendezeit zu verstehen.
Nein ist NE!N : Jedes Mädchen hat ihre eigene Art NE!N zu sagen, Flugblatt Zartbitter e.V.

Grenzenlose Befreiung? – Die Debatten um Pädosexualität und sexualisierten Missbrauch von Kindern in den 1960er- bis 1990er-Jahren

Verfasst von
Berit Schallner
Als „Verbrechen ohne Opfer“ und ein vermeintliches „Recht von Kindern auf Sexualität“ – unter diesen Stichworten wurde in den 1960er-Jahren in der BRD über sexualisierten Missbrauch von Kindern diskutiert. Erst die Neue Frauenbewegung rückte die Perspektive der Betroffenen in den Fokus.
Cover der Publikation "Sexueller Mißbrauch an Mädchen ist Gewalt : Dokumentation eines Öffentlichkeitsprojektes"

Alltäglicher Schrecken: der feministische Kampf gegen sexualisierte Gewalt in der Kindheit

Verfasst von
Berit Schallner
Die autonome Frauenbewegung war entscheidend an der Aufklärung über sexualisierten Missbrauch von und Gewalt an Kindern beteiligt. Zahlreiche ihrer Aktivistinnen gehörten zu den Pionierinnen neuer Konzepte des Opferschutzes und des Aufbaus von Anlaufstellen für Betroffene.
Ein kleiner Teil des Nachlasses der Familien Salomon/Hepner/Cahn

Tante Ly, Leonie und Mieze … Der Familiennachlass Alice Salomons

Verfasst von
Sabine Toppe
Von Alice Salomon, prominente Vertreterin nationaler und internationaler Frauenbewegungen, Wegbereiterin Sozialer Frauenschulen und Pionierin der Sozialen Arbeit, ist, nach dem erzwungenen Exil 1937, kein eigener Nachlass erhalten. Umfangreiche Schenkungen der Familie erweitern das Bild der Akteurin.
[Patriarchale Gewalt]

Die friedliebende Gesellschaft und ihr patriarchaler Alltag – häusliche Gewalt gegen Frauen in der DDR

Verfasst von
Sabrina Zachanassian
Häusliche Gewalt in der DDR war für lange Zeit ein unbeachtetes Thema. Statistische Erhebungen zum Ausmaß der Gewalt fehlen. Viele gehen davon aus, dass sich die toughen DDR-Frauen so etwas nicht hätten gefallen lassen. Dabei war häusliche Gewalt in der DDR genauso verbreitet wie in der BRD.
  • Logo IDA Dachverband
  • Gefördert von: Logo Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    • Red Dot Design Award 2019
    • iF Design Award 2019
Startseite
© 2026 Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein interaktives Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland.
  • Kontakt & Impressum
  • Presse
  • Datenschutzerklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Barrierefreiheit

Folgen Sie uns

  • X
  • Facebook
  • Instagram
  • RSS-Feed