Caecilie Seler-Sachs
Bildnachweis
Richard Andree (Hg.): Globus - Illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde, Band 72. Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn, 1897
Lizenz
Rechteangabe
  • Richard Andree (Hg.): Globus - Illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde, Band 72. Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn, 1897
  • Gemeinfrei
Schließen
Caecilie Seler-Sachs Geboren am in Berlin Gestorben am in Berlin

Über Caecilie Seler-Sachs

Caecilie Seler-Sachs war eine höhere Tochter aus liberalem Elternhaus, wissbegierig, ehrgeizig und selbstbewusst. Sie verband soziales Engagement und Eintreten für Frauenrechte mit dem großen Interesse an und eigenen Forschungen zu den Arbeitsgebieten ihres Mannes , zum Beispiel der Altamerikanistik.

Start unter günstigen Voraussetzungen

Caecilie Susanna Sachs wurde am 1. Juni 1855 in Berlin als einziges Kind einer gutsituierten Bürgerfamilie, der jüdischen Reformgemeinde zugehörig, geboren.1  Ihr Vater, Dr. Hermann Jacob Sachs (1812–1883) war als praktischer Arzt und Wundarzt „in den Königlichen Landen approbirt und vereidigt worden“2  und betrieb eine Praxis in der Oranienburger Straße, in der er auch wenig begüterte Patienten behandelte. Die Mutter Bertha Sachs, geborene Guttentag, entstammte einer angesehenen Bankiersfamilie in Breslau. Ihre Zwillingsschwester Emma heiratete Gerson Bleichröder, der vor allem als ‚Bankier Bismarcks‘ bekannt ist. Bertha Sachs engagierte sich in der Armenhilfe, unter anderem im Verein der Berliner Volksküchen, von Lina Morgenstern 1866 gegründet, und übernahm dort ab Juni 1868 die Leitung der Küche I in der Kochstraße 9. Hier speisten „an einzelnen Tagen über 1300 Personen […]“.3  Später war sie, gemeinsam mit ihrer Tochter, Mitglied im Frauen-Groschen-Verein, der „zum Besten der Armen Berlins“ Bazare veranstaltete, um Gelder für die Armenhilfe zu sammeln4 , und unterstützte als Mitglied den Hilfsverein für jüdische Studierende (laut Mitglieder-Verzeichnis vom Februar
1891)5 .

Caecilie Sachs wuchs in einem privilegierten, liberalen Umfeld mit zahlreichen Kontakten im In- und Ausland auf, Mäzenatentum und Beteiligung an der Bürgergesellschaft waren im familiären und Bekanntenkreis weit verbreitet. Sie genoss eine für damalige Verhältnisse gute Bildung und wurde von ihren Eltern gefördert. Mit der gleichaltrigen Tochter von Hedwig Dohm, einer guten Freundin ihrer Mutter, besuchte sie eine Höhere Töchterschule, „die damals für die feinste von Berlin galt“6 . Die Mädchenfreundschaft hielt an, auch als Hedwig, nun verheiratete Pringsheim, nach München zog. Besuche und Briefe zeugen davon.7

Finanzielle Sicherheit und gute Partnerschaft 

Caecilie Sachs wurde zu einer selbstbewussten Frau, der jüdische Glaube spielte für sie keine Rolle. 1884 heiratete sie Eduard Seler (1849–1922), einen aus bescheidenen Verhältnissen stammenden Lehrer aus protestantischem Elternhaus, der aufgrund angeschlagener Gesundheit aus dem Schuldienst ausscheiden musste. Kennengelernt hatten sich beide bereits Jahre vorher im Haus des Bankiers Bleichröder, wo Seler zeitweise als Nachhilfelehrer tätig war. Mit dem Erbe, das Caecilie Seler-Sachs nach der Hochzeit von ihrer Mutter erhielt, konnte sich das Paar ein Haus im damaligen Vorort Steglitz bei Berlin bauen lassen und Eduard Seler, der als Assistent am Museum für Völkerkunde arbeitete, widmete sich verstärkt seinen Privatstudien der amerikanischen Sprachen und Archäologie. Caecilie Seler-Sachs interessierte sich von Anfang an für die Forschungen ihres Mannes, unterstützte ihn nach Kräften und fand auch Zeit für eigene wissenschaftliche Arbeiten. Sie lernte fotografieren. Dafür ließ sie sich im Lette-Verein, dem ihre Mutter seit ungefähr 18788  als Unterstützerin verbunden war, ausbilden und richtete in ihrem Haus unter dem Dach ein eigenes Fotolabor ein. Sie führte einen Großteil der anfallenden Korrespondenz weltweit in vier Sprachen und war auch für das gesellschaftliche Leben des Ehepaares zuständig. 

Der Kampf um Anerkennung der eigenen Leistung

Lange Jahre war sie hauptsächlich als ‚die Frau von Eduard Seler‘ bekannt, dem Begründer der deutschen Altamerikanistik, obwohl sie öffentlich politisches und soziales Engagement zeigte, Vorträge im In- und Ausland hielt und mit Beteiligungen an Ausstellungen und mehr als 40 eigenen Publikationen hervortrat. In akademischen Kreisen wurde ihr Werk zu Lebzeiten nicht allgemein anerkannt, da sie keine Universitätsausbildung vorweisen konnte. Nur ihr Selbstbewusstsein, ihre Durchsetzungsfähigkeit, die Unterstützung durch ihren wissenschaftlich weit über Deutschland hinaus geschätzten Mann sowie ihr finanzieller Hintergrund ermöglichten einen Großteil ihrer Arbeiten. Erst in jüngerer Zeit wird ihr Wirken und Schaffen deutlicher betrachtet und gewürdigt.

Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf ihren Beiträgen zur ethnologischen Forschung, wie dem Reisebericht Auf alten Wegen in Mexiko und Guatemala9 , der erstmalig 1900 erschien, eine Neuauflage 1925 erlebte und im Jahr 1992 in Wien von Gabriele Habinger noch einmal verlegt wurde, und einem Buch zu dem bis dahin kaum beachteten Thema Frauenleben im Reiche der Azteken10 , erschienen 1919. Auch dieses Buch erlebte 65 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung eine Neuauflage. Daneben gibt es weitere Buch- und Artikel-Veröffentlichungen zu ethnologischen Themen sowie Publikationen, die gemeinsam mit Eduard Seler entstanden. Zudem steuerte sie in hohem Maße für die wissenschaftlichen Publikationen ihres Mannes die Fotografien und Zeichnungen bei, die sie meist ganz selbstverständlich mit ihrem Namen versah. Sie übernahm auf den sechs ausgedehnten Forschungsreisen zwischen 1887 und 1911 hauptsächlich die technischen Belange wie Vermessen und Zeichnen von Altertümern, Präparieren von Insekten und Pflanzen und das Fotografieren mit der schweren Plattenkamera. Bei Unpässlichkeiten ihres Mannes übernahm sie zusätzlich einen Großteil seiner Aufgaben, wobei auch allein unternommene längere Ausflüge ganz selbstverständlich für sie waren.

Buchcover ‚Frauenleben im Reiche der Azteken‘ von Caecilie Seler-Sachs
Buchcover ‚Frauenleben im Reiche der Azteken‘ von Caecilie Seler-Sachs, Verlag Dietrich Reimer (Ernst Vohsen) Berlin­, 1919
Postkarte Dorf im Hochland von Mexiko, fotografiert von Caecilie Seler-Sachs
private Sammlung, Fotografin: Caecilie Seler-Sachs
Lizenz
Rechteangabe
  • private Sammlung, Fotografin: Caecilie Seler-Sachs
  • Gemeinfrei
Postkarte Dorf im Hochland von Mexiko, fotografiert von Caecilie Seler-Sachs
Postkarte Papantla im Bundesstaat Veracruz, fotografiert von Caecilie Seler-Sachs
private Sammlung, Fotografin: Caecilie Seler-Sachs
Lizenz
Rechteangabe
  • private Sammlung, Fotografin: Caecilie Seler-Sachs
  • Gemeinfrei
Postkarte Papantla im Bundesstaat Veracruz, fotografiert von Caecilie Seler-Sachs

Dabei war sich Caecilie Seler-Sachs bewusst, dass sie aufgrund der fehlenden universitären Ausbildung nicht dieselbe Anerkennung erfahren würde wie ihr Ehemann. In einem Brief von 1912 schrieb sie: „[…] bin ich für die Öffentlichkeit nicht Frau Professor. Das ist nur mein Mann und ich leider nicht […]“; einige Zeilen später betont sie aber selbstbewusst: „Ich habe meinen Mann als sein Assistent und Mitarbeiter auf allen seinen wissenschaftlichen Reisen im spanischen Amerika begleitet.“11

Eduard Seler wusste, wie wertvoll die Arbeit und Unterstützung seiner Frau für seine Forschungen waren und betonte in seinen Publikationen meist ihren Beitrag. So heißt es in dem Buch Reisebriefe aus Mexiko: „Auf dieser ganzen Reise bin ich von meiner Frau begleitet worden, die alle Mühseligkeiten und Unbequemlichkeiten der Reise getreu mit mir getheilt hat, und die ihren reichen Theil dazu beigetragen hat, die Sammlungen, die wir heimgebracht haben, so ansehnlich zu gestalten. So ist denn auch eine ganze Zahl der folgenden Briefe von ihr geschrieben worden, wie der freundliche Leser unschwer bemerken wird; die meisten derjenigen, die von Persönlichkeiten und von örtlichen Verhältnissen und Gebräuchen handeln.“12

Eine gewisse Anerkennung fand Caecilie Seler-Sachs dadurch, dass zum Beispiel einige der rund 6.000 von dem Ehepaar gesammelten und dem Botanischen Museum in Berlin mitgebrachten Pflanzen den Zusatz „Caeciliana“ oder „Caeciliae“ erhielten.13  Auch bei Sammlungen, die für das Museum für Völkerkunde in Berlin bestimmt waren, finden sich neben der Beschriftung „Sammlung Seler“ teilweise Hinweise auf „E. Seler und Frau“ oder „E. Seler und seine Gattin“.14  Zudem erwarb Caecilie Seler-Sachs auf den Reisen kunsthandwerkliche Objekte für eigene Sammlungen, die von ihr in Berlin ausgestellt wurden. So gestaltete sie zum Beispiel zwei Vitrinen in der Ausstellung ‚Die Frau in Haus und Beruf‘, die 1912 von Mitgliedern des Deutschen Lyceum-Club unter Leitung von Hedwig Heyl (1850–1934) organisiert wurde.15

Soziales Engagement und Förderung von Frauenrechten

Neben der ethnologischen Arbeit war Caecilie Seler-Sachs ihr Leben lang sozial und frauenpolitisch engagiert.

Kurz nachdem das Ehepaar Seler nach Steglitz gezogen war (1886), begann Caecilie Seler-Sachs sich in der neuen Umgebung zu engagieren und trat dem Frauenverein im Kreise Teltow bei, dessen Ziel die Unterstützung der Krankenpflege war. 1890 wurde sie in den geschäftsführenden Ausschuss gewählt.16  Mit dem Lette-Verein blieb sie eng verbunden und unterstützte dessen Arbeit. Gemeinsam mit Marie Kundt, mit der sie eine jahrzehntelange Freundschaft verband, gründete sie 1895 den Club der ehemaligen Schülerinnen der photographischen Lehranstalt, wurde dessen Ehrenmitglied und ab 1898 Mitglied der Kommission der Photographischen Lehranstalt, hielt Vorträge und engagierte sich bei Veranstaltungen und im Vorstand.17  Wie bereits ihre Mutter, setzte sie sich für Volksküchen ein. Während des Ersten Weltkrieges übernahm sie zusätzlich die Leitung einer Kriegsvolksküche in Steglitz.18  

Jahre später wurde sie Mitglied im Verein für die Ortsgeschichte von Steglitz und bereits bei dessen konstituierender Versammlung am 30. September 1923 zur 1. Beisitzerin gewählt.19  Man findet den Namen von Caecilie Seler-Sachs im Vorstand der Genossenschaft Die Frauenwohnung eGmbH20 , als Zeichnerin für die Rudolph-Virchow-Stiftung und in weiteren Vereinigungen wie dem Deutschen Lyceum-Club. 

Aus dem Nekrolog für Marie Kundt
Hrsg. Club 1895 e.V. früher Club ehemaliger Schülerinnen der Photographischen Lehranstalt des Lette-Vereins e.V.. – Berlin, April/Mai 1932
Die Photographische Lehranstalt des Lette-Vereins.
Eine Erinnerungsschrift 1890-1900. - Berlin: Lette-Verein, gedruckt von der Berliner Buchdruckerei-Actien-Gesellschaft Setzerinnen-Schule des Lette-Vereins, 1901
Caecilie Seler-Sachs, Steglitzer Anzeiger, 08.02.1915
Steglitzer Anzeiger, 08.02.1915
Lizenz
Rechteangabe
  • Steglitzer Anzeiger, 08.02.1915
  • Gemeinfrei

Vor allem aber setzte sie sich unermüdlich für das Frauenstimmrecht und Chancengleichheit für Frauen in Deutschland ein. Im Brandenburgischen Provinzialverein für Frauenstimmrecht, der zum Deutschen Verband für Frauenstimmrecht gehörte, hatte sie zunächst den Vorsitz für die Südwestliche Vorortgruppe Berlin inne. Hier hielt sie 1914 einen aufrüttelnden Vortrag zu Familie und Frauenstimmrecht.21  Im November veröffentlichte sie einen kurzen Artikel im Steglitzer Anzeiger, der ebenfalls für die Sache der Frauenstimmrechtsvereine warb22 . Später wurde sie Vorsitzende des gesamten Brandenburgischen Provinzialvereins.23  Sie besuchte Internationale Frauenkongresse des Weltbundes für Frauenstimmrecht. So war sie vom 15. bis 20. Juni 1913 in Budapest; als der Kongress 1929 in Berlin tagte, waren einige der teilnehmenden Frauen bei ihr zu Gast. In einem kurzen Nachruf auf ihren verstorbenen Ehemann im November 1922 hieß es: „Er war vermählt mit Cäcilie Seler-Sachs, der bekannten Demokratin und Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frau.“24

Bis zu ihrem Tod 1935 befasste sich Caecilie Seler-Sachs mit der Bearbeitung des Nachlasses ihres Mannes und publizierte noch große Teile seiner Arbeiten. Ihre Aktivitäten in den unterschiedlichsten Vereinigungen und ihr Engagement für Frauenrechte und soziale Belange behielt sie bis zum Schluss bei. In einem ausführlichen Nachruf im Steglitzer Anzeiger charakterisierte sie der Botaniker Professor Dr. Theodor Loesener wie folgt: „Am 4. Januar verstarb die in weiteren Kreisen von Alt-Steglitz bekannte Frau Caecilie Seler-Sachs, eine Frau von seltener geistiger Regsamkeit und vielseitigem Wissen, die zugleich als Forscherin und tatkräftige Förderin der Wissenschaft sich einen Namen gemacht hat.“ Am Ende des Nachrufes steht, dass „sie an der Begründung der jetzt noch bestehenden Mittelstandsküche wesentlichen Anteil hatte und daß die Errichtung des Erfrischungshäuschens am Steglitzer Bahnhof zum Teil wenigstens ihrer Anregung zu verdanken ist, eine Tat, die in sozialer Hinsicht anerkennenswert war“.25  Das Erfrischungshäuschen führte auf ihre Anregung hin nur alkoholfreie Getränke!

Stand: 29. Mai 2020
Verfasst von
Katrin Müller de Gámez

M.A. Studium der Ethnologie, Altamerikanistik und Soziologie. Freiberufliche Wissenschaftlerin und Journalistin.

Empfohlene Zitierweise
Katrin Müller de Gámez (2020): Caecilie Seler-Sachs, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/caecilie-seler-sachs
Zuletzt besucht am: 27.10.2021

Netzwerk von Caecilie Seler-Sachs

Zitate von Caecilie Seler-Sachs

Politik ist Männersache! Wir haben’s recht oft, wir haben’s bis zum Überdruß hören müssen. Wir haben’s uns durch viele Jahrhunderte gehorsam einreden lassen. Beweise dafür, daß es so sein müsse, ist man uns bisher schuldig geblieben.
Quelle anzeigen
Quelle
Vortrag Familie und Frauenstimmrecht, Berlin 1914, S. 3
Schließen
Was uns ein fremdes Volk näher bringt als die Kenntnis von seinen Kriegen, Eroberungen und Städtegründungen, seinen Wanderschaften und Handelszügen, das ist die Bekanntschaft und Vertrautheit mit seinem täglichen Leben.
Quelle anzeigen
Quelle
Caecilie Seler-Sachs, Frauenleben im Reiche der Azteken, Berlin 1919, S. 1
Schließen
Es drängte mich, einiges von dem, was ich erschaut, was ich gelesen, in einem kleinen Bilde zusammenzufassen.
Quelle anzeigen
Quelle
Caecilie Seler-Sachs, Frauenleben im Reiche der Azteken, Berlin 1919, Vorwort
Schließen
E.‘s Brief bedarf dringend der Vervollständigung, da er ihn ganz mit Natur angefüllt und darüber die darin wandelnde, resp. weilende Menschheit vergessen hat.
Quelle anzeigen
Quelle
Eduard Seler, Reisebriefe aus Mexiko, Berlin 1889, S. 67
Schließen

Biografie von Caecilie Seler-Sachs

Geburt in Berlin

Hochzeit mit Eduard Seler

1886

Einzug in das eigene Haus in Steglitz, Vorort von Berlin

September 1887 - Mai 1888

Erste Forschungsreise des Ehepaares in die USA und Mexiko

1889

Publikation der ‚Reisebriefe aus Mexiko‘ unter dem Namen von Eduard Seler, ihr großer Anteil wird nur im Vorwort erwähnt

Caecilie Seler-Sachs wird in den geschäftsführenden Ausschuss des Frauenvereins im Kreis Teltow gewählt

1895

Marie Kundt gründet mit Caecilie Seler-Sachs den Club der ehemaligen Schülerinnen der photographischen Lehranstalt

September 1895 - Oktober 1897

Forschungsreisen nach Mexiko und Guatemala

ab 1898

Mitglied der Kommission der Photographischen Lehranstalt des Lette-Vereins

1900

Publikation ‚Auf alten Wegen in Mexiko und Guatemala‘

Oktober 1902 - März 1903

Forschungsreise über New York nach Mexiko

September 1904 - Januar 1905

Forschungsreise nach Mexiko

August 1906 - Oktober 1907

Forschungsreise nach Mexiko, USA und Kanada

April 1910 - Oktober 1911

Forschungsreise nach Argentinien, Bolivien, Peru, Panama und Mexiko

Teilnahme mit einer eigenen Sammlung aus Mexiko an der Ausstellung ‚Die Frau in Haus und Beruf‘, organisiert vom Lyceum-Club unter Leitung von Hedwig Heyl

Teilnahme am Internationalen Frauenkongress des Weltbundes für Frauenstimmrecht in Budapest

1917

Caecilie Seler-Sachs wird Vorsitzende des Brandenburgischen Provinzialverein für Frauenstimmrecht

1919

Publikation ‚Frauenleben im Reiche der Azteken. Ein Blatt aus der Kulturgeschichte Altmexikos‘, gewidmet Eduard Seler zum 70. Geburtstag

1922

Tod von Eduard Seler

Bei der konstituierenden Versammlung des Vereins für die Ortsgeschichte von Steglitz wird Caecilie Seler-Sachs zur 1. Beisitzenden gewählt.

Teilnahme am Internationalen Frauenkongress in Berlin

Tod in Berlin

Fußnoten

  • 1Mitglieder-Verzeichnis der Jüdischen Reformgemeinde in Berlin, G. Bernstein, Berlin Mai 1860, S. 13.
  • 2Amts-Blatt der königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, Jahrgang 1838, S. 322.
  • 3Morgenstern, Lina: Die Berliner Volksküchen: Organisationsplan und cultur-historische, statistische Darstellung nebst Statut, Verwaltungs- und Kassenberichten und 37 Kochrecepten, 3. Auflage, Berlin 1870, S. 57.
  • 4Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Sign. Slg. Darmst. Amerika (4): Seler, Caecilie.
  • 5Der Hilfsverein für jüdische Studirende in Berlin von 1841-1891. Ein Bericht über seine 50jährige Wirksamkeit erstattet im Auftrage des Vorstandes unter Mitwirkung des Schriftführers Dr. Abraham von Dr. S. Neumann, Berlin 1891, S. 35.
  • 6Jens, Inge / Jens, Walter: Katias Mutter – Das außerordentliche Leben der Hedwig Pringsheim, Hamburg 2007, S. 22.
  • 7Herbst, Christina (Hg.): Hedwig Pringsheim – Tagebücher, Band I 1885-1891, Göttingen 2013, S. 53.
  • 8Cossmann, Milly: 50 Jahre Lette-Verein: Bericht verfasst im Auftrage des Vorstandes des Lette-Vereins, Berlin 1916.
  • 9Seler-Sachs, Caecilie: Auf alten Wegen in Mexiko und Guatemala – Reiseerinnerungen aus den Jahren 1895-1897, Berlin 1900.
  • 10Seler-Sachs, Caecilie: Frauenleben im Reiche der Azteken. Ein Blatt aus der Kulturgeschichte Alt-Mexikos, Berlin 1919.
  • 11Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Sign. Slg. Darmst. Amerika (4): Seler, Caecilie.
  • 12Seler, Eduard: Reisebriefe aus Mexiko, Berlin 1889, Vorwort.
  • 13Hiepko, Paul: The Botanical Collections of Eduard and Caecilie Seler, in: Hanffstengel, Renata von / Tercero Vasconcelos, Cecilia (Hg.): Eduard y Caecilie Seler, sistematización de los estudios americanistas y sus repercusiones, UNAM México D.F. 2003, S. 224.
  • 14Staatliche Museen zu Berlin: Vorläufiger Führer durch das Museum für Völkerkunde Schausammlung, hg. im Auftrage des Generaldirektors, 18. Auflage, Berlin 1926, S. 69‒83.
  • 15Katalog zur Ausstellung vom 24. Februar bis 24. März 1912. Unter dem allerhöchsten Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin u. Königin, Ausstellungshallen Zoologischer Garten, Berlin 1912, S. 44.
  • 16Beilage zu Nr. 138 des „Teltower Kreisblattes“, Berlin 25.11.1890.
  • 17Kundt, Marie: Der Klub der ehemaligen Schülerinnen, in: Die Photographische Lehranstalt des Lette-Vereins. Eine Erinnerungsschrift 1890-1900, Berlin 1901, S. 23 f.
  • 18Steglitzer Anzeiger, 8.9.1914 und 22.9.1914.
  • 19Jahrbuch 1999 für Steglitz – Heimatverein für den Bezirk Steglitz, Zugriff am 22.4.2020 unter http://www.berlin-suedwest.de/jahrbuch/11.htm.
  • 20Stratigakos, Despina: A Women’s Berlin: Building the Modern City, Minneapolis/London 2008, S. 79.
  • 21Seler-Sachs, Caecilie: Familie und Frauenstimmrecht, Vortrag Berlin 1914, Zugriff am 22.04.2020 unter https://www.meta-katalog.eu/Record/17674addf#?c=&m=&s=&cv=2&xywh=-411%2C-155%2C4917%2C3094.
  • 22Steglitzer Anzeiger, 11.11.1914.
  • 23Altmann-Gottheimer, Elisabeth (Hg.): Jahrbücher des Bundes Deutscher Frauenvereine.
  • 24Steglitzer Anzeiger, 29.11.1922.
  • 25Steglitzer Anzeiger, 9.1.1935, 1. Beilage Nr. 7.
Ausgewählte Publikationen
Caecilie Seler-Sachs: Auf alten Wegen in Mexiko und Guatemala. Reiseerinnerungen und Eindrücke aus den Jahren 1895-1897, Berlin 1900
Caecilie Seler-Sachs: Frauenleben im Reiche der Azteken : Ein Blatt aus d. Kulturgeschichte Alt-Mexikos / von Caecilie Seler-Sachs. Mit Zeichn. von Erich Heermann, Berlin 1919
Caecilie Seler-Sachs: Auf Forschungsreise in Mexiko; Wege zum Wissen 35, Berlin 1925
Caecilie Seler-Sachs, in: Kullik, Rosemarie: Frauen "gehen fremd" : eine Wissenschaftsgeschichte der Wegbereiterinnen der deutschen Ethnologie, Bonn 1990, S. 26
Dolinski, Eckehard; Renata von Hanffstengel; Cecilia Tercero Vasconcelos: Cäcilie Seler-Sachs 1855 -1935 Una mirada amorosa al México de hace 100 años (Exposición fotográfica), México 1998
Hanffstengel, Renata von / Cecilia Tercero Vasconcelos: Eduard y Caecilie Seler: sistematización de los estudios americanistes y sus repercusiones, México 2003