11. Mai ist Tag der Frauenarchive!

veröffentlicht 10. Mai 2019
Motto zum 11. Mai
Passende Motto zum Tag der Frauenarchive: Titel der Sommerakademie im Mai in Bochum rund um Schätze feministischer Archive.

Offene Türen

Für den jährlichen i.d.a.-Tag der Frauenarchive wurde das Datum 11. Mai gewählt: Der Geburtstag der Lyrikerin Rose Ausländer.

Direkt am 11. Mai lädt das Archiv Stichwort in Wien ein zum Workshop ,Bewegung im Druck‘. Darin geht es um die technischen und kollektiven Produktionsbedingungen von Dokumenten der Neuen Frauenbewegung. Der Workshop zeigt, was Flugblätter und Zeitschriften, Plakate und Protokolle, Infoblätter und andere Quellen im Archiv über Produktionsprozesse erzählen.

Bei belladonnna in Bremen ist anlässlich des Frauenarchivstages Tag der offenen Tür am 14. Mai. Dabei gibt es Einführungen ins Archiv, außerdem Sekt, Selters, Schnittchen und als Höhepunkt liest die tschechische Autorin Petra Soukupová aus ihrem aktuellen Erzählband Montagmorgen. Los geht's ab 16.30 Uhr.

Happy Birthday

Die Leipziger Louise-Otto-Peters-Gesellschaft lädt noch bis zum 19. Mai zur Ausstellung Louise Otto-Peters zum 200. Geburtstag - Meißen im 19. Jahrhundert im Stadtmuseum Meißen. Gezeigt werden Einblicke in Leben und Werk. Tagebuchaufzeichnungen, zeitgenössische Exponate und Zeichnungen sind zu sehen.

Den 40. Geburtstag feierte das Archiv FFBIZ letztes Jahr und schenkte sich zum Jubiläum eine Wanderausstellung: Wir haben sie noch alle! Perspektiven auf Feminismus, Frauenbewegung und Geschichte. Eine Auswahl von 40 Objekten aus dem Archiv wird von Autor*innen und Aktivist*innen kommentiert. Aktuell macht die Wanderausstellung Station im Café OYA in Berlin-Kreuzberg.

Gemeinsam gemeiner

Zeitschrift Emanzenexpress / Quelle: Archiv Spinnboden
EmanzenExpress, 1995, Quelle: Archiv und Bibliothek Spinnboden

Ein ganzes Feuerwerk wird in Bochum gezündet. Vom 4. Mai bis 30. Juni 2019 ist hier die Ausstellung Emanzenexpress_gemeinsam sind wir gemeiner zu sehen. Der EmanzenExpress war ein Magazin des autonomen FrauenLesben-Referats der Ruhr Universität Bochum, das zwischen 1986 und 1994 zu diversen feministischen Themen regelmäßig erschien. Die Zeitschrift funktionierte als Resonanzraum und Verstärker feministischer Aktivitäten in der Stadt und darüber hinaus.

Die Ausstellung eröffnet einen intergenerationalen Erinnerungsraum zur Geschichte feministischer Kämpfe der 80er und 90er-Jahre in Bochum, mit einem Schwerpunkt auf der autonomen FrauenLesben-Bewegung. Gezeigt wird sie im atelier automatique in Bochum. Zahlreiche Exponate aus den drei feministischen Archiven vor Ort sind zu bewundern: aus dem Frauenarchiv ausZeiten, dem Archiv für Sexarbeit Madonna und der studentischen Bibliothek Lieselle.

Die Ausstellung wird von einem vielseitigen Programm begleitet, bei dem die Archive beteiligt sind. Ein Highlight ist eine Feministische Sommerakademie vom 16. bis 19. Mai: WIR MÜSSEN UNS IMMER NOCH SELBST NEU ERFINDEN, aber wir müssen nicht von vorne anfangen. Besser lässt sich nicht zusammenfassen, was Frauenarchive vermitteln - zum 11. Mai und an allen anderen Tagen. In diesem Sinne: Herzlich Willkommen in den i.d.a.-Einrichtungen!

 

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