Siddy Wronsky
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Alice Salomon Archiv der ASH Berlin
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Siddy (Sidonie) Wronsky Geboren am in Berlin Gestorben am in Jerusalem

Über Siddy (Sidonie) Wronsky

Siddy Wronsky war eine bedeutende Sozialreformerin, Sozialarbeiterin und Vertreterin der bürgerlichen wie jüdischen Frauenbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Pionierin internationaler Sozialer Arbeit. So war sie maßgeblich an der Professionalisierung der Sozialen Arbeit als (Frauen-)Beruf und der Entwicklung des dazu gehörigen Berufsbildes zunächst in Deutschland und nachfolgend in Palästina beteiligt.

Ein nicht alltäglicher Weg: Familie und Berufsbildung

Sidonie – genannt Siddy – Neufeld wurde am 20. Juli 1883 in Berlin geboren und wuchs in einem gebildeten, assimilierten jüdischen Elternhaus auf. Sie war das zweitälteste von sieben Kindern von Max Moses Neufeld (1850–1931) und seiner Ehefrau Thekla (geb. Kleinmann). Siddy Wronsky erhielt zunächst eine qualifizierte Schulbildung und ergriff anschließend eine der wenigen ihr offenstehenden Berufsbildungsmöglichkeiten, sie machte das Lehrerinnenexamen. Nachdem sie 1903 die wissenschaftliche Lehrerinnenprüfung abgelegt hatte, absolvierte sie anschließend ein zweijähriges Aufbaustudium der Heil- und Sonderpädagogik „bei Ziehen und Fürstenheim“1, damals führende Vertreter einer psychopathologisch orientierten Heilpädagogik,2 und arbeitete anschließend als Lehrerin für geistig behinderte Kinder. Sie heiratete den Kaufmann Eugen Wronsky, wann genau ist nicht bekannt, auch über die Ehe selbst ist wenig überliefert. Eugen Wronsky starb 1932.

Das Archiv für Wohlfahrtspflege

1908 übernahm Siddy Wronsky neben ihrer Berufstätigkeit in der Heilpädagogik die Leitung des neu entstandenen Archivs für Wohlfahrtspflege3, eine Abteilung der zunächst von Jeanette Schwerin und dann von Albert Levy geleiteten Zentrale für private Fürsorge – „der grössten Familienfürsorgeeinrichtung Deutschlands“4 –, wie die im Jahr 1893 gegründete und nun rechtlich selbstständige Auskunftstelle der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur e.V. seit 1906 genannt wurde. Die Auskunftstelle sammelte Informationen über die Berliner Wohlfahrtseinrichtungen und stellte sie Hilfsbedürftigen wie Wohlfahrtspflegerinnen systematisiert zur Verfügung. Kritisiert wurde die unkoordinierte Wohltätigkeit in Form von Basaren oder Spendenlisten, Siddy Wronsky sah die Gefahren „in der ungeheuren Zersplitterung von Kräften und Geldmitteln […] sowie in der unbefugten Ausnutzung eines gebefreudigen Publikums für angeblich wohltätige Einrichtungen, die aber tatsächlich dem Erwerb oder der Eitelkeit der Vereinsleitung zugute kommen“5. Abhilfe schaffen sollte das Graubuch, der Führer durch das soziale Berlin, ein Auskunftsbuch, das Anschriften, Tätigkeitsprofile und Erfolgskriterien unterstützungswürdiger privater Wohlfahrtsorganisationen auflistete und an dem Siddy Wronsky schon als junge Mitarbeiterin des Archivs beteiligt war.
 

Das Archiv für Wohlfahrtspflege

 

Zentrale für private Fürsorge in Berlin, 1920er Jahre

 

Das Archiv für Wohlfahrtspflege setzte „in Fragen der Neuorganisation und Verwissenschaftlichung der Wohlfahrtspflege und bei der Konzipierung der Ausbildung entscheidende Akzente“6, Siddy Wronsky spielte hier eine zentrale Rolle. 1922 folgte sie Albert Levy als Leiterin des Archivs für Wohlfahrtspflege. Sie hatte zu dem Zeitpunkt schon circa 15 Jahre ehrenamtlich im Archiv mitgearbeitet und „diese örtliche Auskunftstelle zu einem Sozialen Forschungsinstitut, der grössten derartigen Einrichtung in Europa“7 entwickelt. Unter Siddy Wronsky wurde das Archiv zu einem Dokumentationszentrum mit reichsweiter Ausstrahlung und einer umfangreichen Fachliteratur- und Fallsammlung, die Quellengrundlage war für die Arbeit der neuen Profession Soziale Arbeit. Sie schuf „eine Fachbibliothek von 35 000 Bänden“ und „eine Sammlung von über 1000 Fachzeitschriften aus 30 Ländern, 40000 Materialmappen über Wohlfahrtsorganisationen und einen Fachkatalog von 300000 Titeln, der als der grösste Fachkatalog auf diesem Gebiet in der Welt gilt“8.

Annäherungen an die Frauenbewegung

Über das Anwachsen der Notlagen im Ersten Weltkrieg und die damit verknüpften Herausforderungen an eine systematische und professionelle Organisation sozialer Hilfstätigkeit fand Siddy Wronsky verstärkt Zugang zunächst zur bürgerlichen Frauenbewegung und nachfolgend zur jüdischen Frauenbewegung und zur jüdischen Sozialarbeit mit ihrer spezifischen Gerechtigkeits- und Sozialethik. Von 1914 bis 1919 war sie im Vorstand des Berliner Nationalen Frauendienstes, der im August 1914 unter Führung von Gertrud Bäumer gegründet wurde. Mit Rückgriff auf vorhandene Organisationsstrukturen des Bundes Deutscher Frauenvereine und der Sozialistischen Frauenbewegung wurden wohlfahrtspflegerische Unterstützungen organisiert und Frauen zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft während des Krieges mobilisiert. „Von einschneidendem Einfluß für die Wohlfahrtspflege Groß-Berlins waren auch die Wirkungen, welche die in dieser Zeit zu einer ungewöhnlich hohen Entwicklung gelangte Frauenbewegung hervorgerufen hatte. Durch den Fortschritt in der Industrie wurden in den wohlhabenden Schichten der Bevölkerung die Hausfrauen entlastet und frei zu anderer Betätigung. Die Führerinnen der Frauenbewegung, und vor allem die bekannte Gründerin der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit in Berlin, Dr. Alice Salomon, leiteten die frei gewordenen Kräfte auf das Gebiet der sozialen Arbeit hinüber und trugen dem immer stärker werdenden Bedürfnis nach geschulten Arbeitskräften durch Unterweisung und Unterricht Rechnung. Die von den Mädchen- und Frauengruppen erfaßten Elemente bilden heute den stärksten Stab für die Hilfstruppen der Berliner Kriegsfürsorge […]“9.

Seit 1915 engagierte sich Siddy Wronsky auch als Dozentin an der 1908 von Alice Salomon gegründeten Sozialen Frauenschule in Berlin, hier hielt sie Vorlesungen zu historischen und systematischen Fragen der Wohlfahrtspflege, Kriegshinterbliebenen- und Beschädigtenfürsorge und zur Berufskunde und betreute die praktische Ausbildung der Schülerinnen.10 Am 25. Mai 1925 unterstützte Siddy Wronsky gemeinsam mit Marie Baum, Gertrud Bäumer, Hildegard von Gierke, Helene Weber, Hilde Lion und anderen Alice Salomon bei der Gründung der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit11. Die Akademie bot Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen an, hier war Siddy Wronsky als Lehrende und Vorstandsmitglied aktiv und engagierte sich in der Forschungsabteilung der Akademie, besonders in den von 1926 bis 1933 stattfindenden Forschungen und Publikationen über Bestand und Erschütterung der Familie in der Gegenwart.
Die besondere Verbindung Siddy Wronskys zur Geschichte der Sozialen Arbeit als Frauenberuf und zur Rolle der Frauenbewegung in diesem Prozess verdeutlicht ein Fotoalbum, das 1929 von Siddy Wronsky und Freundinnen zusammengestellt wurde zum 30-jährigen Jubiläum der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit in Berlin. Weitere Verbindungen zur Frauenbewegung bestanden in ihren Tätigkeiten als Lehrerin ab 1919 an der Jugendpflegeschule der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost und als ehrenamtliche Geschäftsführerin der städtischen Frauenwohlfahrtsstellen sowie im Vorsitz des Deutschen Landesverbandes des Weltbundes Zionistischer Frauen von 1920 bis 1923.

Das publizistische Streben

Die Veröffentlichungen an der Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit sind nur ein Beispiel für das umfangreiche publizistische Werk von Siddy Wronsky, zu dem auch mindestens 60 Zeitschriftenbeiträge zählen. Von 1925 bis 1933 war sie Mitherausgeberin der Deutschen Zeitschrift für Wohlfahrtspflege (DZW) und schrieb Fach- und Lehrbücher wie den 1921 mit Alice Salomon herausgegebenen und von der Fachwelt als Grundlagenwerk geschätzten Leitfaden der Wohlfahrtspflege, das 1925 von Siddy Wronsky herausgegebene Quellenbuch zur Geschichte der Wohlfahrtspflege diente zum Gebrauch an Berufsschulen, Seminaren und Universitäten (Untertitel). Großen Umfang nahmen Sammlungen von Fällen und Fallanalysen ein, auch dem 1930 erschienenen Band Methoden der Fürsorge lagen zahlreiche Fallbeispiele aus dem Archiv für Wohlfahrtspflege zugrunde. Siddy Wronsky gebrauchte dabei das Wort „Fall […] nur für die soziale Schwierigkeit, für das Problem, was zu lösen ist […] Die Rat oder Hilfe empfangende Person wird mit dem Ausdruck ‚Klient‘ bezeichnet“, so formuliert in der gemeinsam mit Alice Salomon 1926 herausgegebenen Fallsammlung von Familienfürsorgerinnen und Jugendfürsorgern unter dem anspruchsvollen Titel Soziale Therapie12.

Methodische Erkenntnisse

Siddy Wronsky, die eher soziologisch als pädagogisch orientiert war, beschäftigte sich intensiv mit den gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland im und nach dem Ersten Weltkrieg wie Armut, Deklassierung und Hilfebedürftigkeit als Massenphänomen. Sie widersprach konservativen Schuldzuweisungen an für ihr Elend selbstverantwortliche Hilfebedürftige und lehnte Unterscheidungen in würdige und unwürdige Arme ab. Für Wronsky war zentral: „Erst allmählich mit den stärkeren Auswirkungen der Industrialisierung wuchs das Verständnis für die Zusammenhänge der neuen Lebensweise in Arbeitsstätte und Heim mit den neuen Nöten, die in der immer stärker hervortretenden Unterbefriedigung des Bedarfs an Luft, Nahrung, Bewegung, Familienleben, Arbeitsrhythmus, Ruhe, geistigen Erlebens zutage traten. Man begann zu erkennen, dass nicht die einzelne Gabe an den zufällig darum Bittenden als die zweckmäßige Hilfeleistung gelten konnte, sondern daß eine Einwirkung auf die Lebensverhältnisse aufgrund sorgfältiger Forschungen notwendig sei, um Lebens- und Gedeihensmöglichkeiten unter den neuen Verhältnissen für weite Kreise überhaupt erst zu schaffen.“13

Siddy Wronsky gestaltete die Konsolidierungsphase der Profession Soziale Arbeit in der Weimarer Republik besonders mit Blick auf methodische Entwicklungen höchst aktiv mit. So verfolgte sie zusammen mit Alice Salomon die Adaption der US-amerikanischen case-work-Methode und deren Übertragung in deutsche Sprache und auf deutsche Verhältnisse14, Ende der 1920er-Jahre befasste sie sich mit psychotherapeutischen Entwicklungen15.

Auswanderung nach Palästina

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme geriet das Archiv für Wohlfahrtspflege schnell unter den Einfluss der NSDAP. Im März 1933 wurde Siddy Wronsky – bis dahin eine der führenden Persönlichkeiten der Wohlfahrtspflege in Deutschland, Mitglied des Vorstands der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, in viele professionelle Kooperationen und gesellschaftliche Bewegungen eingebunden – aus ihrer Leitungsposition entlassen und ihr Name als Herausgeberin vom Deckblatt der Deutschen Zeitschrift für Wohlfahrtspflege gelöscht. Sie verlor alle Ämter und Funktionen und im Winter 1933/1934 emigrierte sie nach Palästina. Als Zionistin hatte sie sich früh Richtung Israel orientiert, sie engagierte sich in der Poale Zion, einer sozialdemokratisch-zionistischen Partei, und in verschiedenen jüdischen Vereinen und beim Aufbau jüdischer Einrichtungen, sie gehörte dem Jüdischen Frauenbund an und war aktiv in der Women’s International Zionist Organization (WIZO).
Nach ihrer Flucht aus Deutschland baute sie in Palästina zusammen mit anderen Emigrantinnen, die sie zum Teil aus Deutschland und der Berliner Sozialen Arbeit kannte, ein System Sozialer Arbeit auf. Dazu gehörten soziale Einrichtungen, Ausbildungslehrgänge, eine Bibliothek, eine nach dem Vorbild der Sozialen Frauenschule von Alice Salomon in Jerusalem eröffnete erste Ausbildungsstätte für Sozialarbeiterinnen in Palästina und nicht zuletzt die Gründung des Verbandes palästinensischer Fürsorgerinnen.

Verfasst von
Prof. Dr. Sabine Toppe

geb. 1962, Pädagogik-Studium mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik/Sozialarbeit, Promotion zum obrigkeitsstaatlichen Mutterschaftsdiskurs im 18. Jahrhundert, Professorin für Geschichte der Sozialen Arbeit an der ASH Berlin. Forschungsschwerpunkte: Frauenbewegung und Soziale Arbeit, Geschichte von Familie und Kindheit, Historische Geschlechterdiskurse, Sozialpädagogische Bildungsforschung.

Netzwerk von Siddy (Sidonie) Wronsky

Zitate von Siddy (Sidonie) Wronsky

… in der ungeheuren Zersplitterung von Kräften und Geldmitteln […] sowie in der unbefugten Ausnutzung eines gebefreudigen Publikums für angeblich wohltätige Einrichtungen, die aber tatsächlich dem Erwerb oder der Eitelkeit der Vereinsleitung zugute kommen.
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Quelle
Wronsky, Siddy: Zur Prüfung von Wohlfahrtseinrichtungen, in: Zeitschrift für das Armenwesen, 13. Jg., 1912, S. 266-270, hier S. 267.
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Biografie von Siddy (Sidonie) Wronsky

Geburt in Berlin

1910

Herausgabe des ‚Graubuch‘, der ‚Führer durch das soziale Berlin‘, ein Auskunftsbuch, das Anschriften, Tätigkeitsprofile und Erfolgskriterien unterstützungswürdiger privater Wohlfahrtsorganisationen auflistete

1914 - 1919

Vorstand des Berliner Nationalen Frauendienstes

1915

Engagement im Jüdischen Volksheim in Berlin

1917 - 1933

Vorsitzende des Berliner Jüdischen Frauenbundes

1920 - 1923

Vorsitzende des deutschen Landesverbandes der Women’s International Zionist Organization (WIZO)

1922

Übernahme der Leitung des Archivs für Wohlfahrtspflege

ab 1928

Geschäftsführender Vorstand der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Winter 1933/34

Flucht nach Palästina

Tod in Jerusalem

Fußnoten

  • 1. Wronsky, Siddy: Arbeitslaufbahn, ohne Ort und Jahr, S. 2.
  • 2. Konrad, Franz-Michael: Paradigmen sozialpädagogischer Reform in Deutschland und Palästina. Zur Erinnerung an Siddy Wronsky (1883-1947), in: Soziale Arbeit, 1987, 36. Jg., H. 12, S. 459–467, hier S. 460.
  • 3. Reinicke, Peter: Siddy Wronsky : Ein Leben für die Sozialarbeit, in: Soziale Arbeit, 2008, H. 7, S. 242–250.
  • 4. Wronsky: Arbeitslaufbahn, S. 22.
  • 5. Dies.: Zur Prüfung von Wohlfahrtseinrichtungen, in: Zeitschrift für das Armenwesen, 1912, 13. Jg., S. 266–270, hier S. 267.
  • 6. Wenzel, Cornelia: Siddy Wronsky, in: Eggemann, Maike / Hering, Sabine (Hg.): Wegbereiterinnen der modernen Sozialarbeit: Texte und Biographien zur Entwicklung der Wohlfahrtspflege, Weinheim/München 1999, S. 254–281, hier S. 255.
  • 7. Wronsky: Arbeitslaufbahn, S. 2.
  • 8. Ebenda.
  • 9. Wronsky, Siddy: Die Fürsorge in ihren verschiedenen Gebieten, in: Berliner Fürsorge-Arbeit während des Krieges. Vorträge und Berichte aus dem Ausbildungs-Lehrgang der Zentrale für private Fürsorge, Berlin 1916, S. 82–102, hier S. 85.
  • 10. Konrad: Zur Erinnerung an Siddy Wronsky, S. 461.
  • 11. Feustel, Adriane: Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit 1925-1933. Verhandlungs- und Sitzungsprotokolle, Jahresberichte, Dozentenkonferenzen, Lehrpläne, Berlin 1992.
  • 12. Wronsky, Siddy / Salomon, Alice: Soziale Therapie: Ausgewählte Akten aus der Fürsorge-Arbeit, Berlin 1926, S. III.
  • 13. Wronsky Siddy: Methoden der Fürsorge, in: Deutsche Zeitschrift für Wohlfahrtspflege, 1929, H. 5, S. 279.
  • 14. Wronsky / Salomon: Soziale Therapie.
  • 15. Wronsky Siddy / Kronfeld, Arthur: Sozialtherapie und Psychotherapie, Berlin 1932.
Ausgewählte Publikationen
Wronsky, Siddy: Zur Prüfung von Wohlfahrtseinrichtungen, in: Zeitschrift für das Armenwesen, 13. Jg., 1912, S. 266-270.
Wronsky, Siddy: Die Fürsorge in ihren verschiedenen Gebieten, in: Berliner Fürsorge-Arbeit während des Krieges. Vorträge und Berichte aus dem Ausbildungs-Lehrgang der Zentrale für private Fürsorge, Berlin 1916, S. 82-102.
Wronsky, Siddy / Salomon, Alice: Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Leipzig 1921.
Wronsky, Siddy: Gegenwartsaufgaben der jüdischen Wohlfahrtspflege, Berlin 1924.
Wronsky, Siddy: Quellenbuch zur Geschichte der Wohlfahrtspflege zum Gebrauch an Berufsschulen, Seminaren und Universitäten, Berlin 1925.
Wronsky, Siddy: Internationale Wege und Methoden der sozialen Ausbildung, in: Deutsche Zeitschrift für Wohlfahrtspflege, 1. Jg., 1925/26, S. 174-177.
Wronsky, Siddy / Salomon, Alice: Soziale Therapie: Ausgewählte Akten aus der Fürsorge Arbeit, Berlin 1926.
Wronsky, Siddy: Zur Soziologie der jüdischen Frauenbewegung, in: Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur, 28. Jg., 1927, S. 84-99.
Wronsky, Siddy / Muthesius, Hans: Methoden individualisierender Fürsorge in Deutschland, in: Internationale Konferenz für Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik, Paris 9. bis 13. Juli 1928, Karlsruhe 1928, S. 1-24.
Wronsky, Siddy: Das Archiv für Wohlfahrtspflege, in: Berliner Wohlfahrtsblatt, 4. Jg., 1928, S. 49-52.
Wronsky, Siddy: Methoden der Fürsorge, Berlin 1930.
Wronsky Siddy/ Kronfeld, Arthur: Sozialtherapie und Psychotherapie, Berlin 1932.
Wronsky, Siddy: Tagebuchblätter, in: Blätter des Jüdischen Frauenbundes, 9. Jg. 1933, H. 12, S. 10-11.
Wronsky, Siddy: Social Work and the Jewish Community Idea in Palestine, London 1936.
Berger, Manfred: Wer war... Siddy Wronsky?, in: Sozialmagazin, 2000, H. 6, S. 6–8.
Heitz, Gertrud: Siddy Wronsky, Pionierin sozialer Arbeit, in: Bulletin des Leo-Baeck-Instituts, Bd. 80. 1988, S. 19–36.
Konrad, Franz-Michael: Paradigmen sozialpädagogischer Reform in Deutschland und Palästina. Zur Erinnerung an Siddy Wronsky (1883-1947), in: Soziale Arbeit 36 (1987) 12, S. 459-467.
Konrad, Franz-Michael: Bibliographie Siddy Wronsky, in: Soziale Arbeit 36 Jg., 1987, H. 12, S. 467-470.
Reinicke, Peter: Siddy Wronsky. Ein Leben für die Sozialarbeit, in: Soziale Arbeit, 2008, H. 7, S. 242-250.
Wenzel, Cornelia: Siddy Wronsky, in: Eggemann, Maike / Hering, Sabine (Hg.): Wegbereiterinnen der modernen Sozialarbeit: Texte und Biographien zur Entwicklung der Wohlfahrtspflege, Weinheim und München 1999, S. 254-281.
Wieler, Joachim: Siddy Wronsky, in: Dick, Jutta / Sassenberg, Marina (Hg.): Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert, Reinbek bei Hamburg 1993, S. 406 - 407.