Dokumentation zum Kirchentag-Frauenforum am 9.7.1989 in Leipzig
Bildnachweis
GrauZone, Dokumentationsstelle zur nichtstaatlichen Frauenbewegung in der DDR - c/o Robert-Havemann-Gesellschaft
Lizenz
Schließen

Feministische und Geschlechterbewusste Arbeitskreise und Theologien in der DDR

verfasst von: Prof. Dr. Ulrike E. Auga
veröffentlicht 06. März 2019
Die Feministische Theologie entwickelte sich zu einer wichtigen Strömung innerhalb der nichtstaatlichen Frauenbewegung. Theologinnen und Akteurinnen der evangelischen Kirche stellten den informellen Frauengruppen nicht nur räumliche und technische Ressourcen bereit. Sie fungierten auch als wichtige Netzwerkerinnen inner- und außerhalb der DDR.

Die Anfänge der feministischen Theologie in der DDR

Zunächst schien die Feministische Theologie, wie sie sich in den 1960er-Jahren in den USA und Westeuropa herausgebildet hatte, an der DDR vorbeizuziehen, bis ab Mitte der 1980er-Jahre eine aktive Rezeption entstand. Die kirchliche Frauenbewegung und feministische Arbeitskreise entwickelten sich erstens aus der traditionellen Frauenarbeit der Kirche, zweitens aus privaten Arbeitsgruppen, die sich mit feministischer Theorie und Theologie beschäftigten, und drittens auch aus der ökumenischen Diskussion um die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft heraus. Besonders die 1981 abgehaltene Synode in Sheffield – zu der auch DDR-Delegierte reisen durften – förderte die feministische Diskussion in der DDR-Kirche.1

Die frühen Feministischen Theologien in den USA und Westeuropa, inklusive der BRD, waren auf der Basis der säkularen Frauenbewegung entstanden und hatten deren Ergebnisse in die wissenschaftliche Diskussion der Theologie importiert. Das war in der DDR anders. Wie Carola Ritter betonte, wurden in der DDR die in den USA entwickelten Ansätze Feministischer Theologien direkt von den an der kirchlichen Basis Arbeitenden aufgenommen. Hier traten diejenigen hervor, die vom Druck etablierter kirchlicher Kontrolle besonders betroffen waren, nämlich Angestellte im kirchlichen Dienst. So wurden Fragen traditioneller, Geschlechter normierender Bibelauslegung häufig zunächst von Theolog_innen und Diakon_innen aufgegriffen, in privaten Zirkeln diskutiert und dann in Gemeinden und Frauen- und Lesbengruppen getragen. Erst verspätet gelangte die Feministische Theologie in der DDR in die akademischen Diskussionen.2

Auch in den evangelischen Kirchen der DDR gab es ordinierte Theologinnen. Von 1960–1970 herrschte jedoch das Zölibat für Pfarrerinnen.3 In der DDR entstand im Auftrag des Kirchenbundes die „Orientierungshilfe über das Verhältnis von Frau und Mann in Kirche und Gesellschaft“.4

Es entstanden zahlreiche unterschiedlich ausgerichtete Frauengruppen, aber auch dezidiert feministisch-theologische Arbeitsgruppen in Berlin und anderen Städten der DDR. 1981 wurde in Berlin eine AG Feministische Theologie ins Leben gerufen. Im März 1981 kamen in der Wohnung von Annemarie und Albrecht Schönherr in Berlin Frauen zusammen, die Interesse an feministischer Theologie besaßen und die daraufhin einen Arbeitskreis bildeten, der für zwei Jahre beim Kirchenbund angesiedelt war und der sich auf Einladung Ursula Radkes versammelte. 1983 gründeten sich sowohl die Frauengruppe Berlin als auch die Ost-West-AG Feministische Theologie. 1984 entstand die Frauengruppe des Sprachenkonvikts Berlin, das in kirchlicher Trägerinschaft war. Auch Studierende der Theologie, die teilweise im Stift Johanneum in Berlin wohnten, beteiligten sich an feministischer Arbeit. So entstanden Überkreuzungen von feministischen und feministisch-theologischen Interessen.

1989 fand ein Frauen-Hearing im Rahmen der ‚Ökumenischen Dekade der Kirche in Solidarität mit den Frauen‘ statt. Diese Veranstaltungen brachten Pastorinnen und Frauen aus der kirchlichen Praxis mit Theologinnen und Studentinnen aus dem wissenschaftlichen Bereich zusammen. Hier entstand ein Netzwerk Feministischer Theologie, das auf einer Wechselwirkung zwischen praktischer Erfahrung und theoretischer Reflexion beruhte.5

Arbeitskreis Feministische Theologie in der DDR

Die wichtigste Einrichtung wurde der am 10. bis 11. Oktober 1987 in Berlin gegründete Feministische Arbeitskreis, der wesentlich durch Frauen in der Kirche initiiert worden war.
Die Europäische Gesellschaft für Frauen in Theologischer Forschung (ESWTR) wurde 1986 in Magliaso, Schweiz, gegründet. Die DDR-Theologin Dr. Angelika Engelmann aus Dresden erhielt die Erlaubnis, daran teilzunehmen. Im Anschluss gründete Angelika Engelmann den Arbeitskreis Feministische Theologie in der DDR, der wie eine nationale Sektion wirkte, deren Gesamtarbeit sie seither leitete. Die Aufgabe des Arbeitskreises war es, einerseits eine Feministische Theologie im Kontext der DDR zu etablieren und andererseits ein Netzwerk zwischen feministisch-theologisch arbeitenden Personen aufzubauen. Dem ökumenisch ausgerichteten Arbeitskreis schlossen sich 150 bis 180 generationenübergreifend Interessierte aus der gesamten DDR an, darunter vor allem Pfarrerinnen. Einmal jährlich fand ein Vernetzungstreffen in Berlin statt, das von circa 30 bis 50 Personen besucht wurde.6

Einladung und Programm zum Treffen des Arbeitskreises Feministische Theologie 27./28.4.1990

Die Arbeit wurde in vier Gruppen unterteilt. Die Arbeitsgruppe ‚Themen feministischer Theologie‘ wurde von Dorothea Strube aus Retschow geleitet. Die Arbeitsgruppe ‚Bibellesende Frauen‘, in der sich vor allem Gemeindepfarrerinnen trafen, wurde von Ute Clemens, Berlin, koordiniert, sammelte und erarbeitete unter anderem Predigtmeditationen. Die Arbeitsgruppe ‚Frauengerechte Sprache im Gottesdienst‘ stand unter der Leitung von Friederike Köckert, Teiche, und erstellte liturgische Textsammlungen. Nach der Wende erschien eine hektographierte Broschüre mit 50 Texten aus der DDR.7 Die Arbeitsgruppe ‚Soziale Umwelt von Frauen in der DDR‘ wurde von Kerstin Gommel, Jena, gelenkt und sorgte insbesondere für die öffentliche Sichtbarkeit des Arbeitskreises. Beispielsweise erstellte die Arbeitsgruppe eine Vorlage zur rechtlichen Frage des Schwangerschaftsabbruches, ‚Christinnen für die Beibehaltung des § 153‘, in der eine Beibehaltung des weitergehenden DDR-Rechts statt der Übernahme des § 218 StGB verlangt wurde. Das Votum wurde vom gesamten Arbeitskreis getragen und der Unterschriftensammlung dafür schlossen sich zahlreiche Gruppen des Unabhängigen Frauenverbandes an. Die Tatsache, dass feministische Theologinnen eine Fristenlösung unterstützten, rief starke Auseinandersetzungen in Kirche und Gesellschaft hervor.8

Orte feministischer Theologie in der DDR

Programm für die 3. Werkstatt Feministische Theologie in Hirschluch 1988

Die Evangelischen Akademien in der DDR waren ein Ort der Gegenöffentlichkeit, der zahlreiche sonst nicht mögliche Debatten erlaubte. So fand auch die feministische Theologie hier einen Ort, insbesondere an der Evangelischen Akademie Berlin-Weißensee. Neben Evangelischen Akademien nahmen Pastoralkollegs und Pfarrkonvente Feministische Theologie in ihre Programme auf. Außerdem gab es jährlich einen Theologinnenkonvent und seit 1985 drei Werkstätten für Feministische Theologie, die von Elisabeth Adler, Gudrun Althausen und Annemarie Schönherr initiiert worden waren. Die erste Werkstatt fand 1985 in Hirschluch bei Berlin statt. Es beteiligten sich circa 60 Theologinnen und Studentinnen aus allen Evangelischen Landeskirchen der DDR.9 Schließlich waren auch Treffen des Theologinnenkonvents, der ein Verein von evangelischen Theologinnen ist, und insbesondere Kirchentage Orte des Ausübens feministischer Theologie.

Auch auf DDR- Kirchentagen gab es Frauenforen und zunehmend Frauentage und Lesbenveranstaltungen.10 Seit dem Mauerbau 1961 hatten die Kirchentage in der DDR eine eigene Struktur. Kirchentage waren in der DDR nach Landeskirchen getrennt. Sie erhielten großen Zuspruch. Die erste weibliche Kirchentagsvorsitzende war Annemarie Schönherr (1990–91).11 1987 fand das erste Frauenforum auf dem Berliner Kirchentag statt und war im Anschluss auf allen Kirchentagen der DDR vertreten: 1987 Berlin: ‚…und ich will bei Euch wohnen‘; 1988 Halle, Erfurt: ‚Umkehr führt weiter‘; Görlitz: ‚Umkehr hilft leben‘; Rostock: ‚Brücken bauen‘; 1989 Leipzig: ‚Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?‘.12
Das Frauenforum des Kirchentages in Berlin 1987 war von einer Frauengruppe vorbereitet worden. Unter großer Anteilnahme wurde eine Inszenierung aufgeführt, bei der sich in Spielszenen Berliner Frauen aus mehreren Jahrhunderten begegneten. Die Frauengruppe lud unter dem Schirm der Frauenarbeit Berlin-Brandenburg, die unter der Leitung von Gudrun Althausen stand, noch einige Jahre zu Frauenforen ein.13

Programm des Frauenforums auf dem Kirchentag in Leipzig 1989

Veröffentlichungen der unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung in der DDR

Die Veröffentlichungen der unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung in der DDR vor der politischen Wende sind mit vielen Materialien im Frauenarchiv Grauzone gesammelt, das auf einer privaten Initiative von Samirah Kenawi beruhte und sich heute bei der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. befindet. Die Herausgaben unterstreichen die große Bandbreite der Themen und Gruppen der säkularen und christlichen unabhängigen Frauen- und Lesbenbewegung, die sich unter dem Dach der Kirche versammelten und interessante Allianzen eingingen.14

Für eine Verbesserung der Information und Vernetzung des Arbeitskreises Feministische Theologie in der DDR wurde der Informationsbrief Das Netz gegründet, der von Januar 1988 bis Mai 1993 ungefähr einmal im Jahr jährlich publiziert wurde. Die Zeitschrift das Lila Band erschien insgesamt sechsmal zwischen 1987 und 1989 in der DDR und war trotz der Publikation in kirchlicher Trägerschaft eine autonome Initiative. Die Publikation frau anders war ein Informationsblatt von Lesben aus Thüringen, das von Januar 1989 bis 1993 veröffentlicht wurde.15

Erste Ausgabe ‚Das Netz‘

Getrennte Erfahrungen, andere gesellschaftliche Visionen. Zur Kontextualität des Feminismus und der theologischen Ansätze

Die Friedliche Revolution ging nicht in eine gemeinsame Freiheits- und Demokratievorstellung ein. Die Trennung verläuft jedoch nicht zwischen ‚Ost‘ und ‚West‘, ‚Männern‘ und ‚Frauen‘, ‚Christ_innen‘ oder ‚Atheist_innen‘. Hegemoniale und dissidentische Strömungen und Allianzen besitzen verschiedene Vorstellungen eines kollektiven Zusammenlebens. Einige Erfahrungsbereiche zeigen besonders deutlich die unterschiedlichen Perspektiven ost- und westdeutscher Feministinnen: die Geschlechterkonstruktion anhand des Mutterbildes, die Einstellung zum Recht und Kapitalismus. In der DDR war die ökonomisch unabhängige berufstätige Frau und Mutter die Norm. Es hatte sich in Ost wie West gezeigt, dass die rechtliche Gleichstellung nicht das Ende der symbolischen, religiösen und materialen Konstruktion von Geschlecht und dessen hierarchischer Ordnung herbeiführte, wie einige (neo-)liberale Ansätze annehmen. „Bereits vor der Wende gab es eine Trennung in Kritiker_innen und Befürworter_innen von Marktwirtschaft. Letztere wählten dann oft den Weg der Ausreise in die BRD. Viele jedoch blieben in der DDR, weil sie sich eine solidarischere Gesellschaft ohne Kapitalismus vorstellten und die BRD keine Alternative war. Das war auch das Anliegen des Runden Tisches der Wendezeit, der an einer neuen Verfassung arbeitete.“16

1994 und 1995 erschienenen Bücher von Katrin Rohnstock, Ulrike Helwerth und Gisela Schwarz,17 die heftige Debatten auslösten, weil sie ein hegemoniales, universalistisches, koloniales Selbstverständnis von einigen Personen des ‚Westens‘ herausarbeiteten, den antikapitalistischen Charakter des Widerstandes in der DDR unterstrichen und einen neuen solidarischen deutschen Staat imaginierten.18

Was dort für die säkularen Feminist_innen problematisiert wird, zeigt Ulrike E. Augas Aufsatz Stiefschwestern für die Feministischen Theologien. Schließlich wird untersucht, was der besondere – vor dem Hintergrund des diktatorischen DDR-Regimes entstandene – visionäre Charakter einiger feministischer und/oder theologischer Perspektiven auf die Theologie als Wissenschaft und kritische Religionsforschung in Verbindung mit solidarischer gesellschaftlicher Imagination sein könnte.19 Die Frage von religiösen Praxen und individueller und kollektiver Handlungsmacht, die in der DDR aufgeworfen wurde, ist in gegenwärtigen Debatten zentral. Auch die bedeutende feministische Theologin Annemarie Schönherr20 hatte, aus der DDR-Erfahrung gespeist, das Ziel einer solidarischen Weltgesellschaft stets im Blick gehalten und angemahnt.21  

Verfasst von
Prof. Dr. Ulrike E. Auga

arbeitet transdisziplinär in der Geschlechterforschung, der Kultur- und Religionswissenschaft sowie Theologie. Sie wurde in Ostberlin geboren und hatte aus politischen Gründen zunächst Studienverbot. Im Kontext des Widerstandes gegen die DDR-Diktatur entstand ihr Interesse an sozialen Bewegungen, Feministischer und Gender Kritik. Sie entwickelte ihre postkolonialen, postsäkularen und queeren Fragestellungen in Südafrika, Mali, Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten weiter. Sie ist Präsidentin der International Association for the Study of Religion and Gender (IARG). Zahlreiche Publikationen und Preise. www.ulrikeauga.com

Fußnoten

  • 1. Schönherr, Annemarie: Feministische Theologie in der DDR, in: Zeichen der Zeit, 43. Jg., 1989, H. 4, S. 96.
  • 2. Ritter, Carola: Perspektiven feministischer Theologie in der (ehemaligen) DDR, Schlangenbrut, 9. Jg., 1991, H. 34, S. 34 f.
  • 3. Engelmann, Angelika/ Taut, Evamaria: Feminismus und feministische Theologie in der DDR, in: Wacker, Marie Theres (Hg.): Der Gott der Männer und der Frauen, Düsseldorf 1987, S. 162–172, hier S. 167.
  • 4. Vgl. Bund der Evangelischen Kirche in der DDR (Hg.): Orientierungshilfe über das Verhältnis von Frau und Mann in Kirche und Gesellschaft, Berlin 1987.
  • 5. Markert-Wizisla, Christiane: Feministische Theologie aus der ehemaligen DDR – Tradition und Perspektiven einer feministischen Theologie in der DDR, in: Esser, Annette/ Schottroff, Luise (Hg.): Feministische Theologie im europäischen Kontext, Jahrbuch der ESWTR, Bd. 1, Kampen Mainz 1993, S. 140–151.
  • 6. Engelmann/ Taut: Feminismus und feministische Theologie in der DDR, S. 162–172.
  • 7. Theologische Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirche in der DDR (Hg.): Frauenkirche. Texte für Gottesdienst und Lebensvollzug, zusammengestellt von Renate Romberg, Berlin 1990 (Auflage ca. 2.000 Stück).
  • 8. Matthiae, Gisela et al. (Hg.): Feministische Theologie. Initiativen, Kirchen, Universitäten – eine Erfolgsgeschichte, Gütersloh 2008, S. 48 f.
  • 9. Engelmann/Taut: Feminismus, S. 171.
  • 10. Kenawi: Frauengruppen, S. 432 ff.
  • 11. Schönherr, Annemarie: Gottes Wege führen weiter. 1962-1992 Kirchentag in der DDR, in: Kirche in Bewegung. 50 Jahre Deutscher Evangelischer Kirchentag, Gütersloh 1999, S. 67–92.
  • 12. Matthiae: Feministische Theologie, S. 48.
  • 13. Hopstock, Waltraut: Annemarie Schönherr als Reformatorin in der kirchlichen Frauenarbeit in der DDR, in: Dokumentation des Annemarie Schönherr Symposiums, 29.02.2014, EKBO Berlin, S. 3 6, hier S. 5.
  • 14. https://www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition.
  • 15. Thüringer Archiv für Zeitgeschichte, J-K-16.06 Deckblatt der Zeitschrift frau anders, 1989. Erste Ausgabe der lesbischen Zeitschrift frau anders, Jena 1989.
  • 16. Auga, Ulrike: „Scheinbare Widersprüche und getrennte Erfahrungen. Anmerkungen zur hierarchischen Geschlechterordnung in der DDR und ihren Gegendiskursen”, in: Schlangenbrut. Zeitschrift für feministisch und religiös interessierte Frauen, 27. Jg., 2009, H. 107, S. 5–8, hier S. 8. Vgl. auch Diemer, Susanne: Patriarchalismus in der DDR. Strukturelle, kulturelle und subjektive Dimensionen der Geschlechterpolarisierung, Opladen 1994.
  • 17. Rohnstock, Katrin (Hg.): Stiefschwestern. Was Ost-Frauen und West-Frauen voneinander denken, Frankfurt a.M. 1994. Vgl. auch Nickel, Hildegard Maria: Geschlechterverhältnis in der Wende. Individualisierung versus Solidarisierung?, Berlin 1994.
  • 18. Rohnstock, Katrin, Rede zur Anti-Vereinigungsdemo am 19.12.1989 auf dem Platz der Akademie, lila offensive, in: Gesammelte Flugschriften DDR `90, Heft 2, Januar 1990, Redaktion und inhaltliche Gestaltung: Aktive aus Ostberlin, Technische Gestaltung, Produktion und Vertrieb: ASTA TU Berlin, Zugriff am 07.03.2019 unter http://www.ddr89.de/lilo/LILO9.html.
  • 19. Auga, Ulrike: ,Stiefschwestern’. Zum Verhältnis feministisch-theologischer Ansätze in Ost- und Westdeutschland, in: Auga, Ulrike et al. (Hg.): Das Geschlecht der Wissenschaften. Zur Geschichte von Akademikerinnen im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt a.M./New York 2010, S. 303–326.
  • 20. Annemarie Schönherr im Digitalen Deutschen Frauenarchiv.
  • 21. Schönherr, Annemarie: Sozialismus am Ende oder an einer Wende?, in: Neue Wege, 86. Jg., 1992, H. 4, S. 122–125; vgl. Raiser, Elisabeth / Schönherr, Annemarie: Utopien werden Wirklichkeit? Die Europäische Versammlung in Basel und ihr Impuls, in: Ökumenisches Forum Christlicher Frauen in Europa (Hg.): Ökumene weiblich. Frauen überschreiten Grenzen, Berlin 2010, S. 59–68.
Ausgewählte Publikationen
Rohnstock, Katrin (Hg.): Stiefschwestern. Was Ost-Frauen und West-Frauen voneinander denken, Frankfurt a.M. 1994.
Auga, Ulrike: „Scheinbare Widersprüche und getrennte Erfahrungen. Anmerkungen zur hierarchischen Geschlechterordnung in der DDR und ihren Gegendiskursen”, in: Schlangenbrut. Zeitschrift für feministisch und religiös interessierte Frauen, 27. Jg., 2009, H. 107, S. 5–8.
Diemer, Susanne: Patriarchalismus in der DDR. Strukturelle, kulturelle und subjektive Dimensionen der Geschlechterpolarisierung, Opladen 1994.
Auga, Ulrike et al. (Hg.): Das Geschlecht der Wissenschaften. Zur Geschichte von Akademikerinnen im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt a.M./New York 2010.
Matthiae, Gisela et al. (Hg.): Feministische Theologie. Initiativen, Kirchen, Universitäten – eine Erfolgsgeschichte, Gütersloh 2008.
Esser, Annette/ Schottroff, Luise (Hg.): Feministische Theologie im europäischen Kontext, Jahrbuch der ESWTR, Bd. 1, Kampen Mainz 1993.
Wacker, Marie Theres (Hg.): Der Gott der Männer und der Frauen, Düsseldorf 1987.