Zum Abschied von Dani Baumgartner (1984–2025)
Dani war ein zugewandter, kluger und verbindender Mensch – ein*e Kolleg*in mit großer Leidenschaft für feministische Archiv- und Bibliotheksarbeit, mit fachlicher Klarheit, mit politischer Haltung und großem Herz. Als über viele Jahre sehr geschätzte*r Bibliothekar*in bei der Frauen*solidarität in Wien und im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung hat Dani Wissen nicht nur bewahrt, sondern auch zugänglich gemacht: solidarisch und praxisnah.
Über viele Jahre war Dani in und für feministische Netzwerke aktiv – im i.d.a.-Dachverband, bei frida und zuletzt mit großer Freude auch für das europäische Netzwerk ELENOR – Feminist Memory in Action. Dani verstand Archivarbeit als kollektive Verantwortung: als Ort für Austausch, für die Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven und für gemeinsames Lernen über Organisations- und Ländergrenzen hinweg.
Was bleibt, ist eine schmerzliche Leerstelle – und zugleich ein Vermächtnis, das weiterwirkt. Dani hat gezeigt, wie politisches Arbeiten mit Empathie und Haltung verbunden sein kann, ohne an Offenheit zu verlieren. Diese Haltung wird in Archiven, Netzwerken und in der Zusammenarbeit vieler Menschen fortleben.
Wir werden Dani sehr vermissen.
In Dankbarkeit und Verbundenheit
das Team des Digitalen Deutschen Frauenarchivs
Live, Laugh, Organize – Nachruf der Frauen*solidarität
