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Zum 11. Mai feministische Archive entdecken

veröffentlicht 08. Mai 2026
Am 11. Mai jährt sich zum 39. Mal der Tag der Frauenarchive: Das haben die i.d.a.-Einrichtungen zum Anlass genommen, in ihre Bestände zu schauen und dabei spannende Objekte gefunden, die bis heute hochaktuell sind. Zahlreiche Aktionen laden zudem dazu ein, feministische Archive vor Ort kennenzulernen.

Schlagworte

  • Frauenbewegung
  • Feminismus
  • Frauengeschichte
  • Erinnerungskultur

Feministischen Erinnerungseinrichtungen stehen in engem Austausch miteinander, seit 1983 kommen sie zu „Frauenarchivetreffen“ zusammen und gründeten schließlich 1994 mit i.d.a. den Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen. i.d.a. steht hier für ‚informieren‘, ‚dokumentieren‘, ‚archivieren‘ und beschreibt damit Aufgaben und Anliegen des Zusammenschlusses.

Außerdem feiern feministische Erinnerungseinrichtungen am 11. Mai den Tag der Frauenarchive. An und um diesen Tag öffnen sie auch ihre Türen und zeigen analog wie digital ihre Bestände. Neben den großen historischen Zusammenhängen lassen sich hier feministische Bewegungen und ihre Geschichten lokal entdecken.

Plakat belladonna Frauenarchivetage
Frauen Archiv- und Bibliothekstag / Seite 1
Frauen-Archive und -Bibliotheken / Seite 1
Öffentlichkeitskampagne Frauenarchiv Bozen / Seite 1
Unsere Geschichte müssen wir selbst bewahren! / Seite 1
Frauen lesen über Frauen / Seite 1

Der 11. Mai ist der Tag der Frauenarchive

Der Tag der Frauenarchive begann zunächst mit der Öffnung einzelner Archive in Form eines Tages der offenen Tür. Schließlich wurde er zum Aktionstag von i.d.a., an dem sich in jedem Jahr viele Einrichtungen mit unterschiedlichen Angeboten beteiligen. „Das Problem war, dass Frauenarchive kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden“, erinnert sich Maren Bock, Geschäftsführerin von belladonna in Bremen. „Wir wollten mehr Sichtbarkeit für feministische Geschichte schaffen und auch Frauen außerhalb autonomer Zusammenhänge erreichen.“ Bis heute gibt der Tag Anlass, die Rolle feministischer Erinnerungseinrichtungen zu würdigen: Sie sind Teil feministischer Bewegungen – und ihr Gedächtnis.

Der Tag fällt mit dem 11. Mai bewusst auf den Geburtstag der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer (1901–1988), die im Laufe ihres Lebens knapp 3.000 Gedichte schrieb und im Januar 1988 verstorben war. In einem ihrer Gedichte heißt es: „Ich schreibe mich ins Nichts / es wird mich ewig aufbewahren“. Ganz im Sinne Rose Ausländers rückt der Tag der Frauenarchive damit das Aufbewahren von Zeitdokumenten, das Erinnern an feministische Bewegungsgeschichte ins Zentrum.

Tag der Frauenarchive ASA
Tag der Frauenarchive ASA
Tag der Frauenarchive Denkträume
Tag der Frauenarchive Denkträume
Tag der Frauenarchive AddF
Tag der Frauenarchive AddF
Tag der Frauenarchive Asta Nielson
Tag der Frauenarchive Asta Nielson
Tag der Frauenarchive Frauenkultur Leipzig
Tag der Frauenarchive Frauenkultur Leipzig
Tag der Frauenarchive Spinnboden
Tag der Frauenarchive Spinnboden
Tag der Frauenarchive Lieselle
Tag der Frauenarchive Lieselle
Tag der Frauenarchive FrauenGenderBibliothek Saar
Tag der Frauenarchive FrauenGenderBibliothek Saar
Tag der Frauenarchive ausZeiten
Tag der Frauenarchive ausZeiten
Tag der Frauenarchive FrauenMediaTurm
Tag der Frauenarchive FrauenMediaTurm

Feministische Erinnerungsarbeit kennenlernen

Von den i.d.a.-Einrichtungen öffnen dieses Jahr an und um den 11. Mai online wie analog die folgenden ihre Türen: 

So öffnet zum Beispiel DENKtRÄUME in Hamburg anlässlich zum Tag der Frauenarchive seine Türen bereits am 10.5. ab 11 Uhr und gibt Einblicke in ihre Räume und Bestände, insbesondere zur lesbischen Geschichte. Außerdem findet ein Bücherflohmarkt statt und es können Buttons gemacht werden.

Auch in Leipzig öffnet das Louise-Otto-Peters-Archiv am 11. Mai ab 13 Uhr die Türen. Dabei berichten Archivmitwirkende über die Anfänge des 1997 gegründeten Archivs und gewähren Einblicke in die ehrenamtlich geführte Archivarbeit vor Ort, in dessen Zentrum das Leben und Werk der Frauenpolitikerin Louise-Otto-Peters (1819-1895) steht. Außerdem gibt es auch einen Büchertisch.

belladonna in Bremen öffnet am 11. Mai zudem ab 16 Uhr das Archiv und lädt zu einem spannenden Programm ein: Was ist das Besondere an belladonna? Und warum ist das belladonna Archiv eines der größten Frauenarchive Deutschlands? Welche Bedeutung hat belladonna für Bremen? Das und mehr können Besucher*innen in lockerer Atmosphäre erfahren.

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel öffnet am 11. Mai von 17 bis 20 Uhr seine Räumlichkeiten und bietet After-Work Führung(en) durch die Ausstellung „Elisabeth Selbert. Ein Leben für die Demokratie“ sowie Einblicke in die Arbeiten des AddF an.

In Frankfurt am Main laden feministische Archive am 11. Mai ein, darunter die i.d.a.-Einrichtungen Kinothek Asta Nielsen, Archiv Frau und Musik, LUQS, zum Stöbern und Kennenlernen sowie zu einem Barbabend ab 19 Uhr in der Fembib.

Diese Auswahl von Angeboten zum Tag der Frauenarchive am 11. Mai 2026 ist nicht abschließend. Bitte informieren Sie sich über aktuelle Angebote in ihrer i.d.a.-Einrichtung vor Ort.

Und sei dabei: #SupportYourLocalFeministArchive, denn hier findest du #GeschichteDieZählt!

Stand: 08. Mai 2026
Lizenz (Text)
CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
  • CC BY-SA 4.0
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