Hinterm Mond links

veröffentlicht 16. Oktober 2019

2002 startete Karin Weber vom Lesbenarchiv Frankfurt die lesbisch-schwule Lesenacht. Seither findet sie immer während der Frankfurter Buchmesse statt und erfreut sie sich weit über Frankfurts Grenzen hinaus großer Beliebtheit. Gern folgen Publikum und Autor*innen der Einladung. Gelesen wird aus Neuerscheinungen, vor allem aus belletristischen Werken und immer wieder auch aus den Erotikreihen Mein lesbisches Auge und Mein schwules Auge, die jährlich erscheinen. 

Am Samstag, den 19. Oktober 2019 findet die diesjährige Lesenacht statt, wie immer mit einer vielfältigen Auswahl: Auf dem Programm stehen beispielsweise Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden, herausgegeben von Stef und Sven Hensel. Das Buch beinhaltet Bühnentexte queerer Slampoet*innen, die die vielfältige LSBTIQ-Lebensrealitäten widerspiegeln. Erotische Perspektiven kommen dieses Jahr von Karin Rick, die aus ihrem neuen Buch Ladys, Lust und Leidenschaft liest. 

 

Queerwesen
Fantastische Queerwesen - zu finden bei der 17. lesbisch-schwulen Lesenacht.
lesbisch schwule Lesenacht 2007
Quelle
Lesbenarchiv Frankfurt
Lizenz
Das Plakat der Lesenacht aus dem Jahr 2007.

 

Mittlerweile ist die Lesenacht eine Institution mit Geschichte. Das zeigt auch der Blick ins Archiv: Im Rahmen der DDF-Projektförderung hat das Lesbenarchiv Frankfurt die Plakate der Lesenacht digitalisiert. Der Blick auf den Buchreigen seit 2002 ist beeindruckend! Außerdem wurden im Projekt Zeitschriften der Frauenbewegung erfasst und Interviews mit Akteurinnen der Lesbenbewegung in Frankfurt geführt. Ein Beitrag über die Lesbenbewegung in Frankfurt seit den späten 1980er Jahren erscheint demnächst im DDF-Portal. Lesenacht und DDF-Projekt zeigen: Frankfurt ist alles andere als hinterm Mond!

17. lesbisch-schwule Lesenacht am 19.10.2019 ab 20 Uhr im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus. Durch den Abend führen Karin Weber und Holger Heckmann.

Stand: 16. Oktober 2019

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