„Gemeinsam gegen Sexismus“: DDF tritt neuem Bündnis bei

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„Sexismus ist ein Problem, das wir nur gemeinsam bekämpfen können“, heißt es in der Ankündigung zum neuen Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“. Es verbindet Partner*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, tritt künftig gemeinsam aktiv gegen strukturellen Sexismus ein und macht hier insbesondere intersektionale Perspektiven stark.

Vom Netzwerk zum Bündnis

Viele Menschen erleben in ihrem Alltag und am Arbeitsplatz Herabwürdigungen, Grenzverletzungen und Machtmissbrauch aufgrund ihres Geschlechts – bis hin zur sexualisierten Gewalt. Hier setzt die Initiative als interdisziplinäres Bündnis an, um sich aktiv gegen strukturellen Sexismus einzusetzen und hier insbesondere auch intersektionale Perspektiven starkzumachen.

Das Bündnis baut auf dem Netzwerk der Gemeinsamen Erklärung „Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung" auf, das 2021 vom BMFSFJ gestartet wurde. Gemeinsam mit der EAF Berlin soll ein breites gesellschaftliches Bündnis aufgebaut werden.

Rund 350 Unterzeichnende sind bereits aktiv: Unternehmen, Organisationen und Verbände sind aufgerufen, sich dem Bündnis ebenfalls anzuschließen.

Bündnis Gemeinsam gegen Sexismus
EAF Berlin
Mit der Gründung geht auch die neue Website des Bündnisses online: www.gemeinsam-gegen-sexismus.de.

#gemeinsamgegensexismus

Am 16. Februar wird das Bündnis von seiner Schirmherrin Bundesministerin Lisa Paus offiziell gegründet und via Livestream übertragen, moderiert von der Journalistin Shelly Kupferberg. „Wir wollen den Kulturwandel“, sagt Bundesministerin Paus in ihrer Eröffnungsrede. „Wir wollen das Bündnis bekanntmachen, damit überall ein Bewusstsein für Sexismus besteht, und die Bündnispartner*innen unterstützen.“

Zum Start des Bündnisses im Atrium Microsoft Berlin sind Vertreter*innen von DaMigra, dem Weibernetz und dem Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft vor Ort. Inhaltlich machen sie die inhaltlichen Schwerpunkte der künftigen Bündnisarbeit stark, wie Sexismus in Mittelstand und Handwerk und insbesondere intersektionale Perspektiven.

Bündnis Gemeinsam gegen Sexismus
Sebastian Rau
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photothek.de
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Auftaktveranstaltung zum Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus" im Berliner Atrium von Microsoft am 16. Februar 2023.

„Ich sehe dabei einen großen Mehrwert von Kooperationen, denn jede andere Sichtweise stärkt auch die eigene“, sagt Delal Atmaca (DaMigra e.V.). „Mehrfachdiskriminierung ist ein zentrales Thema, so sehen wir zum Beispiel Sexismus gepaart mit Ableismus in vielen Beispielen im Alltag. Es sind Machtstrukturen, die da im Gange sind. Wir müssen dafür sensibilisieren und alle intersektionalen Perspektiven in den Blick nehmen“, bekräftigt Martina Puschke (Weibernetz).

„Wir möchten Gesellschaft verändern. Bis 2025 möchten wir Organisationen ermutigen, sich gegen Sexismus zu positionieren. Dafür werden wir das Bündnis vergrößern und einen Expert*innenrat erstellen sowie eine Plattform gestalten zum Austausch und Informationsvermittlung“, gibt die Projektleiterin der EAF Berlin Stefanie Lohaus als Ausblick.  

Für mehr Informationen zum Bündnis und Möglichkeiten der Unterstützung und Beteiligung: www.gemeinsam-gegen-sexismus.de

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