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Frauen kämpfen für den Frieden

verfasst von
  • Dr. Barbara Krautwald
  • Michaela Wilhelm
veröffentlicht 08. August 2024
Frieden ist schon immer ein zentrales Anliegen der Frauenbewegungen – egal zu welcher Zeit. Das spiegelt sich im diesjährigen DDF-Projekt des Archivs der deutschen Frauenbewegung wider. Darin werden der Nachlass der westdeutschen Friedensaktivistin Gerda Weber mit Wurzeln im brandenburgischen Perleberg und der Bestand des international agierenden Frauennetzwerks für Frieden erschlossen.
Schlagworte
  • Frauenfriedensbewegung
  • Friedensbewegung
  • Netzwerk

Im Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) befinden sich bereits zahlreiche Archivbestände zur Frauenfriedensbewegung und zum friedenspolitischen Engagement von einzelnen Frauen nach 1945. Hier seien insbesondere Akteurinnen wie Eleonore Romberg (1923—2004), Ingeborg Küster (1909—2004) und Elly Steinmann (1921—2009) zu nennen. Auch die Organisationen World Organisation of Mothers of all Nations (W.O.M.A.N.) und die deutsche Sektion der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Geprägt von den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs schließen sich Frauen in Ost- und Westdeutschland zusammen und sprechen sich gegen eine Wiederaufrüstung und gegen Atomwaffen aus. In den letzten Jahren konnten weitere Bestände akquiriert werden, von denen zwei im aktuellen DDF-Projekt erschlossen werden. 

Akteurinnen für den Frieden

Eine Friedensaktivistin, deren Nachlass bearbeitet wird, ist Gerda Weber (1923—2021). Sie war zudem die Vorsitzende des westdeutschen Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) und spätere Kommunismusforscherin. In ihrem Nachlass spiegelt sich ihre aktivistische und publizistische Tätigkeit wider. Darin lassen sich vornehmlich Sammlungen zur westdeutschen Frauenfriedensbewegung, der Friedensbewegung in der DDR, dem DFD sowie zu einzelnen Akteurinnen der Frauenbewegung finden. Besonders erwähnenswert ist dabei die Sammlung zum Wiener Völkerkongress für den Frieden von 1952. Weber schrieb einen Bericht über den Kongress für den DFD, woraus sich schließen lässt, dass sie selbst an diesem teilgenommen hat. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Bulletins und Zeitungen finden, die detailreich und gut bebildert die Ereignisse und Beschlüsse des Kongresses wiedergeben.

Frauen kämpfen für den Frieden, DDF-Projektförderung AddF
Michaela Wilhelm
Quelle
AddF - Archiv der deutschen Frauenbewegung
Lizenz
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Eine Auswahl von Dokumenten aus der Sammlung zum Wiener Völkerkongress für den Frieden von 1952 im Nachlass der Friedensaktivistin Gerda Weber (NL-P-68 ; 2-11).

Der Bestand des Frauennetzwerk für Frieden (FNF) wird ebenfalls erschlossen. Der bis heute aktive Verein wurde 1996 in Bonn gegründet und hat das Ziel, einzelne Frauen sowie Frauenvereine, die sich für Frieden auf der Welt engagieren, zu vereinen. Zu diesem Zweck organisiert der Verein lokale und internationale Treffen und Konferenzen, fördert Projekte zur Konfliktlösung und ruft öffentlich zum Frieden auf. Das aktuelle Erschließungsprojekt belegt diese Arbeit. Es finden sich Dokumente zu Projekten des Vereins, beispielsweise in Deutschland oder in Serbien, Initiativen zur Förderung von Frauenrechten der UN und EU oder auch Korrespondenzen zwischen Frauen- und Friedensinitiativen. Es gibt auch Dokumente aus der Zeit vor 1996, die von der langjährigen Vorsitzenden Heide Schütz gesammelt wurden. Diese beschäftigen sich vorwiegend mit der Vorbereitung der Frauenkonferenz in Peking 1995. Zudem finden sich im Bestand Unterlagen zur Redaktionsarbeit und Layoutentwürfe der Bonner Friedenszeitung „Friedens-Klärchen“, die von 1983 bis 1992 erschien. 

Mit der Bearbeitung dieser Bestände können weitere Quellen zur Erforschung der Frauenfriedensbewegung aus unterschiedlichsten Jahrzehnten zugänglich gemacht und somit weitere Lücken in der Überlieferung geschlossen werden.

Das AddF besteht seit 1983 in Kassel. Es betreibt ein Forschungsinstitut und Dokumentationszentrum zu Frauenbewegungen und Frauengeschichte des 19. und 20 Jahrhunderts. Neben einer Spezialbibliothek unterhält es ein umfangreiches Archiv, in dem Bestände von Frauenvereinen und -organisationen sowie Nachlässe gesammelt werden.

Das DDF-Projekt vom AddF ist am 1. Januar 2024 gestartet und hat eine Laufzeit von 12 Monaten. Neben den Quellen zur Frauenfriedensbewegung werden die Bestände zweier Protagonistinnen der bürgerlichen Frauenbewegung, Marianne Weber und Dorothee von Velsen, bearbeitet. Außerdem soll der Bestand an visuellen Quellen mit der Erschließung von rund 600 Fotografien aus dem Fotobestand der Gymnastikschule Schwarzerden weiter ausgebaut werden. Zudem werden weitere wichtige Quellen der Frauenbewegung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert digitalisiert und es entstehen Essays zu den Akteurinnen Gerda Weber, Marianne Weber, Marie Raschke, dem FNF und dem Einfluss der Frauenbewegung auf verschiedene Berufsfelder – für mehr Frauenfriedensbewegung im DDF.

Ausgewählte Beiträge vom AddF im DDF:

  • DFD: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/demokratischer-frauenbund-deutschlands-dfd
  • Dorothee von Velsen: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/dorothee-von-velsen
  • WFFB: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/westdeutsche-frauenfriedensbewegung-wffb
  • Ingeborg Küster: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/ingeborg-kuester
Stand: 08. August 2024
Lizenz (Text)
CC BY-SA 4.0
Verfasst von
Dr. Barbara Krautwald

Historikerin, Mitarbeiterin im Projekt Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut im AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel

Michaela Wilhelm

Politikwissenschaftlerin, Mitarbeiterin im Projekt Erschließung und Digitalisierung von Sammlungsgut im AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel

Empfohlene Zitierweise
Dr. Barbara Krautwald/Michaela Wilhelm (2024): Frauen kämpfen für den Frieden, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/frauen-kaempfen-fuer-den-frieden
Zuletzt besucht am: 17.01.2026
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Dr. Barbara Krautwald
  • Michaela Wilhelm
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
  • CC BY-SA 4.0
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