Die Geschichte Dresdner Frauen*Lesbenprojekte

veröffentlicht 11. Juli 2019
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Quelle: Frauenstadtarchiv Dresden

Die Zeit 1989/90  spielte für die sächsische und Dresdner Frauen*(bewegungs)geschichte eine große Rolle.

In Dresden befand sich das erste Büro der Frauenbeauftragten im vereinten Deutschland, hier konnte sich ein Netzwerk nicht-institutioneller Frauen*initiativen, -projekte und -vereine mit verschiedenen Schwerpunkten gründen. Die Interviews des Frauenstadtarchivs Dresden geben die subjektive Sicht der damaligen Akteurinnen* wieder, deren Expertinnen*-Wissen zur Dresdner / sächsischen Frauen*Lesbenszene der ,Wendezeit‘ eine große Bereicherung für die feministische Forschung zur DDR-/ostdeutschen Frauen*geschichte darstellt.

In der DDR waren Homosexuelle, die sich offen organisierten, von Repressionen und Stigmatisierung betroffen. Die Sichtbarmachung nicht-heteronormativer Lebensweisen und der Austausch miteinander waren erschwert. Dennoch entstanden in den 1980er Jahren in Dresden und Sachsen vermehrt Initiativen und Netzwerke  von u.a. lesbischen Frauen*, von denen viele heute aus der städtischen nicht-institutionellen Zivilgesellschaft nicht mehr wegzudenken sind.

Das Frauenstatdarchiv Dresden lädt am 20. Juli 2019 um 18 Uhr ins Herz der Dresdner Neustadt ein und stellt die Inhalte seines Projektes vor. Ziel ist es, die Themen feministische Kämpfe, Selbstorganisierung, lesbisches Leben in der DDR/Dresden, Frauen*-Strukturen und –Projekte in Dresden öffentlich präsenter und wissenschaftlich verfügbar zu machen.

WENDigE FRAUEN*. Selbstbestimmte Frauen*Lesbenprojekte in Dresden der 1980er / 1990er Jahre

20. Juli 2019, ab 18:00 Uhr, Hole Of Fame (Dresden, Königsbrücker Str. 39 / holeoffame.de)

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