Am Ball bleiben! Oder: Daumen drücken für Österreich

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Schätze aus dem Archiv: Das BAF e.V. in Tübingen digitalisiert Plakate für das DDF.

Beim DDF ist Halbzeit: Vor einem Jahr wurde mit dem Aufbau gestartet, in gut einem Jahr geht das Portal online. Dann macht das DDF Frauenbewegungsgeschichte in Objekten begreifbar: Vom Tagebuch bis zum Plakat.

Zur Vorbereitung des Digitalisierungsprojektes waren Jessica Bock und Stefanie Pöschl von der Berliner DDF-Geschäftsstelle bei den Kolleginnen von BAF e.V., dem Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs in Tübingen. Demnächst rollt hier der Ball der Digitalisierung. Davor müssen schwere Entscheidungen getroffen werden: Was wird digitalisiert, wofür reicht dieses Mal die Zeit nicht? Im Archiv fallen Entscheidungen.

Draußen heißt es derweil: Entscheidend ist aufm Platz. Dass sich Frauen in der Männerdomäne Fußball den Platz erkämpfen, ist ein emanzipativer Akt. Immer noch ist die Rede von Fußball und Frauenfußball. Seit Luise Puschs Analysen zu Deutsch als Männersprache wissen wir: Die Abweichung wird markiert, drum gibt’s die Damenwahl und die Herrentorte.

Fußball bewegt Feminismus. Wer Fußball in den META-Katalog eingibt, bekommt 735 Treffer. Da werden Historische Spuren einer alten Leidenschaft entdeckt oder Fußball und Feminismus zum persönlichen F-Wort erklärt. Frauen in Bewegung wissen: Hetero, weiß und männlich? Fußball ist mehr!

Ach ja: Und wie ist das nun heute Abend im EM-Halbfinale Österreich vs. Dänemark? Frauenbewegungen waren und sind internationale Bewegungen. Entsprechend ist auch der i.d.a.-Dachverband international. Für den Fußball bringt das Vorteile: Italien, die Schweiz und Deutschland sind bei dieser EM bereits ausgeschieden. Kein Problem: Österreich spielt mit bei i.d.a. und steht heute auf dem Fußballplatz. Wir drücken die Daumen!

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