30 Jahre Archivierung und Erforschung der Dresdner Frauen*geschichte
2025, damit 30 Jahre nach seiner Initiierung, gibt es den VEDFG zwar nicht mehr, aber das F*SA führt die Idee fort, die Leistungen von Dresdner*innen sichtbar zu machen. Und so nutzt das F*SA dieses Jubiläum, um auch die Geschichte des Vereins zur Erforschung der Dresdner Frauen*geschichte weiterzutragen. Im vom DDF geförderten Digitalisierungsprojekt wird der Fokus daher auf sehr unterschiedliche Materialien gelegt. Dazu gehörten neben Papierbeständen auch Ausstellungstafeln, Publikationen und ältere Datenträger wie VHS, CDs und Disketten. Nach ihrer technischen Aufbereitung stehen die darauf bewahrten Inhalte nun dauerhaft bereit – ein wirklicher Gewinn für alle, die zu lokalen und regionalen feministischen Initiativen in und um Dresden forschen.
Zugleich erhalten zuvor unerschlossene Objekte und Bestände eine klare Struktur, werden geordnet, beschrieben und anschließend dem Dresdner Stadtarchiv übergeben. Auch bereits erschlossene Materialien werden für die Digitalisierung vorbereitet und noch offene Fragen zur Onlinenutzung dieser lassen sich ebenfalls klären. Ein begleitender Essay greift die frühen Spuren der Dresdner Frauen*geschichtsforschung auf und ordnet sie in einen größeren Zusammenhang ein.
Zudem gab es im Projektzeitraum die Jubiläumsfeier und Ausstellung Von gestern erzählen. Für morgen bewahren. Auf dem Podium erinnerten vier ehemalige Wegbereiterinnen* an die Entstehungsphase, an ihre Zeit beim F*SA und daran, wie das Erinnern auch wichtige Zukunftsperspektiven eröffnet. Diese Jubiläumsausstellung zeigte vom 27. Oktober bis 21. November 25 im Stadtarchiv Dresden ausgewählte archivarische Kostbarkeiten aus den Beständen des F*SA wie einen Fächer der Hofschauspielerin Pauline Ulrich (1835–1916), Musterbuch und Musterblume der Designerin und Kunstgewerblerin Margarete von Liebenau (1886–1946), Tafeln eigener vergangener Ausstellungen und Vereinsunterlagen wie dem Gründungsprotokoll des VEDFG. Die Ausstellung konnte so einen Bogen von mehr als 125 Jahren Dresdner Frauen*- und Geschlechtergeschichte bzw. deren Archivierung in den vergangenen 30 Jahren schlagen.
Das F*SA versteht sich als wissenschaftliche Forschungsstelle zur Dresdner sowie sächsischen Frauen*geschichte seit dem 19. Jahrhundert. Entsprechend setzt sich der Sammlungsschwerpunkt aus feministischen Forschungsprojekten sowie Nachlässen von verschiedensten Frauen zusammen. Der vorhergehende Verein zur Erforschung der Dresdner Frauengeschichte e.V. gründet sich am 24. Oktober 1995.
Das DDF-Projekt vom F*SA ist am 1. Januar 2025 gestartet und hat eine Laufzeit von 12 Monaten. In diesem Rahmen werden die Materialien des Vereins der Dresdner Frauengeschichte online verfügbar gemacht. Es werden Rechte geklärt, Dokumente digitalisiert sowie erfasst und es entsteht ein Essay, der über das DDF abrufbar sein wird.
Ausgewählte Beiträge des F*SA im DDF:


