Hinweis: Dieser Essay thematisiert den feministischen Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder. Wir bitten darum, vor dem Lesen zu prüfen, ob eine Auseinandersetzung mit dem Thema aktuell möglich ist. Bei persönlicher Betroffenheit können Gespräche helfen mit vertrauten Personen oder im Rahmen von Unterstützungsangeboten wie dem Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch oder dem Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.
Deutschlands erste Professorin für Rechtsmedizin
Von den 1950er-Jahren bis zu ihrem Ruhestand setzte sich die Rechtsmedizinerin Elisabeth Trube-Becker für Kinder- und Frauenrechte ein. Dabei betrat auch sie selber Neuland: Sie wurde 1955 erstmals Mutter, verfolgte aber auch danach unbeirrt ihre professionelle Karriere.1 Sie war der Meinung, dass auch der Mann sich emanzipieren müsse und die „Sorge um Familie, Kinder und Haus als Gemeinschaftsaufgabe“2 anzusehen wäre. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin sowie Gründungs- und Vorstandsfrau des Arbeitskreises Frauengesundheit verknüpfte sie ihre Erfahrungen im Beruf mit den Bedürfnissen von Frauen und Kindern.3
Elisabeth Becker wurde am 4. April 1919 in Düsseldorf geboren und wollte bereits als junges Mädchen Krankenschwester werden.4 Doch nach einem Aufenthalt im Krankenhaus, bei dem sie die schlechte Behandlung der Krankenschwestern durch PatientInnen und Ärzte beobachtet hatte, änderte sie ihre Meinung: Nun wollte sie lieber Ärztin werden.5
Ihr Studium fiel in die Zeit des Nationalsozialismus. Um zum Studium zugelassen zu werden, musste sie 1937 Reichsarbeitsdienst ableisten.6 Ihr erstes Physikum bestand sie kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939, doch der Krieg veränderte die Studienbedingungen massiv: Durch die Mobilmachung zur Kriegsteilnahme, bei der alle Männer ab 18 Jahren eingezogen wurden, fanden sich in den Vorlesungen – wegen des sich verschärfenden Luftkriegs fortan bei strenger Verdunkelung – wesentlich mehr Frauen als Männer.7 Zu dieser Zeit war die angehende Medizinerin schon im Kreißsaal tätig, unterbrach die Arbeit aber auch bei Luftangriffen nicht. Mitten im nationalsozialistischen Vernichtungskrieg schloss Elisabeth 1942 ihr Studium ab und trat ihre erste ärztliche Stelle in Bückeburg an.
Das Vorurteil, dass Frauen den Arztberuf nicht ausüben könnten, begegnete ihr ein Leben lang.8 Becker ließ sich davon jedoch nicht entmutigen. Mit „Fräulein Becker“9 angesprochen und bei der Arztkittelvergabe übergangen,10 musste sie aus der Menge ihrer männlichen Kollegen mit besonderen Leistungen herausragen – und das gelang ihr auch. 1947 bot ihr der Rechtsmediziner Prof. Dr. Kurt Böhmer eine Stelle in seinem Institut für gerichtliche und soziale Medizin in Düsseldorf an. Elisabeth Becker nahm diese an und so begann ihre Karriere mit einer Obduktion. Vier Jahre später hatte sie sich als erste Professorin für Rechtsmedizin der BRD habilitiert, war Dozentin und Oberärztin.11 1954 heiratete sie Günter Trube, der fünf Kinder mit in die Ehe brachte. In den Folgejahren zog die große Patchwork-Familie mit zwei leiblichen und fünf Stiefkindern nach Neuss. Mit dabei: eine Haushälterin, Regina, die es Elisabeth Trube-Becker elf Jahre lang ermöglichte, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen.12
„Ein eindrucksvoller Fall von Kindesmisshandlung“13
Als Rechtsmedizinerin begegneten Trube-Becker immer wieder Fälle von Kindesmisshandlung und sogar -mord.14 Deshalb forschte sie zu Gewalt, vor allem sexualisierter Gewalt an Kindern, und dazu, wie diese erkannt und bekämpft werden könnte. Zudem engagierte sie sich für alleinerziehende Mütter. In ihrer Habilitationsschrift hatte sie sich mit Methoden zum Nachweis von Vaterschaftsverhältnissen beschäftigt, vor allem, um zahlungsunwillige Väter zu überführen.15 Ein besonderer Fall von sexualisierter Gewalt betraf das Thema Inzest, wie Trube-Becker lernen musste. Bisher waren sie und ihr Kollege Greiner davon ausgegangen, dass Inzest ein Randphänomen darstelle.16 Doch Greiners Forschungen zu Blutgruppen eröffneten die Möglichkeit, bei vor Gericht gebrachten Inzestverfahren Verwandtschaftsverhältnisse der Beteiligten zu ermitteln,17 wodurch die Rechtsmedizinerin erkannte, wie weitverbreitet diese Form des Missbrauchs an Kindern war. Ihre Forschungen wurden in der medizinischen und rechtswissenschaftlichen Fachwelt rezipiert, darauf reagierende Gesetzesänderungen blieben jedoch lange aus.18
Trube-Becker war eine Pionierin des medizinischen Kinderschutzes, der ab den späten 1950er-Jahren mit Röntgenbildern, Obduktionen bei Kindstod und dem interdisziplinären Forschungsaustausch, der noch Jahrzehnte betrieben wurde, begann.19
Schutzaltersgrenzen: die sexuelle Liberalisierung der 1960er
Trube-Beckers Forschungsergebnisse sollten sich im Zuge der sexuellen Liberalisierung der 1960er-Jahre als besonders wertvoll erweisen. In der BRD und weiteren europäischen Ländern wurden weitreichende Reformen des Sexualstrafrechts diskutiert, unter anderem auch die bestehenden Schutzaltersgrenzen für Minderjährige.20 Innerhalb heterosexueller Beziehungen waren Kinder unter vierzehn Jahren geschützt.21 Die Altersgrenze sollte gesenkt werden.22 Die Rechtsprofessorin Trube-Becker betrachtete die bereits bestehenden Schutzmaßnahmen als unzureichend – das Prinzip „Elternrecht vor Kindesrecht“23 dominierte. Zeugnisse von Kindern, die sie im Operationssaal untersuchte, hatten vor Gericht keinen Bestand. Mit der Senkung der Altersgrenze würden weitere Verschlechterungen für die Rechte von Kindern folgen. Elisabeth Trube-Becker bemühte sich darum, die damals recht kleine politische Lobby für Kinderrechte davon zu überzeugen, sich gegen die Senkung der Altersgrenze einzusetzen.24
Anfangs wurde ihre Arbeit vor allem von Fachleuten im forensischen und klinischen Bereich rezipiert. In den 1960er-Jahren zog auch der Deutsche Kinderschutzbund, 1953 in Hamburg gegründet, Elisabeth Trube-Becker als Expertin für den deutschsprachigen Raum heran. Sie hielt in verschiedenen Zweigstellen Vorträge über „Kindesmisshandlung und ihre Folgen“25. Die Rechtsmedizinerin nutzte diese Vorträge, um den betroffenen Kindern eine Stimme zu geben und berichtete auf anschauliche und erschütternde Weise über die Folgen dieser Form des Missbrauchs, unter anderem mit Aufnahmen, die sie selbst bei Obduktionen angefertigt hatte. Die Meinungen der Zuhörerschaft – aus Kinderschutzbund, der allgemeinen Bevölkerung sowie von JuristInnen und BerichterstatterInnen – zu diesem Vorgehen waren gespalten: Die Bilder seien zu „brutal“26, fanden manche; andere wiederum hielten gerade diese Drastik für „unbedingt erforderlich“27. So korrespondierte sie zum Beispiel mit einem Rechtsanwalt, der in seiner Tätigkeit immer wieder die Erfahrung machte, dass Kinder vom Gesetz nicht genug geschützt wurden.28
Neue Frauenbewegung – neue Zuhörerschaft?
Damit Trube-Becker auch außerhalb der Fachwelt gehört werden konnte, bedurfte es weitreichender gesellschaftlicher Veränderungen. Diese wurden schließlich durch die Neue Frauenbewegung in Gang gesetzt:29 Feministinnen gründeten Frauenhäuser,30Selbsthilfegruppen31 und feministische Zeitschriften, wie zum Beispiel die Clio, die über Frauengesundheit und Selbsthilfe informierten. Doch obwohl manche Tabus gebrochen und über häusliche Gewalt und Frauengesundheit offen gesprochen wurde, spielte das Thema sexualisierte Kindesmisshandlung auch in diesem Umfeld vorerst noch keine große Rolle. Das sollte sich bald ändern – feministische Strukturen wurden zu den wichtigsten Verbündeten der Opfer von Sexualgewalt. Zeitgleich professionalisierte sich die noch junge Sexualforschung, die in den 1960er- und 1970er-Jahren teilweise haarsträubende Thesen zu sexuellem Missbrauch von Kindern durch Erwachsene aufstellte.32 Trube-Beckers Forschung wurde deshalb auch ein notwendiges Korrektiv, um gegen deren führende Stimmen anzukämpfen, die zum Teil Aktivisten der entstehenden Pädophilen-Bewegung waren.33
Elisabeth Trube-Becker knüpfte Kontakt zur Neuen Frauenbewegung und korrespondierte mit der Feministin und Publizistin Alice Schwarzer. 1978 erschien der erste Bericht zum Missbrauch in der Familie – das „Verbrechen, über das niemand spricht“34 – in der von Schwarzer herausgegebenen Zeitschrift EMMA. Trube-Becker kam in der EMMA auch selbst zu Wort und zeigte anhand drastischer Materialien aus ihrem Arbeitsalltag, was diese Form der Gewalt für die Opfer bedeutete.35 Die Rechtsmedizinerin wurde auch von feministischen Hilfsorganisationen, wie Zartbitter e.V., als Rednerin herangezogen und arbeitete in der Arbeitsgruppe zu sexuellem Mißbrauch von Wildwasser e.V. mit.36 Schrittweise fand Trube-Beckers Arbeit so endlich die notwendige Beachtung.37 Sie freute sich, dass durch die vielen Initiativen der Neuen Frauenbewegung bedeutende Selbsthilfegruppen entstanden waren und wies regelmäßig auf die Notwendigkeit weiterer Schutzhäuser für misshandelte Kinder und Frauen hin.38
Werke und Wirken
Die Pressedokumentation zu „(Sexual)Gewalt gegen Mädchen“ aus dem feministischen Archiv und Dokumentationszentrum FrauenMediaTurm zeigt: Im Laufe der 1980er-Jahre trauten sich Frauen in der BRD mehr und mehr, über die Sexualgewalt zu sprechen, der sie als Mädchen in ihren Familien ausgesetzt gewesen waren.39 Dunkelzifferforschungen gab es in den frühen 1970er-Jahren aus dem angelsächsischen Raum und aus Frankreich,40 in der BRD war lediglich die Zahl der Verurteilungen bekannt. 1959 war Unzucht mit Kindern mit ca. 3.000 Verurteilungen im Jahr „bekanntlich […] an der Spitze der Sittlichkeitsdelikte“41. Zwanzig Jahre später setzte Trube-Becker die Gesamtzahl an Delikten bei ca. 130.000 Fällen an.42 Genau deshalb war Trube-Beckers jahrzehntelange Forschung besonders wichtig: Neben den validen Zahlen, die die Entwicklung des Umgangs mit den Delikten zeigten, konnte sie anhand von Fallbeispielen die Dunkelziffer der Delikte aufzeigen. Ihre weitreichenden Erkenntnisse kamen schließlich im gesellschaftlichen Bewusstsein an. In den späten 1980er- und 1990er-Jahren wurde die inzwischen emeritierte Professorin von Zeitschriften wie Psychologie heute und Stern als Expertin zu sexueller Gewalt an Kindern herangezogen.43 Durch Bücher, Zeitschriftenartikel und Fernsehauftritte wurde sie zur deutschlandweit bekannten Expertin.44 Sie informierte in ihren Vorträgen, Vorlesungen und Interviews nicht nur über die statistische Verbreitung, sondern auch über deutliche körperliche Anzeichen dafür, dass ein Kind sexuell missbraucht wurde.45 Außerdem klärte sie über die physischen und psychischen Folgen von Missbrauch auf.
Trube-Becker war davon überzeugt, dass vor allem Ärzte besser ausgebildet werden müssten, um Zeichen von sexuellem Missbrauch besser erkennen und Kinder aus gefährlichen Situationen gegebenenfalls entfernen zu können. Sie schrieb dabei auch gegen das immer noch weitverbreitete Bild einer heilen Familienidylle an, das automatisch jedem Kind zugutekäme. Ihrer Überzeugung nach war die Familie nicht für alle Kinder ein Ort der Sicherheit.46 Darauf geht sie in ihrem 1982 erschienenen Werk Gewalt gegen das Kind47 ein, in welchem sie Misshandlung, Missbrauch und Tötung von Kindern protokollarisch und mit Fotografien von Fallbeispielen eindrücklich aufzeigt. Weiter diskutiert sie die Einschränkungen der ärztlichen Schweigepflicht und weist auf die Notwendigkeit hin, eine Meldepflicht für Spuren von Gewalttaten gegen Kinder einzuführen.48 Noch heute gibt es nach § 138 StGB keine Meldepflicht für Ärzte bei Verdacht auf Kindesmisshandlung.49
Pionierin bis heute / Kämpfen statt weinen
Trube-Beckers Erkenntnis, dass „bei kaum einem anderen Delikt […] die Dunkelziffer so hoch [ist] wie bei der Kindesmißhandlung“50 galt damals wie heute. 2022 wurden in Deutschland 15.520 Fälle von Kindesmisshandlung angezeigt, während die Weltgesundheitsorganisation davon ausgeht, dass bis zu eine Million Kinder in Deutschland bereits sexuelle Gewalt erfahren haben.51 Sexuelle Kindesmisshandlung ist in der Forschung noch immer unterrepräsentiert.52
Im Lauf ihres Lebens veröffentlichte Trube-Becker 175 Werke zu Gewalt an Kindern sowie zur Rolle der Frau als Täterin und Opfer von Gewaltdelikten.53 Eine ihrer wichtigsten Initiativen war die Durchsetzung von Obduktionen von Kindern mit ungeklärter Todesursache Ende der 1950er-Jahre.54 Dadurch kamen weit mehr Fälle von Kindesmisshandlung ans Licht als je zuvor.55
Noch mit 80 Jahren trat sie im Fernsehen als Expertin auf, vor allem, weil sie das Gefühl hatte, sich den „Mund ‚fusselig‘ geredet“56, ohne genug erreicht zu haben – Kinder würden noch immer „in aller Welt körperlich und seelisch misshandelt“57. Sie könne doch nicht jedes Mal weinen, sagte sie einmal in einem Interview.58 Stattdessen schöpfte sie aus ihrer Trauer und Wut Kraft und kämpfte für misshandelte Kinder. Die Bedeutung ihrer Forschung und ihres lebenslangen Einsatzes für betroffene Kinder zeigt auch der 2022 posthum an sie verliehene Preis für Kindeswohl der Düsseldorfer Jonges und der Stiftung Jugend- und Kinderhospiz Regenbogenland.59
Netzwerk von Elisabeth Trube-Becker
Zitate von Elisabeth Trube-Becker
Biografie von Elisabeth Trube-Becker
Fußnoten
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1
Trube-Becker, Elisabeth: Gelebtes Leben. Lebenserinnerungen einer Ärztin für Rechtsmedizin, Hamburg 2000, S. 119 f.
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2
Dies.: Herrenrede in Heidelberg, undatiert, in: Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 24 Festreden.
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3
Simeoni, E. / Dufkova, J.: Das neue Ehrenmitglied Elisabeth Trube-Becker, undatiert, in: Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 23; Czerwinski, Claudia / Tegtmeyer, Renate: FrauenBilder. Professorin Dr. med. Elisabeth Trube-Becker, in: N.N. Informationen zur Frauengesundheit. [1996], S. 16.
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4
Trube-Becker, Elisabeth: Gelebtes Leben, S. 33.
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5
Ebenda, S. 4.
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6
Ebenda, S. 18, S. 28.
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7
Ebenda, S. 32.
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8
Ebenda, S. 80.
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9
Ebenda, S. 55 f.
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10
Ebenda, S. 55.
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11
Ebenda, S. 102.
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12
Ebenda, S. 119 f.
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13
Ebenda, S. 108.
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14
Ebenda.
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15
Ebenda, S. 89.
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16
Ebenda, S. 90.
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17
Ebenda, S. 103.
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18
Smith, Selywn (Hg.): The Maltreatment of Children, Lancaster 1978, S. 106 f.; Tunbridge Wells Study Group (Hg.): Concerning child abuse. Papers. Edinburgh/New York 1975, S. 64; Zenz, Gisela: Kindesmißhandlung und Kindesrechte. Erfahrungswissen, Normstruktur, und Entscheidungsrationalität, Frankfurt a. M. 1979, S. 175; Clemens, Vera et al. (Hg.): 20 Jahre gewaltfreie Erziehung im BGB. „Aktuelle Einstellungen zu Körperstrafen und elterliches Erziehungsverhalten in Deutschland“. Ein Blick auf Veränderungen seit der parlamentarischen Entscheidung von 2000, Ulm 2020.
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19
Fegert, Jörg: Veränderungen der medizinischen Wahrnehmung und des Umgangs mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder, in: Aschmann, Birgit (Hg.): Katholische Dunkelräume. Die Kirche und der sexuelle Missbrauch, Paderborn 2022, S.130‒151, hier S. 132 f.
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20
Matter, Sonja: Das sexuelle Schutzalter. Gewalt, Begehren und das Ende der Kindheit. 1950–1990, Göttingen 2022, S. 292.
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21
Ebenda, S. 283 f.
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22
Ebenda, S. 299‒303.
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23
Trube-Becker, Elisabeth: Gelebtes Leben, S. 110.
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24
Dies.: Gewalt gegen das Kind. Vernachlässigung, Mißhandlung, sexueller Mißbrauch und Tötung von Kindern, Heidelberg 1982; dies.: Glaubwürdigkeit und Begutachtung von mißbrauchten Kindern und Jugendlichen, in: Hentschel, Gitti (Hg.): Skandal und Alltag. Sexueller Mißbrauch und Gegenstrategien, Berlin 1996, S. 324‒331, hier S. 329.
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25
O.A. Einladung, 1967, in: Vorträge und Hilfe für den Deutschen Kinderschutzbund, Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 19.
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26
Brief von Hans von Nordheim an Elisabeth Trube-Becker, 07.10.1965, in: Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 19.
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27
Brief von Dr. Wilhelm Still an Frau Dr. Elisabeth Trube-Becker, 14.10.1965, in: Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 19.
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28
Ebenda.
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29
Baader, Meike: Tabubruch und Entgrenzung. Pädosexualität und Wissenschaft in den 1960er bis 1990er Jahren, in: Andresen, Sabine / Tippelt, Rudolf (Hg.): Sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend. Theoretische, empirische und konzeptionelle Erkenntnisse und Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Forschung, Weinheim/Basel 2018, S. 28‒39, hier S. 35.
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30
Louis, Chantal: Dagmar Schultz, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv 2021, zuletzt besucht am 16.03.2026 https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/dagmar-schultz.
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31
Ebenda.
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32
Schallner, Berit: Essay zur Pädophilie-Debatte, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv 2024, zuletzt besucht am 16.03.1026 https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/grenzenlose-befreiung-die-debatten-um-paedosexualitaet-und-sexualisierten-missbrauch-von
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33
Louis, Chantal: Molli Hiesinger, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv 2021, zuletzt besucht am 16.03.2026 https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/molli-hiesinger; Baader, Meike et al. (Hg.): Ergebnisbericht. „Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe – Aufarbeitung der organisationalen Verfahren und Verantwortung des Berliner Landesjugendamtes“, Hildesheim 2024, S. 27 und 33.
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34
EMMA, 2. Jg., 1978, H. 4, S. 20‒26.
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35
Trube-Becker, Elisabeth: „Spuren von Gewalteinwirkung“, in: EMMA, 5. Jg., 1981, H. 12, S. 14‒15.
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36
O.A.: Sexuelle Gewalt an Kindern weiter sichtbar machen“, in: Kreis Coesfeld, 01.05.1997; Trube-Becker, Elisabeth: Sexueller Mißbrauch von Kindern und deren Glaubwürdigkeit. Arbeitsgruppe 8, in: Strauß, Susanne (Hg.): Ein Trauma und seine Folgen – sexueller Mißbrauch zwischen Verharmlosung und Aktionismus, Würzburg 1998, S. 205‒209.
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37
Guerrini, Flavia: Über Sexualität sprechen, über Gewalt schweigen. Zur Dethematisierung sexueller Gewalt in jugendamtsinternen Sittlichkeitsdiskursen (1945-1960), in: Kleinau, Elke / Windheuser, Jeannette (Hg.): Jahrbuch erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung. Generation und Sexualität, Opladen/Berlin/Toronto 2020, S. 51‒67, hier S. 63.
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38
Trube-Becker, Elisabeth: Mißbrauchte Kinder. Sexuelle Gewalt und wirtschaftliche Ausbeutung, Heidelberg 1992, S. 67.
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39
FMT, Pressedokumentation PD-SE.05 zu Sexueller Gewalt an Kindern.
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40
Rush, Florence: The Best Kept Secret: Sexual Abuse of Children, Englewood Cliffs, Prentice-Hall 1980; Smith, Selywn (Hg.): The Maltreatment of Children, Lancaster 1978; EMMA, 2. Jg., 1978, H. 4, S. 20‒26.
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41
Bundeskriminalamt Wiesbaden (Hg.): Sittlichkeitsdelikte. Arbeitstagung im Bundeskriminalamt Wiesbaden vom 20. April bis 25. April 1959 über Bekämpfung der Sittlichkeitsdelikte, Wiesbaden S. 268.
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42
Trube-Becker, Elisabeth: Gewalt gegen das Kind, S. 104.
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43
Mechthild, Blum / Trube-Becker, Elisabeth: Mißbrauch des Mißbrauchs? Fragen an die Rechtsmedizinerin Prof. Dr. Elisabeth Trube-Becker, in: Psychologie Heute 1993; Trube-Becker, Elisabeth: „Als Kind sexuell ausgebeutet worden zu sein, ist nie aus dem Leben zu tilgen“, in: Stern 50, 07.12.1989, S. 99.
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44
Trube-Becker: Gelebtes Leben, S. 117.
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45
Dies.: Gewalt gegen das Kind.
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46
Dies.: Mißbrauchte Kinder. Sexuelle Gewalt und wirtschaftliche Ausbeutung, Heidelberg, 1992, S. 68.
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47
Dies.: Gewalt gegen das Kind.
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48
Ebenda, S. 153.
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49
Herrmann, Bernd et al. (Hg.): Kindesmisshandlung. Medizinische Diagnostik, Intervention und rechtliche Grundlagen, Berlin/Heidelberg 2022, S. 11.
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50
Trube-Becker, Elisabeth: Gewalt gegen das Kind, Einband.
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51
Die Beauftragte: Zahlen zu sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland, in: Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Zuletzt aufgerufen am 16.03.2026 https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/zahlen-zu-sexuellem-kindesmissbrauch-in-deutschland.
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52
Czerwinski, Claudia / Tegtmeyer, Renate: FrauenBilder. Professorin Dr. med. Elisabeth Trube-Becker, in: N.N. Informationen zur Frauengesundheit. [1996], S. 16; Gerke, Jelena / Tatjana Dietz: Early Prevention of Maternal Sexual Abuse, in: Childhood Vulnerability Journal 2022 4, S. 1‒11, hier S. 4.
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53
Simeoni, E. / Dufkova, J.: Das neue Ehrenmitglied Elisabeth Trube-Becker, undatiert, in: Universitätsarchiv Düsseldorf, Best. 7/6, Nr. 23.
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54
Willhardt, Rolf: Deutschlands erste Professorin für Rechtsmedizin, in: Nachrichten Universitätsklinikum Düsseldorf, 06.02.2012.
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55
O.A.: Zum Schutz der Kinder: Elisabeth Trube-Becker, in: Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, 2021.
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56
Trube-Becker: Gelebtes Leben, S. 117.
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57
Ebenda.
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58
Büsser, Bettina: „Wer schützt denn das geborene Leben?“, in: Tagesanzeiger, 23.10.1993.
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59
Rolshoven, Wolfgang / Hüsson, Norbert: Preis der Düsseldorfer Jonges für Kindeswohl, in: Düsseldorfer Jonges, 28.09.2021, zuletzt aufgerufen am 16.03.2026 https://www.duesseldorferjonges.de/de/pages/preis-fur-kindeswohl.
Ausgewählte Publikationen
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Trube-Becker, Elisabeth: The Death of Children Following Negligence. Social Aspects, in: Forensic Science, 1977, H. 9, S. 111‒115.
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Trube-Becker, Elisabeth: Ist ein Ende der häuslichen Gewalt abzusehen? in: Zangen, Britta (Hg.): Feministische Utopien : eine Tagung ; Zukunftsmodelle aus Frauensicht, Overath 2002, S. 45‒59.