Über Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF)

Im Jahr 2024 wurde das Archiv der deutschen Frauenbewegung 40 Jahre alt. Wie aber ist die Idee in die Welt gekommen, sich mit der historischen Frauenbewegung zu beschäftigen, diese zu sammeln, zu erforschen, darüber zu publizieren und Wissen zu verbreiten? So ging es nach 1984 weiter:

Der Beginn am 8. März – Internationaler Frauentag

Es war – wie später noch häufig in der Geschichte des Archivs der deutschen Frauenbewegung (AddF) – der symbolträchtige 8. März, als sich zum ersten Mal offiziell die Türen des neu gegründeten Archivs öffneten.1 Dieses Datum erwies sich als Glücksgriff, denn viele Medien berichteten anlässlich des Themas Frauentag von der Eröffnung, sodass der Presserummel dementsprechend beachtlich war.

Die Gründerinnen wollten einen Ort schaffen, an dem Quellen, Literatur, Bilder und alles Weitere zur Geschichte der Frauenbewegung zusammengetragen wurde. Es galt, die Geschichte der Frauenbewegung im 19. und frühen 20. Jahrhundert vor dem Vergessen zu bewahren. Die Protagonistinnen sollten bekannt gemacht und die Bewegung als wichtige Akteurin in die Geschichtsschreibung eingebracht werden. Mit diesem Vorhaben lagen die Gründerinnen des AddF im Trend der Zeit. Die Frauen/Lesbenprojektebewegung war in vollem Gange, überall entstanden Frauenbuchläden, Frauenhäuser, Frauenbildungsstätten, Frauenberatungsstellen , Frauenreferate und eben auch Frauenarchive und -bibliotheken. So waren bereits in den 1970er-Jahren das Spinnboden Lesbenarchiv und das Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum (FFBIZ) in Berlin gegründet worden und fast zeitgleich mit dem AddF öffnete das Feministische Archiv und Dokumentationszentrum in Frankfurt (aus dem später der FrauenMediaTurm in Köln wurde) seine Pforten2. Die Konzentration des AddF auf die Frauen(bewegungs)geschichte ab Mitte des 19. Jahrhunderts war in diesem Gründungsreigen jedoch etwas Besonderes, denn für die anderen Institutionen stand die Neue Frauenbewegung im Vordergrund.

Typisch für diese Phase war auch, dass unmittelbar Vernetzungsprozesse starteten. Das AddF präsentierte sich auf den legendären feministischen Historikerinnentreffen 1984 in Wien und 1986 in Amsterdam, die auf die Etablierung der historischen Frauen- und Geschlechterforschung und feministische Erinnerungsarbeit in Archiven und Bibliotheken großen Einfluss hatten. Das erste der regelmäßigen Treffen der Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen fand bereits 1983 statt, bei späteren Treffen war auch das AddF immer mal wieder Gastgeberin. 1994 gehörte es zu den Gründungsmitgliedern des Dachverbandes deutschsprachiger Frauen/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen i.d.a. – informieren, dokumentieren, archivieren und war lange Zeit im Vorstand aktiv.  Heute ist das AddF in bundesweiten und regionalen Arbeitskreisen organisiert und aktiv im Dachverband und mehreren Fachgremien.

Die Idee dahinter

Die Gründerinnen bauten das AddF auf drei Säulen auf, die bis heute tragen. 
1) Die Sammlungen: Sie bilden das Herzstück mit Archiv – Bibliothek – und Dokumentation. Hier werden die Nachlässe von Akteurinnen, Akten von Organisationen, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Fotos, Audios und Videos bis hin zu einzelnen Objekten bewahrt – all die Quellen, die Auskunft geben können über die Geschichte nahezu aller Zweige und Richtungen der Frauenbewegung.

Verschiedene Jahrgänge der Zeitschrift Ariadne, ca. 2023

2) Die Forschung: Von Beginn an wurde angestrebt, die Materialien nicht nur zu sammeln, sondern auch auszuwerten, Forschungsprojekte anzuregen und selbst durchzuführen. Selbstverständlich gehören dazu auch eigene wissenschaftliche Publikationen, das Organisieren und Besuchen von (wissenschaftlichen) Tagungen und seit 1985 die Herausgabe einer Fachzeitschrift: die Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte.

 

3) Die Vermittlung: All die Erkenntnisse, die beim Sammeln und Forschen gewonnen werden, sollten auf vielfältige Weise und in verschiedenen Formaten weitergegeben und so das Wissen über die Geschichte der Frauenbewegung verbreitet werden. Dazu gehören neben der von Beginn an regen Vortragstätigkeit der Mitarbeiterinnen Ausstellungen, Führungen, Tagungen, nun auch Social-Media-Beiträge.

Und wer macht so was? Und vor allem, wie organisiert sich das?

Angefangen hat alles mit einem Verein, der am 16. Februar 1983 gegründet wurde und der organisatorische Rahmen für das AddF war. Die Idee zur Gründung hatte Sabine Hering, die als Dozentin an der Gesamthochschule Kassel das Archiv der deutschen Jugendbewegung kennengelernt hatte. Für sie stand fest: So etwas wollte sie auch für die Frauenbewegung in Deutschland als eine der wichtigen sozialen Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert aufbauen. Sie stellte sich die Frage: „Was gab es schon alles, was wir alles gar nicht gewusst haben. Das war das Aufregende am Anfang, sich überhaupt klarzumachen: Was war damals Frauenbewegung, was haben die schon geschrieben und was haben die alles Wunderbares gemacht? Das war also die erste Zeit!“3 Sie fand schnell Mitstreiterinnen, im ersten Jahr zum Beispiel Gilla Dölle, Hanna Wiedner, Marianne Schmidbaur, Jutta Harbusch, Gudrun Maierhof und Cornelia Wenzel. Einige blieben wenige Jahre, manche bis zur Rente.4 

Das AddF hatte keine klassischen Arbeitsstrukturen. Es sollte keine Hierarchien geben und so war eine Maxime der Gründungszeit ‚Alle machen alles‘. Die Tradition des allwöchentlichen Montagsplenums wurde begründet, in dem gleichberechtigt entschieden und organisiert wurde. Bis heute gibt es keine klassische Geschäftsführerin, sondern ein Leitungsteam bestehend aus jeweils einer Vertreterin der verschiedenen Arbeitsbereiche: Silke Mehrwald für die Sammlungen, Laura Schibbe für die Vermittlung, Jacqueline Weil für die Stiftung und Finanzen und Dr. Kerstin Wolff für die Forschung. Sie treffen sich weiterhin montags zur Leitungsrunde. Überholt hat sich aber die Organisation als Verein, der im Jahr 2003 durch die Gründung einer Stiftung ersetzt wurde.

 

Einrichtung des ersten Lesesaals des Archivs der deutschen Frauenbewegung, 1984

In den letzten 40 Jahren haben viele Frauen das AddF geprägt: sei es neben ihrer Erwerbsarbeit oder als Aktive, die ihre Begeisterung zum Beruf machten. Es war und ist ein Gemeinschaftsprojekt, was auch die Arbeitsorganisation zeigt. So kompensierten die Mitarbeiterinnen die unzureichende Finanzierung der Stellen jahrelang durch freiwillige Mehrarbeit. In den 2000er-Jahren sah dieses Modell so aus: 25 Wochenstunden wurden bezahlt, aber regelmäßig wurden 35 Stunden gearbeitet. Zwar ein Akt der Selbstausbeutung – aber der frauenpolitischen Solidarität.

Aus der Gruppe der Anfangsjahre ging Ende der 1990er-Jahre eine Vierer-, zeitweise auch Fünfer-Kerngruppe hervor. Die Frauen, die in ihrem Berufsweg dem AddF eine zentrale Rolle gaben, entwickelten sich zum geschäftsführenden Leitungsteam. Es agiert heute mit fest angestellten Mitarbeiterinnen, befristeten Projektmitarbeiterinnen – und nach wie vor mit Ehrenamtlichen. Sie alle eint die Begeisterung, historisches Frauenbewegungserbe sichtbar, zugänglich und erfahrbar für neue Generationen von Feminist:innen zu machen, sei es mit Erschließungs- und Digitalisierungsarbeiten, Fachartikeln oder Vortrags- und (digitaler) Vermittlungsarbeit.

Das liebe Geld

Das AddF startete buchstäblich mit nichts als einer Idee, aber es waren sich alle Beteiligten einig, dass dies kein ehrenamtlich betriebenes Hobbyprojekt werden sollte, sondern eine professionelle Einrichtung mit bezahlten Stellen. Nach jahrelanger Projektförderung und der Ära der ABM-Stellen gelang der Durchbruch 1992. Neben der Finanzierung durch die Stadt Kassel fördert seitdem auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) das AddF als außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Wichtiges finanzielles Standbein ist auch der Förderverein, die ‚Freundinnen des Archivs der deutschen Frauenbewegung‘, der sich ebenfalls 1992 gründete.5 Seit 2019 ist mit einer festen Projektförderung durch das DDF auch der Bund an der Finanzierung des AddF beteiligt, sodass heute vier (relativ verlässliche) finanzielle Säulen das AddF tragen. Hinzu kommen weitere Drittmittelakquise und Erträge der Stiftung.

Plakat: Freundinnen-Fest, 1993
StifterInnenwand im Lesesaal des Archivs der deutschen Frauenbewegung, 2023

Sammlungen

Anders als der Name – Archiv der deutschen Frauenbewegung – vermuten lässt, wurde in den ersten Jahren mit dem Aufbau einer Spezialbibliothek begonnen und eine bis heute bestehende und fortgeführte Pressedokumentation aufgebaut, für die regelmäßig Fachzeitschriften ausgewertet werden. Das Archiv im eigentlichen Sinne bestand zunächst aus Sammlungen mit Einzelautografen und ersten kleineren Nachlasssplittern. Zur Jahrtausendwende nahm es dann richtig Fahrt auf, als der Nachlass der Juristin und SPD-Politikerin Elisabeth Selbert ins Haus kam. Danach ging es Schlag auf Schlag. Es folgten der Nachlass von Gabriele Strecker, einer wichtigen Akteurin der Nachkriegsfrauenbewegung und CDU-Abgeordneten, der große und lückenlos erhaltene Bestand des Deutschen Evangelischen Frauenbundes oder der des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, der Verband, mit dem 1865 die organisierte Frauenbewegung startete. Neben dem (Teil-)Nachlass der Gründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) Louise Otto-Peters6 finden sich im Bestand auch Materialien zu anderen Vorsitzenden zentraler Frauenverbände wie zum Beispiel Dorothee von Velsen, Paula Müller-Otfried oder Irmgard von Meibom sowie Akteurinnen aus der Frauenfriedensbewegung wie Elly Steinmann, Ingeborg Küster oder Eleonore Romberg7.   

NutzerInnenbetreuung im Archiv der deutschen Frauenbewegung, 2022

Da sich zeigte, dass auch die Bestände der Frauenbewegung nach 1945 wichtig waren, entschied sich das AddF, sein Sammlungsprofil zu erweitern und die Frauenverbände für die Bedeutung der eigenen Geschichte zu sensibilisieren. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat (DF) konnten mehrere Bestände von Frauenorganisationen übernommen und gesichert werden.8   

Forschung und Publikation

Noch im Jahr der Gründung begann das erste Forschungsprojekt zur Frauenfriedensbewegung. Seitdem sind im AddF mehr als 25 kleinere und größere Forschungsprojekte durchgeführt worden. Von der Geschichte der Mädchenbildung über den Antisemitismus in der Frauenbewegung bis zur Erforschung einzelner Biografien wurde ein breites Themenspektrum behandelt. Es ging um Regionalgeschichte wie über Politikerinnen in Kassel oder Frauen im Konzentrationssammellager Breitenau, aber auch um die Rolle von Frauen in der 1848er-Revolution sowie um die Umsetzung des von Elisabeth Selbert und ihren Mitstreiterinnen durchgesetzten Gleichheitsartikels im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Um die eigene Leidenschaft, aber auch die spannende Geschichte der Frauenbewegung vorzustellen, wurde bereits 1985 die Zeitschrift Ariadne9 gegründet und ein Jahr später die Schriftenreihe des AddF vorgelegt. Ein Forum für die Frauen- und Geschlechtergeschichte ist die Ariadne weiterhin, sie zählt in diesem Bereich heute zu den ‚dienstältesten‘ Fachzeitschriften. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung ist das AddF nicht nur Forschungsort, sondern führt immer wieder auch Fachtagungen und Vernetzungstreffen durch.

Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit

1992 entstand ein neues Format zur Vermittlung der Kasseler Regional- und Frauengeschichte: ‚Die Casselerinnen – Streifzüge durch zwei Jahrhunderte‘. Diese Stadtrundfahrt war ein großer Erfolg; seit Mitte der 2000er-Jahre sind thematische Stadtteilspaziergänge im Angebot des AddF. Einen großen Schritt in die breitere Öffentlichkeit und die digitale Wissenschaftskommunikation gab es 2008. In diesem Jahr startete das AddF mit einem umfassenden Dossier zur Geschichte der Frauenbewegung für die Bundeszentrale für politische Bildung. Seitdem gibt es dieses Format auch auf der eigenen Webpräsenz, wo es stetig erweitert und professionalisiert wird. Seit 2018 werden regelmäßig Essaybeiträge auch für das Digitale Deutsche Frauenarchiv geschrieben. Und in den Sozialen Medien ist das Addf seit 2020 aktiv, seither werden viele Ergebnisse der Archiv-Arbeit und Wissen aus dem Themenfeld der Frauen- und Geschlechtergeschichte in verschiedenen Online-Formaten vermittelt.

Leid, Freud und Ansporn

Neben finanziellen und personellen Rückschlägen, die es in den letzten vier Dekaden auch immer wieder zu verkraften gab, kamen im Laufe der Jahrzehnte auch viel Lob und Anerkennung zusammen. Das AddF bekam bereits 1991 den Kulturförderpreis der Stadt Kassel, 2001 erhielt das Ariadne-Redaktionsteam den Elisabeth-Selbert-Preis10 des Landes Hessen und 2008 folgte der Hessische Archivpreis mit der Begründung, das AddF „sei ein Paradigma für eine aus kleinsten ehrenamtlichen Anfängen erwachsene Archivinstitution mit professionellem Niveau.“11 2006 war es als eine der ersten Institutionen in der bundesweiten Initiative Land der Ideen vertreten und zeigte eine große Kunstausstellung. Seit 2011 ist es im Verzeichnis national wertvoller Archive aufgeführt und wurde 2021 als Ort der Demokratiegeschichte ausgezeichnet. Das AddF leistet einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Überlieferung von Frauen(bewegungs)geschichte.

Werbeartikel zum 40-jährigen Jubiläum des AddF im Jahr 2024

Dies ist Herausforderung und Antrieb zugleich für den Stiftungsvorstand, das Leitungsteam, alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, Stifter:innen, Komiteemitglieder  und Freund:innen, um die weitere langfristige räumliche und finanzielle Absicherung des Kulturguts der deutschen Frauenbewegung zu sichern – Mitstreiter:innen und Förder:innen sind jederzeit willkommen!

 

Veröffentlicht: 29. September 2025
Lizenz (Text)
Verfasst von
Laura Schibbe

hat Europäische Ethnologie, Politikwissenschaft und Pädagogik studiert (M.A.), ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im AddF seit 2012, verantwortlich für die Bereiche Vermittlung und Kommunikation. 

Dr. Kerstin Wolff

Historikerin und Forschungsleiterin im AddF. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sowie die Frage nach einer politischen Repräsentation von Frauen auf kommunaler und Bundesebene im 19. und 20. Jahrhundert. 

Empfohlene Zitierweise
Schibbe, Laura/Wolff, Kerstin (2025): Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF), in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/archiv-der-deutschen-frauenbewegung-addf
Zuletzt besucht am: 13.02.2026
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Rechteangabe
  • Schibbe, Laura
  • Wolff, Kerstin
  • Digitales Deutsches Frauenarchiv
  • CC BY-SA 4.0

Netzwerk von Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF)

Biografie von Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF)

Eröffnungsfeier zum Internationalen Frauentag

1985

Erstausgabe der Zeitschrift Ariadne erscheint. Damaliger Untertitel: Allmanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung

November 1986

Demonstration des AddF für neue Räume durch Blockade der Tür zum Magistratssaal mit aus großen Pappkartons gebastelten Büchern

Archivetreffen in Kassel

1991

Kulturförderpreis Stadt Kassel

1992

Beginn der institutionellen Förderung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Gründung des Fördervereins Freundinnen des Archivs der deutschen Frauenbewegung

1994

Mitgründerin i.d.a.-Dachverband

2001

Das Redaktionsteam der "Ariadne" erhält den Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen.

Gründung der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung

2006

Auszeichnung als "Ort im Land der Ideen"

2008

Das AddF erhält den Hessischen Archivpreis

2011

Eintrag in die Liste national wertvoller Archive

ab 2016

Digitalisierungsprojekte gefördert vom BMFSFJ zum Mitaufbau des META-Katalogs und des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF)

2021

Das AddF wird als "Ort der Demokratiegeschichte" ausgezeichnet

Das AddF feiert mit einem Festakt der Stadt Kassel 40-jähriges Jubiläum

Fußnoten

  1. 1

    Zur Entstehungs- und Organisationsgeschichte des AddF ist anlässlich des 40-jährigen Jubiläums eine Festschrift entstanden. Wir danken Cornelia Wenzel für die Erlaubnis, Passagen und Gedanken daraus für diesen Beitrag nachverwenden zu dürfen. Vgl. Wenzel, Cornelia: Frauen finden ihre Geschichte. Vier Jahrzehnte Archiv der deutschen Frauenbewegung, Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Bd. 16, Kassel 2024.

  2. 2

    Außerdem entstanden in dieser Zeit unter anderem auch die Frauenarchive an den Universitäten Dortmund und Bochum und das Hamburger Frauenbildungszentrum Denk(t)räume. Eine komplette Übersicht siehe unter: https://ida-dachverband.de/einrichtungen/verzeichnis.

  3. 3

    Interview mit Sabine Hering im Projekt: „Die außeruniversitäre Schwester der Frauengeschichte“, AddF 2023-2024, Auszüge daraus abgedruckt in Wenzel, Cornelia: Frauen finden ihre Geschichte, hier S. 82. 

  4. 4

    Mehr zu der Aufbauarbeit des AddF findet sich in: Wenzel, Cornelia: Frauen finden ihre Geschichte, S. 25–47 und S. 70–119, Archiv der deutschen Frauenbewegung (Hg.): 10 Jahre Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel 1994. 

  5. 5

    https://addf-kassel.de/foerdervereinhttps://addf-kassel.de/foerderverein

  6. 6

    Der Nachlass von Louise Otto-Peters ist Bestandteil des ADF-Aktenbestands, AddF NL-K-08_8. Einen weiteren Teilnachlass gibt es in der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft, Leipzig als Sammlung im Nachlass von Johanna Ludwig. Online kann in beiden Beständen via Meta-Katalog recherchiert werden. 

  7. 7

    Zu den aufgeführten erschlossenen Beständen gibt es jeweils Onlinefindbücher, die eingesehen werden können auf der Website. URL: https://addf-kassel.de/sammlungen/aktenbestaende und https://addf-kassel.de/sammlungen/nachlaesse, 12.02.2025.

  8. 8

    Im Zuge des Projekts wurden nicht nur Bestände übernommen und erschlossen, es wurde auch eine Broschüre an die angeschlossenen Frauenverbände des DF verteilt, die die Wichtigkeit der Überlieferung hervorhebt. Die Broschüre „Wohin damit? Sie haben die Akten und wir haben das Archiv dafür“ ist weiterhin abrufbar unter URL: https://addf-kassel.de/sammlungen/gleichstellungsbestrebungen-von-frauen-nach-1945, 30.01.2025.

  9. 9

    https://addf-kassel.de/publikationen/ariadne

  10. 10

    Näheres zum Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen, URL: https://soziales.hessen.de/preise-und-ehrungen/elisabeth-selbert-preis, 30.01.2025.

  11. 11

    Pressemitteilung Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen/Dr. Thomas Wurzel „Hessischer Archivpreis 2008“, 28.10.2008, S. 2; der Hessische Archivpreis wurde am 05.12.2008 erstmals an ein Bewegungsarchiv überreicht, vgl. URL:  https://www.augias.net/2008/12/07/anet6472/

Ausgewählte Publikationen